13.08.2020

Fondsmanager zu Corona

hausInvest Fondsmanager Mario Schüttauf

Lieber Anleger und Geschäftspartner,

die Covid-19-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben die Weltwirtschaft in eine schwere Rezession gestürzt. Wie schnell sie sich erholt, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. So könnte es nach den Erfahrungen der USA auch in Europa zu einer zweiten Welle kommen. 

Im Einklang mit den Volkswirten der Commerzbank erwarten wir für den Euroraum ebenso wie für die Vereinigten Staaten ein U-Konjunkturszenario – also keine plötzliche, sondern eine schrittweise Erholung, allerdings mit einem relativ kurzen Tal. Zwar haben sich jene Märkte seit Ende März wieder kräftig erholt, doch wird es noch viele Quartale dauern, bis der Corona-Einbruch ausgeglichen ist – immer unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu erneuten Rückschlägen kommt, beispielsweise bei der Entwicklung der Infektionen.

Bei einer Reihe klassischer Kapitalanlagen reagierten die Märkte mit großer Volatilität auf die Corona-Pandemie, beispielsweise die Aktienmärkte. Die Immobilienmärkte stehen jedoch nach wie vor nicht im Zentrum der Turbulenzen, sie haben sich in den meisten Krisen als weniger schwankungsanfällig erwiesen.  

Für den hausInvest zahlt sich jetzt vor allem seine sicherheitsorientierte Strategie aus: Mit aktuell 153 Immobilien unterschiedlicher Nutzungsarten in 17 Ländern und rund 3.000 unterschiedlichen Mietern weist das Portfolio einen sehr hohen Grad an Diversifizierung und Risikostreuung auf. 

Auch haben wir die vergangenen Jahre genutzt, um das Immobilienportfolio des hausInvest zu optimieren und solche Gebäude gewinnbringend zu veräußern, die nicht mehr in unsere Strategie passten. Dafür haben wir den Anteil von Premium-Objekten in den Top-Lagen der Metropolen und wachsenden Mittelstädten signifikant erhöht. Die Vermietungsquote lag zum 30. Juni 2020 bei 95,1 Prozent. Darüber hinaus setzen wir auf langfristige Mietverträge - deren durchschnittliche Restlaufzeit beträgt aktuell rund 6,5 Jahre. Etwa 23 Prozent laufen sogar länger als zehn Jahre. 

Sicher, durch die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben können insbesondere die Mieter, Pächter und Betreiber von Einzelhandels- und Hotelimmobilien mit wirtschaftlichen Verlusten oder gar Insolvenz konfrontiert sein. Weil wir mit diesen grundsätzlich ein partnerschaftliches Verhältnis pflegen, werden wir auch in solch einer Krisensituation gemeinsam praktikable Lösungen suchen. Das kann beispielsweise die Stundung von Miet- oder Pachtzahlungen sein, wodurch die Unternehmen an finanziellem Spielraum gewinnen, um die Krise zu überstehen und die Zahlungen erst später nachzuholen. Dadurch vermeiden wir finanzielle Einbußen für unsere Anleger. Mit solchen und anderen Maßnahmen haben wir bereits in der Finanzkrise 2008 gute Erfahrungen gemacht. Summa summarum erwarten wir temporäre Umsatzrückgänge. Aus kaufmännischer Vorsicht haben wir dennoch Rückstellungen für erwartete Abwertungen im Zuge von möglichen Mietausfällen aufgrund der Pandemie-Auswirkungen gebildet.

Insgesamt ist hausInvest gut gerüstet, um die Herausforderungen der Covid-19-Krise erfolgreich zu bewältigen. Daher streben wir weiterhin eine Einjahresrendite im Bereich von 2,0 bis 2,5 Prozent an.*

Ihr Mario Schüttauf

Fondsmanager

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*Berechnet nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschlag, Ausschüttung sofort wieder angelegt). Wertentwicklungen der Vergangenheit bieten keine Gewähr für die Zukunft.

 

Änderungen aufgrund der sich verändernden Lage in den einzelnen Märkten vorbehalten. Die Annahmen und Bewertungen, insbesondere zukunftsgerichteten Aussagen, Annahmen und Prognosen, geben unsere Beurteilung zum jetzigen Zeitpunkt wieder, die jederzeit ohne Ankündigung geändert werden kann. Es besteht kein Anspruch auf eine Aktualisierung der zukunftsgerichteten Aussagen, Annahmen und Prognosen bei Erlangung neuer Informationen.

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