Ratgeber-Autor

Thomas Henrich

Projektleiter

Commerz Real AG

Steigende Miete? Drehen Sie den Spieß um!

7 Minuten Lesezeit

Mieten und Quadratmeterpreise steigen – anders kennt man es gar nicht mehr. Die Nachfrage in Großstädten hält ungebrochen an. Gleichzeitig sind Wohnimmobilien heute der Traum jedes Investors. Zentren wie München, Frankfurt am Main oder Hamburg samt ihrer "Speckgürtel" wirken wie magische Orte. Selbst Städte wie Erlangen oder Heilbronn, die mancher Deutsche erst auf der Karte suchen muss, erleben inzwischen einen Boom. Trotzdem muss bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, um auch der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Beispiel: Die Commerz Real verfolgt mit Ihrem Offenen Immobilienfonds hausInvest deshalb gezielt bezahlbaren Wohnraum zu schaffen: Mit privatem Geld, dass in den Wohnungsbau fließt via hausInvest wird am Ende beiden Seiten geholfen: Es steht Kapital für Neubauten zur Verfügung, die bezahlbaren Wohnraum schaffen und Wohnungsmieten ergeben eine extrem berechenbare und stetige, wenn auch nicht zu hohe Rendite.

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Gleichzeitig spielt die Musik im Wohnungsmarkt auf vielen Instrumenten. Wo es geht, wird neu gebaut oder kernsaniert. Klimaschutz und Energieeinsparung fordern zusätzlichen zeitlichen und budgetären Aufwand. Die vier Wände werden mit Digitaltechnik zum intelligenten Ansprechpartner aufgerüstet. Die Digitalisierung macht die Wohnung intelligenter und damit auch effizienter – wie bspw. die Steuerung des Energieverbrauches.

Aktuelle durchschnittliche Mietpreise und -steigerung 2009-2020 in Deutschland

Quelle: empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking Q4/20

Es überrascht nicht, dass ausgerechnet in dem relativ günstigen Berlin die Mieter sich besonders lautstark gegen steigende Mietsätze wehren: Von 2009 bis 2019 stiegen dort die Mieten um 104 Prozent. Das ist mehr als in jeder anderen deutschen Stadt einschließlich dem bekannt teuren München (Quelle Immowelt, Juli 2019).

Dazu spürt man erste Auswirkungen durch die Corona-Pandemie: Homeoffice spielt eine große Rolle – auch nach der Krise. Dadurch ist der Wunsch nach größeren Wohnungen am besten mit großem Garten oder Balkon gestiegen. Laut einer Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Oktober 2020, wünschen sich 7 % der über 2.500 Studienteilnehmer einen größeren Wohnraum, 10 % träumten von einem Garten oder Balkon.

Aus diesen Gründen ist der aktuelle Boom auch nicht in Gefahr, sich bald als "Blase" zu entpuppen und mit lautem Knall zu platzen. Er beruht auf einer substanziellen Nachfrage. Ausgerechnet Faktoren wie fehlendes Bauland und Kapazitätsengpässe der Baubranche sorgen dabei für einen ruhigeren, nachhaltigen Verlauf: Wo man in anderen Branchen über Bremswirkung klagen würde, sind hier die Marktkenner dankbar, denn diese Faktoren verringern die Gefahr einer Überhitzung.

Kurz gesagt, Immobilien, zumal in Deutschland, sind ein lohnendes Geschäft. Das bestätigen auch 97 Prozent aller Investoren, die in den vergangenen Jahren am deutschen Immobilienmarkt aktiv waren:

Deutschland ist 2020 attraktiv als Standort für Immobilien-Investments:

Quelle: Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2020

Investment für Jedermann – Wege zum Gewinn mit Immobilien

Nun steckt nicht in jedem gleich ein Baulöwe. Selbst der Weg in die eigene Immobilie ist steil und teuer. Doch es gibt preiswerte Möglichkeiten, am Immobilienboom teilzuhaben. Vor allem Offene Immobilienfonds bieten einen Marktzugang für jeden Geldbeutel:

  • Der wahrscheinlich einfachste Einstieg ins Immobilieninvestment ist der Offene Immobilienfonds (OIF). Die wichtigsten Qualitätsmerkmale wie Objektbestand, Vermietung und geografische Verteilung lassen sich auch von Laien leicht überprüfen. Eine weitere Orientierungshilfe bietet ein gutes Scope Rating. 
  • Crowdinvesting ist ein Newcomer im weiten Feld der Geldanlagen. Hier locken reizvolle Renditen, doch entsprechend höher sind auch die Risiken. Echte Erfolgsaussichten hat hier nur, wer einige Fachkenntnis mitbringt. Denn Objektauswahl und Chancenabschätzung liegen letztlich beim Investor selbst, ebenso all die Risiken, die Bauprojekte mit sich bringen. 
  • Geschlossene Immobilienfonds erfordern neben einer hohen Risikobereitschaft auch einen besonders langen Atem. Wer nicht genügend Kapital hat, um sein Investment dort eine Weile unangetastet arbeiten zu lassen, wird mit einem Geschlossenen Fonds kaum glücklich. 
  • Höhere Risiken bergen auch Immobilien-Aktien und -Indexfonds (ETFs, "exchange trade funds"). Sie werden an der Börse gehandelt und unterliegen den dort möglichen Wertschwankungen.

Offene Immobilienfonds – Ausweg für Mieter und Sparer

Nicht nur die günstige, risikoarme Teilhabe am Immobilienboom macht OIFs für unternehmungslustige Anleger so attraktiv. Ein gut aufgestellter OIF ist auch ein heißer Tipp, um den traurigen Zuständen in anderen Sektoren des Kapitalmarkts zu entkommen:

  • Für Sparer attraktiv werden OIFs durch ihre in der Regel solide, verlässliche Rendite. Wer also genug hat von Minizins und Wertverlust auf seinem Konto, findet hier leicht ein neues "Heim", das für den stabilitätsorientierten Sparer nichts zu wünschen übrig lässt. 
  • Für Mieter kann die Rendite auch als Ausgleich steigender Belastung dienen. Das Gleiche gilt natürlich für alle, die sich als Eigentümer von Haus oder Wohnung mit Kreditzinsen und steigenden Nebenkosten herumplagen. 
  • Die geringen Wertschwankungen sind ein zusätzlicher Vorteil. Denn auch wenn das Kind den Namen "Fonds" trägt, wird es nicht an der Börse gehandelt. Die Kurse entwickeln sich ruhig und stetig, und wirken nicht wie eine Fahrt auf der Achterbahn.

Was ein Offener Immobilienfonds ist, erklärt Ihnen unser Experte Thomas Henrich in diesem Video.

OIF – und Ihr Zins-Blatt wendet sich

Steigende Wohnkosten, wegsackende Zinsen, schwindender Guthabenwert, die Folgen der Corona-Krise – wer heute noch etwas aus seinem Sparguthaben machen will, hat fast keine andere Wahl: Er muss etwas für sein Geld tun, und zwar am besten, ohne unvertretbare Risiken einzugehen. Stabile Werte wie ein OIF sind da ein echter Silberstreif am Anlagehorizont: mit zuverlässigen Chancen, soliden gesetzlichen Rahmenbedingungen und einem geringen eigenen Aufwand, der keine großen Fachkenntnisse im Immobiliensektor erfordert.

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Zuletzt aktualisiert am
08. April 2021

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