Ratgeber

So gehen Sie dem Null-Zins elegant aus dem Weg

Landauf, landab stöhnen Anleger und Finanzbranche unter Null- und sogar Negativzinsen. Was der Konjunktur auf die Beine helfen soll, wird an anderer Stelle zum Fiasko. Gesparte Gelder schrumpfen an Wert und Kaufkraft; Omas Sparstrumpf oder die gute, alte Matratze erscheinen plötzlich wieder als sinnvolle Alternativen. Und ein Ende der Durststrecke ist nicht in Sicht. Was also tun?

Nullzinspolitik

Pilze sammeln als Anlagestrategie?

Es geht doch auch anders! – sagen sich manche Anleger und schielen nach den fantastischen Renditewerten, die in den Medien da und dort wie Pilze nach einem warmen Regen auftauchen. Da ist die Versuchung verlockend: Warum nicht auch mal am Großen Rad drehen? Kryptowährungen, Rohstoffe, Hedgefonds ... das wär' doch was, oder nicht?

Ja – wenn man sich wirklich, wirklich gut auskennt und den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat als Kursentwicklungen zu verfolgen. Es hat einen Grund, weshalb Menschen, die hier Erfolge haben, täglich viele Stunden vor einem knappen Dutzend Bildschirme sitzen. Denn leider verhalten sich solche Werte auch in anderer Hinsicht wie Pilze: Erstens verschwinden sie meist rasch wieder. Und zweitens können sie äußerst unbekömmlich sein.

Rationales Handeln muss nicht mutlos sein

Nun ist es an sich kein Fehler, in einem gut diversifizierten Portfolio auch einige potenziell starke Renditebringer zu halten. Das tut der Gesamtrendite gut und bedeutet für erfahrene Anleger kein unvertretbares Risiko. Doch was schon bei erfreulicher Konjunktur gilt, ist in schwachen Zeiten erst recht zu beachten: Auf die richtige Mischung kommt es an! In Zeiten anhaltender Null-Zinsen sind es aber vor allem die konservativ ausgelegten, stabilisierenden Assets, denen aktuell die Aufmerksamkeit gelten sollte. 

Eines ist sicher: Stillhalten und Abwarten ist in dieser Situation leider keine erfolgversprechende Strategie. Wer heute allzu konservativ denkt, verpasst leicht den Absprung, rechtzeitig notwendige Allokationen vorzunehmen, damit aus der Sicherheit im Portfolio nicht ein Bermuda-Dreieck fürs Investmentkapital wird. Vielmehr gilt es, alle Optionen möglichst sorgfältig zu prüfen und dann entschlossen zu handeln.

Chance erkannt: das Beispiel Millennium-Portfolio

Ein gutes Beispiel für den Erfolg solch entschlussfreudigen und dennoch rationalen Handelns gab jüngst der hausInvest ab, einer der führenden und ältesten Offenen Immobilienfonds in Deutschland. Im Prinzip stand man bei dem Fonds vor demselben Problem wie viele Anleger, die ihre für die Absicherung gedachten Assets mangels besserer Möglichkeiten im zinsschwachen Geldmarkt geparkt hatten: Liquidität war da; es fehlten die geeigneten Investments. 

Für hausInvest änderte sich dies schlagartig, als im Sommer dieses Jahres das Millennium-Portfolio auf den Markt kam: 49 erstklassige Objekte in den Top-Lagen der Top-Städte der Republik wie zum Beispiel Lagen in Berlin am Potsdamer Platz und der Tauentzien, in Hamburg am Ballindamm und am Neuen Wall oder in München in der Karlstraße. Der Fonds bewarb sich – und landete einen äußerst vorteilhaften Deal: Dank der einmaligen Bündelung konnten sowohl günstige Konditionen erzielt werden als auch eine deutliche Einsparung bei den Transaktionskosten.

Wichtiger als Rendite: die stabile Grundlage

Nun mag man den Deal um das Millennium-Portfolio als Sonderfall abtun; Chancen dieser Art sind zu selten, um aus ihnen direkt eine Strategie abzuleiten. Doch es ist, wie es so schön heißt, „der Gedanke, der zählt": Immobilien in angemessener Lage und gutem Zustand generieren Rendite, ohne dass wie etwa in der produzierenden Industrie hohe Markt- und Abnahmerisiken involviert sind. Insbesondere Büro- und Wohnimmobilien in Top-Lagen bieten beste Voraussetzungen für Mieteinnahmen und Wertzuwachs

Dabei gibt man sich beim hausInvest Verwalter Commerz Real durchaus realistisch: „In vielen der Gewerbeimmobilien besteht noch Mietsteigerungspotenzial. Aber was sind die Alternativen? Wir vergleichen unsere Renditen mit denen von zehnjährigen Bundesschatzbriefen, die sind im negativen Bereich. Und inzwischen gehen eigentlich alle davon aus, dass die Zinsen die nächsten fünf Jahre so niedrig bleiben. Der hausInvest bringt im Moment etwa 2,5 Prozent Rendite," so Andreas Muschter, Vorstandsvorsitzender der Commerz Real.

Analytisch betrachtet: Was Sicherheit ausmacht

So sind Immobilienanlagen generell ein gutes Beispiel dafür, wie der sicherheitsorientierte Teil eines rational gestalteten Portfolios heute aussehen sollte: verlässliche Werte, die möglichst unabhängig von der Hektik des Börsenhandels arbeiten und geringe Neigung zu Volatilität zeigen. So bietet hausInvest nicht nur im Kaufentschluss, sondern auch am „Performance-Ende" ein Beispiel für ein solide sicherheitsorientiertes Asset, das dennoch Freude macht: Kennzahlen wie Mieterdiversifikation und Vertragsdauer sind gut – gut genug übrigens, um dem Fonds wiederholt ein Scope A+ Rating einzutragen.

Nicht astronomische Spitzen, sondern gleichmäßige, kalkulierbare Erträge mit möglichst geringen Schwankungen: Das sind die Merkmale einer Anlage, die in einem gut ausbalancierten Portfolio heute einen optimalen Stabilitätsanker abgibt.

Die Rolle im Gesamt-Portfolio

Wie aber sollte nun das Verhältnis der Sicherheitsanteile im Gesamtportfolio aussehen? Selbst wenn es dem berühmten „Bauchgefühl" zuwider läuft, zeigt sich auch bei dieser Frage, dass rationales Planen und Handeln der sprichwörtlichen „Wette auf die Zukunft" überlegen ist. So haben schon 1981 die Wirtschaftswissenschaftler Dave Jobson und Bob Korkie (in „Performance Hypothesis Testing with the Sharpe and Treynor Measures") nachgewiesen, dass eine annähernd gleiche Gewichtung der gewählten Anlageklassen im Portfolio die besten Ergebnisse erzielt. 

Dies sollte man auch unter dem Eindruck aktueller Entwicklungen wie der Null-Zinsen oder der von der US-Handelspolitik verunsicherten Märkte möglichst beherzigen. Denn die Zukunft ist und bleibt unbekannt. Daher sind alle Erwartungen an zukünftige Entwicklungen reines Glücksspiel. Auch viele Folgestudien von Jobson & Korkie 1981 haben es immer wieder bestätigt: Vor allem bei mittlerem bis langfristigem Anlagehorizont wird eine ausgewogene Anlage die im Verhältnis besten Ergebnisse erzielen.

Von der klassischen Anlagepyramide zur wirksamen Strategie

Viele klassische Modelle zeichnen für ein ideales Portfolio die bekannte Pyramide nach: wenige riskante und hochriskante Anlagen ruhen auf einem breiten Sockel risikoarmer Assets wie Tagesgelder und Anleihen. Immobilienfonds finden sich dabei meist in einer mittleren Position. Dies liegt vor allem an der naturbedingt großen Spannbreite: Immobilien sind nicht grundsätzlich gleichwertig – neben erstklassigen Objekten gibt es Leerstandskandidaten oder abgewohnte Quartiere mit teurem Sanierungsbedarf, die kaum Mieterträge und keinerlei Wertsteigerung bieten. Geschlossene Fonds wiederum bergen ganz eigene Risiken. 

Ein Offener Immobilienfonds mit hochwertigem Objektbestand ist dagegen heute das Paradebeispiel eines Heilmittels gegen den Null-Zins: stabil und gleichmäßig im Wertzuwachs, mit solider Rendite und der Flexibilität, die gerade für Privatanleger wünschenswert ist. So lassen sich Offene Immobilienfonds heute dank ihrer Balance von Renditechancen und Sicherheitsmerkmalen ohne Übertreibung als wichtige Bausteine im Sockel der Investmentpyramide bezeichnen – ein solides Fundament für jedes Portfolio.

Das könnte Sie auch interessieren