hausInvest Glossar

Finanzbegriffe einfach erklärt

Hier finden Sie Fachbegriffe aus der Welt der Immobilien, Finanzen und Banken und kurze, klare Erklärungen, was damit gemeint ist. Damit Sie sich in der Welt der Immobilienfonds und Finanzen besser zurechtfinden.

Übrigens: Hier entsteht mit jedem Klick und jedem Besucher ein dynamisches Finanzlexikon – wir lernen und bauen aus. Schauen Sie wieder vorbei!

Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das von einer Aktiengesellschaft (AG) herausgegeben wird. Mit dem Kauf von Aktien besitzt der Käufer, der Aktionär, einen kleinen Anteil an der AG oder dem Grundkapital dieses Unternehmens. Je mehr Aktien ein Anleger besitzt, desto größer ist sein Anteil an diesem Unternehmen. Unternehmen verkaufen Unternehmensanteile in Form von Aktien, um dadurch zusätzliches Kapital einzusammeln und weiter zu wachsen. Aktien werden an der Börse gehandelt, sprich gekauft und verkauft, sie haben große Bedeutung als Anlagetitel. Der Kurs an der Börse bezeichnet den Preis, dieser Preis wird durch das Angebot und die Nachfrage auf dem Aktienmarkt gebildet.

Die Rechte der Aktionäre sind durch das Aktiengesetz geschützt, etwa der Anspruch auf Gewinnbeteiligung (Dividende) und Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus kann der Aktionär bei der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft Auskünfte über die Geschäftsentwicklung verlangen sowie an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen. Er kann diese Rechte von seiner Bank wahrnehmen lassen oder auch einem anderen Bevollmächtigten übertragen.

Mit einem Aktienkauf möchte der Aktionär Gewinne machen, indem er eine Aktie zu einem höheren Kurs verkauft, als er sie gekauft hat. Umgekehrt kann man aber auch Verluste erleiden und muss stets die Gebühren beim Handel mit Aktien einkalkulieren.

Die in Deutschland übliche Form der Aktie ist die Inhaberaktie, sie ist einfach übertragbar und deshalb zum Handel an der Börse gut geeignet. Weiterhin gibt es Namensaktien; sie lauten auf den Namen des jeweiligen Eigentümers, der ins Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen werden muss.

Nach deutschem Recht können Aktien können entweder auf einen Nennwert von mindestens 1 Euro lauten oder werden als nennwertlose Stückaktien ausgegeben.

Anlegen

Von Anlegen spricht man, wenn ein Anleger frei verfügbare Gelder in Finanzprodukte investiert. Finanzprodukte sind z.B.: Fonds, Sichteinlagen auf Giro- oder Tagesgeldkonten, Lebensversicherungen, Aktien, Immobilien, Rohstoffe oder Wertgegenstände, Edelmetalle, Bausparverträge, Bundesschatzbriefe sowie Geschlossene Immobilienfonds oder Offene Immobilienfonds.

BVI-Methode

Die BVI-Methode wurde vom Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) entwickelt. Mit dieser Methode wird die Wertentwicklung von Investmentfonds berechnet. Die BVI-Methode ist eine international anerkannte Standardmethode, sie ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare und exakte Berechnung. Die Wertentwicklungsberechnung nach der BVI-Methode beruht auf der „time weighted rate of return“-Methode.

Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen zu Beginn des Anlagezeitraumes und seinem Wert am Ende des Anlagezeitraumes. Dabei werden Ausschüttungen rechnerisch umgehend in neue Fondsanteile investiert. So ist die Vergleichbarkeit der Wertentwicklungen ausschüttender und thesaurierender Fonds sichergestellt.

Die Wertentwicklung wird auf Basis der börsentäglich ermittelten Anteilwerte berechnet. Die Vermögensgegenstände (z. B. Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Immobilien, Bankguthaben, Tagesgeld) und Erträge (z. B. Zinsen, Dividenden, Mieten) werden addiert. Die Kosten (z. B. Managementgebühr, Kosten für Druck des Jahres-/Halbjahresberichts sowie für die Wirtschaftsprüfung, gegebenenfalls erfolgsabhängige Gebühren) des Sondervermögens sowie eventuell aufgenommene Kredite und sonstige Verbindlichkeiten werden abgezogen. Steuern werden nicht berücksichtigt. Der Anteilwert resultiert aus dem so ermittelten Inventarwert („Net Asset Value“) dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.

Der BVI ist der Verband der deutschen Investmentbranche, er vertritt die Fondsgesellschaften gegenüber Politik und Regulatoren auf nationaler und internationaler Ebene, ist Kompetenzzentrum und Berater bei Entwicklung und Anwendung regulatorischer Vorgaben, fungiert als zentraler Ansprechpartner für Politik, Verwaltung und Medien bei allen Fragen der Kapitalanlagenregulierung sowie Vermittler zwischen Investmentwirtschaft und Politik. Zugleich engagiert sich der BVI für bessere Rahmenbedingungen für Anleger.

Der BVI wurde am 25. März 1970 unter dem Namen Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften in Frankfurt/Main gegründet. Seit dem 31. Oktober 2002 trägt der Verband seinen neuen Namen.

Depot

Ein Depot ist das Gegenstück zum Konto: Das Konto ist für den Geldverkehr da, in einem Depot werden Wertpapiere aufbewahrt.

In einem Depot lassen Anleger von einer Bank Wertpapiere gegen eine Gebühr verwahren und verwalten. Dazu gehören z.B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Investment-Zertifikate und Fondsanteilsscheine. In den Gebühren ist die Verwaltung der Wertpapiere (z. B. Zahlungen von Dividenden oder Zinsen bzw. die Ausübung von Bezugsrechten durch die Bank) enthalten.

Um ins Wertpapiergeschäft einzusteigen, ist die Eröffnung eines Depots erforderlich. Ein solches Fonds-Depot kann man bei seiner Bank eröffnen oder auch bei speziellen Depotbanken wie FFB, ebase oder anderen.

Vor der Digitalisierung bekam man als ein Anleger eine physische Urkunde. Heutzutage werden Wertpapiere sind in kundeneigenen Depots hinterlegt, die entweder klassisch über den Vor-Ort-Service einer Bank geführt werden oder als Online-Depot vom Anleger selbst über eine gesicherte Internetverbindung gepflegt wird. Dabei ist der Anleger unabhängig von Öffnungszeiten einer Bank: Er hat zu jeder Uhrzeit Zugang zu seinem Depot, sogar von unterwegs aus.

Einlage

Den Begriff Einlage gibt es im Handels-, im Steuer- und im Bankwesen. Im Bankwesen beschreibt er Zahlungsmittel aus dem Nichtbankenbereich, die bei Banken deponiert werden. Einlagen sind also die von Kunden eingezahlten Gelder.

Weiterhin unterscheidet man verschiedene Arten von Einlagen:

  • Sichteinlagen, also täglich fällige Gelder für Geschäftsbetrieb oder Zahlungsverkehr
  • Termineinlagen mit einem vereinbartem oder gesetzlich festgelegtem Fälligkeitstag
  • Spareinlagen zur Ansammlung oder Anlage von Vermögen

Sicht- und Termineinlagen werden auch unter dem Begriff Depositen zusammengefasst.

Einmalanlage

Eine Einmalanlage in Fonds funktioniert wie eine Anlage in Wertpapiere (z.B. Aktien). Dabei wird ein fester Anlagebetrag per Einmalanlage in Fondsanteile gewandelt. Die Konditionen der verschiedenen Fonds-Anbieter unterscheiden sich dabei deutlich. Manche verlangen eine Mindestanlagesumme, diese kann zwischen 500 bis 1.000 Euro betragen. Bei hausInvest beträgt der Mindestanlagebetrag bei Einmalanlagen 50 Euro. Über den Erstbetrag hinaus kann man jederzeit weiteres Kapital investieren.

Neben Einmalanlagen gibt es noch Terminanlagen und regelmäßigen Anlagen wie Sparpläne.

Festverzinsliche Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere sind Anlagen mit einer festen Laufzeit und festen, regelmäßigen Zinsen. Die Höhe der Zinsen ist vom Herausgeber des Wertpapiers, dem Emittenten, vorher festgelegt. Auch die Laufzeit ist definiert. Herausgeber festverzinslicher Wertpapiere sind vor allem Staaten, wie zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland, aber auch einzelne Bundesländer und Unternehmen. Das können zum Beispiel Anleihen, Rentenpapiere oder Schuldverschreibungen sein. Dabei hat man die Wahl zwischen Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten und unterschiedlichen Stückelungen.

Fonds/Investmentfonds

Fonds sind Finanzprodukte. Unter einem Fonds oder Investmentfonds versteht man ein von einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft) verwaltetes Sondervermögen, das in Wertgegenständen wie Aktien, Anleihen (Renten), Immobilien, Rohstoffen und /oder Derivaten angelegt wird. Aktienfonds legen ihr Kapital überwiegend in Aktien an, Rentenfonds kaufen festverzinsliche Wertpapiere. Gemischte Fonds bestehen beispielsweise aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Immobilienfonds kaufen oder beteiligen sich an Immobilien.

Weiterhin unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Bei offenen Fonds werden ohne Begrenzung neue Anteile am Investmentvermögen an die Anleger verkauft und in weiteres Sondervermögen investiert. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen mit meist einer begrenzten Laufzeit und einem von vornherein vorgegebenen Volumen.

Das von Anlegern eingezahlte Geld bleibt als Fondsvermögen vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt. Im Konkursfall fällt es daher nicht unter die Insolvenzmasse der Gesellschaft. Die Anleger der Fonds erhalten für ihre Einlage Anteilsscheine an diesem Vermögen. Erwirtschaftet ein Investmentfonds Erträge aus Kursgewinnen, Dividenden, Zinsen o.ä. werden diese entweder an die Anteilseigener ausgeschüttet oder im Falle thesaurierender Fonds reinvestiert, wodurch der Wert der Fondsanteile steigt. Davon zu unterscheiden ist die Wiederanlage, bei der Erträge aus eigentlich ausschüttenden Fonds wieder in denselben angelegt wird.

Girokonto

Ein Girokonto (von ital. Giro: Kreis) ist ein Konto in laufender Rechnung. Hier wird täglich ein Saldo ermittelt, der einer der beiden beteiligten Parteien zusteht. Mindestens eine der beiden Parteien muss Kaufmann sein; diese Eigenschaft wird durch die Kreditinstitute erfüllt. Ein Girokonto – auch Sichtkonto oder in Gesetzestexten Zahlungskonto genannt – wird von einer Bank für einen Kunden geführt und dient der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Unter Zahlungsverkehr versteht man die Gutschrift, Abhebung oder Bereitstellung von Geldbeträgen wie Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen. Alle Zahlungen werden zu Gunsten und zu Lasten des Girokontos gebucht.

Kündigungsfrist

Seit Juli 2013 sind Offene Immobilienfonds durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) reguliert. Anteile, die ab diesem Zeitpunkt erworben wurden, unterliegen einer 24-monatigen Mindesthaltedauer und einer 12-monatigen Kündigungsfrist. Hintergrund der Regulierung ist ein umfassender Anlegerschutz: Die Mindesthalte- und Kündigungsfristen gewähren dem Fondsmanagement eine höhere Planungssicherheit hinsichtlich der im Fonds benötigten Liquidität. So wird sichergestellt, dass Großanleger ihre Gelder nicht von heute auf morgen aus dem Fonds abziehen können. Dem Fondsmanager wird damit ausreichend Zeit verschafft, Immobilien zu marktüblichen Preisen zu verkaufen, sollte einmal ein größerer Betrag benötigt werden. Das stabilisiert den gesamten Markt und stärkt den Charakter Offener Immobilienfonds als langfristiges Investment.

Für die ab dem 22. Juli 2013 erworbenen Anteile gilt eine 24-monatige Mindesthaltedauer und eine 12-monatige Kündigungsfrist. Für die vor dem 22. Juli 2013 erworbenen Anteile sind diese Fristen nur zu beachten, sofern die Freibetragsgrenze von 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr überschritten wird. Die Rückgabe ist dann nicht möglich, wenn die Fondsgesellschaft aufgrund der gesetzlichen Vorschriften die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt hat.

Für Anteile, die vor dem 22. Juli 2013 erworben wurden, gilt: Anteilrückgaben von bis zu 30.000 Euro sind je Anleger kalenderhalbjährlich ohne Einhaltung von Fristen möglich. Soweit der Wert von Anteilrückgaben für einen Anleger 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr übersteigt, ist die Rücknahme von Anteilen nur bei Wahrung einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten und einer Kündigungsfrist von 12 Monaten möglich, die durch Abgabe einer verbindlichen Rücknahmeerklärung gegenüber der depotführenden Stelle des Anlegers eingehalten wird.

 

Liquidität

Der Begriff Liquidität (von lateinisch liquidus, „flüssig“) bezeichnet die Fähigkeit, im Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen, dabei ist mindestens eines der Wirtschaftsgüter ein geldwertes Zahlungsmittel. Liquidität bezeichnet die Verfügbarkeit über genügend Zahlungsmittel.

Jedes Unternehmen muss jederzeit in der Lage sein, seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Für Geldinstitute ist die ausreichende Liquidität, also genügend flüssige Geldmittel, geradezu existenziell. Banken müssen einerseits die Gelder, die ihnen als Einlagen anvertraut sind, rentabel anzulegen. Denn nur dann können sie ihren Sparern angemessene Zinsen zahlen. Andererseits müssen Banken immer damit rechnen, dass hohe Einlagensummen von heute auf morgen abgezogen werden.

hausInvest hält grundsätzlich einen über die Mindestliquidität von 5 Prozent hinausgehenden strategischen Anteil im Bereich von 15 Prozent des Fondsvermögens an liquiden Mitteln vor. Dies dient zur Deckung des Kapitalbedarfs, der Bedienung von Anteilscheinrücknahmen und zur Ausnutzung günstiger Investitionsmöglichkeiten.

Mindesthaltefrist/Mindesthaltedauer

Für neu erworbene Anteile gilt eine 24-monatige Mindesthaltedauer und eine 12-monatige Kündigungsfrist. Für Anteile, die vor dem 22. Juli 2013 erworben wurden, gilt: Anteilrückgaben von bis zu 30.000 Euro sind je Anleger kalenderhalbjährlich ohne Einhaltung von Fristen möglich. Soweit der Wert von Anteilrückgaben für einen Anleger 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr übersteigt, ist die Rücknahme von Anteilen nur bei Wahrung einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten und einer Kündigungsfrist von 12 Monaten möglich, die durch Abgabe einer verbindlichen Rücknahmeerklärung gegenüber der depotführenden Stelle des Anlegers eingehalten wird.

Nutzungsart

Die Nutzungsart beschreibt die Art und Weise, wie eine Immobilie hauptsächlich genutzt wird. Übergeordnete Nutzungsarten sind Wohnen und Gewerbe. Zur Nutzungsart Gewerbe gehören Büro-Immobilien, Handelsimmobilien und Industrie-Immobilien wie Fabrik- und Logistikimmobilien. Diese Nutzungsarten lassen sich weiter unterteilen, zum Beispiel in Shopping-Center oder Büro-Hochhäuser. Neben den klassischen Nutzungsarten spricht man von Spezialimmobilen bzw. Betreiberimmobilien wie Hotels, Kliniken oder Bahnhöfen. Darüber hinaus gibt es gemischt genutzte Immobilien, etwa wenn sowohl Wohnungen als auch Einzelhandel, Gastronomie oder Büros vorhanden sind.

Offener Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds erzielen Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung und Verkauf von Immobilien. Die Gelder, die von den Anlegern in den Fonds zufließen, werden nach dem Grundsatz der Risikostreuung in überwiegend gewerblich genutzte Grundstücke, Gebäude und eigene Projekte investiert. Bei Offenen Immobilienfonds kann sich der Objektbestand durch Neuerwerb und Veräußerung von gewerblichen Immobilien verändern. Das Fondsvermögen schwankt mit der Zahl der durch den Fonds ausgegebenen und zurückgenommenen Anteile. Die gesetzliche Grundlage bildet das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG). Die Anleger erzielen Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die durchweg von Banken getragenen offenen Fonds sind durch ihre kleine Anteilsstückelung und die hohe Austauschbarkeit auch für Anleger mit kleineren Beträgen interessant. Im Gegensatz zu Geschlossenen Immobilienfonds gibt es hier eine unbegrenzte Zahl von Anlegern.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um Geld in einen Offenen Immobilienfonds wie hausInvest zu investieren:

  1. als Einmalanlage
  2. mit einem Fondssparplan, kurz: Sparplan.

Bei der Einmalanlage zahlt man einen höheren Betrag in den gewünschten Fonds ein. Ein Sparplan  dient der längerfristigen Anlage von privaten Ersparnissen.

Bei einem Offenen Immobilienfonds investiert der Anleger zwar in Immobilien, ist aber viel flexibler, da er kleinere Summen anlegen kann und seine Anteile auch viel schneller veräußern als z.B. eine vermietete Eigentumswohnung.

Offene Immobilienfonds wie hausInvest genießen als Sondervermögen einen ganz besonderen Anlegerschutz: Die Verwaltung dieses Sondervermögens unterliegt der staatlichen Aufsicht und muss getrennt von dem Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft gehalten werden. Ein Sondervermögen ist dadurch von den Wertänderungen anderer Fonds der Investmentgesellschaft nicht betroffen. Auch vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft selbst oder sogar ihrer Gläubiger ist das Sondervermögen rechtlich geschützt.

Orderannahmeschluss

Für alle durch die FIL Fondsbank GmbH (FFB) geführten hausInvest-Fondsdepots liegt der Orderannahmeschluss bei 14:00 Uhr. D.h. bis 13.59 Uhr gilt der Preis des Ordereingangstages, danach gilt der Preis des Folgetages.

Portfolio

Ein Portfolio (von lat. portare, „tragen“ und folium‚ „Blatt“) beschreibt grundsätzlich eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Diese können aus vielen Bereichen stammen. Im Finanzwesen steht ein Portfolio für den Bestand an Wertpapieren einer einzelnen Person oder einer Gesellschaft (Depot). Im Bankwesen bedeutet Portfolio entweder die optimale Kombination verschiedener Anlagemöglichkeiten für einen Anleger oder die Gesamtheit aller Aktivgeschäfte. Ein Kreditportfolio fasst den Bestand an Krediten im Kreditgeschäft zusammen. Bei Fonds aller Art spricht man von einem Fonds-Portfolio. Im Versicherungswesen ist mit Versicherungsportfolio der Versicherungsbestand gemeint. Unter einem Immobilien-Portfolio ist eine Anzahl von Immobilien zu verstehen, die über bestimmte Merkmale miteinander verbunden sind.

Ein Portfolio ist dann optimal kombiniert, wenn bei einem bestimmten Anlagebetrag und gegebener Risikoklasse der Gesamtgewinn für den Anleger maximiert werden kann. Auch kann durch ein Portfolio eine angestrebte Renditeerwartung bei zugleich möglichst geringem Risiko bzw. ein akzeptiertes Risiko mit einer möglichst hohen Renditeerwartung erreicht werden. Grundsätzlich gilt: Portfolien sollten im Finanzsektor so geführt werden, dass sie unter Berücksichtigung von Rendite, Risiko und Gewinn ausgeglichen sind.

Rendite

Rendite ist eine Kennzahl, die die Ertragskraft einer Kapitalanlage bzw. das Verhältnis des Gewinns zum eingesetzten Kapital in einem bestimmten Zeitraum ausdrückt. Vereinfacht gesagt: Die Rendite ist der Gewinn eines Wertpapiers in Prozent. Renditen werden in Prozentzahlen angegeben, man spricht meist von einer jährlichen Rendite. Die Höhe der Rendite steht immer im Verhältnis zum Risiko. In der Regel gilt: Ist die Rendite höher, besteht auch ein erhöhtes Risiko der Anlage. Im Immobilienbereich sind Renditen stets langfristig zu sehen. Steuerliche Aspekte spielen hier eine wichtige Rolle. Darüber hinaus hängt die Rendite stark von den Gegebenheiten des Marktes ab.

Risiko

Jede Kapitalanlage bringt spezifische Chancen und Risiken mit sich. Daher ist es ratsam, keinen zu großen Anteil des Vermögens in eine einzige Anlageform zu stecken, sondern nach dem Prinzip der Risikostreuung (oder synonym Diversifikation) vorzugehen und die Anlagen zu verteilen. Dabei geht man davon aus, dass das Risiko eines Portfolios stets geringer ist als die Summe seiner Einzelrisiken. Das Risiko ist also gestreut.

Eine Diversifikation (Risikostreuung) kann aber auch innerhalb einer Anlageart vorgenommen werden. Man kann z.B. in Wertpapiere aus verschiedenen Regionen und Branchen investieren, in verschiedenen Währungen oder mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Immobilienfonds investieren in Grundstücke, Gewerbe- und Wohnimmobilien. Bei offenen Immobilienfonds müssen laut Gesetz mindestens 15 Objekte im Portfolio sein. So soll das Anlagerisiko vermindert werden. Das Portfolio von hausInvest besteht aus ca. 100 hochwertige Gewerbe-Immobilien wie Hotels, Shopping-Center und Büro-Immobilien.

Das Prinzip der Risikostreuung ist im Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) geregelt. Dieses Gesetz reguliert die Kapitalanlagegesellschaften und deren Produktarten.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind:

Marktrisiko: Sind an den internationalen Börsen Kursrückgänge zu verzeichnen, wird davon kaum ein Fonds unbeeinflusst bleiben. Dieses Marktrisiko wird umso größer, je spezieller der Anlageschwerpunkt eines Fonds ist, denn dadurch wird tendenziell auf eine breite Streuung verzichtet. Ob das jeweilige Fondskonzept oder der Anlageschwerpunkt erhöhte Marktrisiken birgt, muss im Einzelfall geprüft werden.

Fondsmanagement: Das Fondsmanagement ist nicht frei von Fehleinschätzung. Auch kann ein Wechsel im Management eines Fonds erhebliche Auswirkungen auf die Performance haben – positiv wie negativ. Dieses Risiko ist nur durch Index-Fonds zu umgehen, also Fonds, die die durchschnittliche Entwicklung des Aktienmarktes nachzeichnen.

Währungsrisiko: Legt ein Fonds Gelder in einer ausländischen Währung an, dann können mit dem Erwerb seiner Fondsanteile Währungsrisiken verbunden sein, unabhängig davon, in welcher Währung die Fondsanteile notiert werden. Teilweise wird in Fonds eine Absicherungsstrategie gegen Währungsrisiken betrieben.

Interpretationsrisiko: In Deutschland werden Wertentwicklungstabellen publiziert, die auf unterschiedlichen Annahmen, Berechnungsmethoden und Stichtagsbetrachtungen beruhen. Es ist also ratsam, sich beim Vergleich von Fonds auf Daten zu verlassen, die jeweils nach derselben Methode erarbeitet sind. Auch muss darauf geachtet werden, dass nur Fonds mit ähnlichen Anlagegrundsätzen verglichen werden. Wichtig: In der Vergangenheit erzielte Performances können nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden.

Bonitätsrisiko: Die Einstufung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit eines Geschäftspartners beschreibt seine Bonität. Dementsprechend bringen Rentenfonds mit Anleihen von Emittenten geringerer Bonität ein höheres Risiko mit sich.

Informationsrisiko: Darstellungen in Medien können Anlegern einen Sachverhalt zeitverzögert, unrichtig oder unvollständig wiedergeben. Daraus resultiert die Gefahr, zu spät über wichtige Informationen zu verfügen und daraus Verluste zu erleiden oder die Entscheidung für den Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen aufgrund fehlerhafter oder unzureichender Informationen zu fällen.

Sicherheit

hausInvest wird als eine sicherheitsorientierte Sachwertanlage mit langfristigem Charakter bewertet. Dazu tragen bei:

  • die überdurchschnittlich breite Streuung des Immobilienportfolios
    • breite geografische Streuung
    • breite Streuung der Nutzungsarten
  • eine sehr risikoarme Finanzstruktur und Liquiditätsanlage

Die unabhängige Rating-Agentur Scope hat die hohe Fondsqualität von hausInvest in der Analyse vom Juni 2017 bestätigt: hausInvest wurde zum wiederholten Male mit einem a+ bewertet. Scope bescheinigt hausInvest unter anderem ein gutes Risiko-Rendite-Verhältnis und ein sehr breit gestreutes Portfolio. Dies wirkt sich laut Scope stabilisierend aus und trägt erheblich zur Vermeidung von Klumpenrisiken bei.

Damit gehört hausInvest weiterhin zu den besten Offenen Immobilienfonds für Privatanleger mit Zielmarkt Europa. Scope Ratings ist eine von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) offiziell anerkannte Rating-Agentur.

Sparen

Mit Sparen beschreibt man einen Vorgang, der sich auf den Teil des laufenden verfügbaren Einkommens eines Haushalts bezieht, der also nicht für den Konsum ausgegeben wird. Freiwilliges Sparen bedeutet entweder Sparen für eine Vermögensanlage oder Sparen für einen bestimmten Zweck, wie z.B. dauerhafte Konsumgüter.

Bei einer Vermögensanlage wird die Höhe des Sparens davon bestimmt, inwieweit sich der Konsumverzicht lohnt: Etwa, weil man über einen größeren Handlungsspielraum verfügt oder weil man in der Zukunft auf ein Einkommen aus dem Vermögen hofft. Beim Zwecksparen muss zwischen heutigem und zukünftigem Konsum abgewogen werden.

Sparplan

Um in Fonds zu investieren, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Mit einem Fondssparplan, kurz Sparplan oder mit einer Einmalanlage. Bei einem Sparplan zahlt der Anleger automatisch eine festgelegte Summe in einen bestimmten Fonds ein, entweder monatlich oder vierteljährlich. Die Fonds-Anbieter verlangen unterschiedliche Mindestanlagesumme, im Durchschnitt liegen sie bei 25 bis 50 Euro im Monat. Beim Sparplan von hausInvest-liegt die Mindestanlagesumme bei 10 Euro im Monat.

Hat man bei einem Offenen Immobilienfonds einen Sparplan mit einem definierten Sparziel und Auszahlungsdatum abgeschlossen, müssen bestimmte Phasen eingehalten werden. Man unterscheidet dabei zwischen der Ansparphase und der Reifephase. In der Ansparphase werden monatliche Beträge eingezahlt. Die Sparsumme geht dann in eine zweijährige Reifephase. Spätestens 12 Monate vor dem Wunsch-Auszahltermin muss der Sparplan dann gekündigt werden. Dann ist das ersparte Geld mit der Rendite verfügbar.

Wertentwicklung

Die Wertentwicklung (oder Performance) beschreibt das rechnerische Ergebnis einer Vermögensanlage während eines definierten Zeitraums. Grundlage der Wertentwicklungsberechnung von Investmentfonds ist in der Regel der Anteilwert. Meist wird zum Vergleich ein sogenannter Benchmark als Referenz genommen, um die Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt oder zu den Branchen darzustellen. Die Wertentwicklung wird in Prozent ermittelt.