Die aktuelle Wirtschaftslage, geprägt von einer deutlich gestiegenen Inflation und daraus resultierenden Zinserhöhungen der Notenbanken, stellt die Immobilienbranche vor neue Herausforderungen. Nach Jahren sehr niedriger bis negativer Zinsen erleben wir eine markante Zinswende. Gleichzeitig verdüstern die Energiekrise und geopolitische Verwerfungen die Konjunkturaussichten. In diesem schwierigen Umfeld steht die Wertschöpfung rund um Immobilien, insbesondere die Anlageklasse offener Immobilienfonds, vor der größten Herausforderung seit der letzten Immobilienkrise. hausInvest tritt ihnen mit einer Vier-Säulen-Strategie entgegen, bestehend aus Lage, Management, Nutzungsmix und Wirkung, um auch weiterhin Erfolg zu sichern. In diesem Beitrag richten wir den Blick auf die erste Säule „A-Lage“.
Makro- und Mikrolage – beides zählt
In der Immobilienbranche ist das Mantra "Lage, Lage, Lage" relevanter denn je. Die Lage ist und bleibt ein entscheidender Faktor für den Wert einer Immobilie. Hierbei spielt nicht nur die Makrolage – die Attraktivität der Stadt oder Region, die Infrastruktur und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel – eine Rolle, sondern auch die Mikrolage, die direkte Umgebung mit ihrem Flair, Angebot an Geschäften, Gastronomie und Grünflächen. In einem Marktumfeld, das von Unsicherheit geprägt ist, wird die Bedeutung der Makro- und Mikrolage noch deutlicher. A-Lagen in weniger renommierten Städten können attraktiver sein als schlechtere Lagen in Top-Städten. Dies zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung der Büromieten in Frankfurt am Main, wo Mieten in A-Lagen stabil geblieben oder gestiegen sind, während sie in weniger gefragten Lagen gefallen sind.
