Projektleiter im InterviewDer Tucherpark im Eisbachviertel: Andre Peyerl über die Entwicklung dieses einzigartigen Projekts

Aus einer wenig belebten Bürosiedlung der 1960-er Jahre entsteht mit dem revitalisierten Tucherpark im Eisbachviertel ein zukunftsweisendes Münchner Quartier. Ein Vorhaben dieser Größenordnung erfordert nicht nur visionäre Ideen, sondern auch eine klare Struktur bei der Umsetzung und erfahrene Führung. Wir haben mit dem verantwortlichen Projektleiter Andre Peyerl, Head of Construction & Development bei der Commerz Real, über seine bisherigen Erfahrungen mit dem Highlight-Projekt gesprochen. 
Lesezeit5 Min.
zuletzt aktualisiert24.04.2026
KategorieInterview
Luftaufnahme eines weitläufigen Parks mit vielen Bäumen, Gebäuden und einem Fluss unter bewölktem Himmel.

Andre Peyerl im Interview

Head of Construction & Development

Andre, was sind deine Aufgaben beim Tucherpark im Eisbachviertel?

Ich freue mich sehr, den Tucherpark als Projektleiter begleiten zu dürfen und damit die Gesamtverantwortung für die Projektentwicklung zu tragen. Das umfasst klassisches Projektmanagement – also Termine, Budget, Ressourcen – sowie den kontinuierlichen Austausch mit allen Beteiligten. Letzteres ist mir ein besonderes Anliegen. Denn nur regelmäßige, offene Kommunikation hält das Team zusammen, integriert die unterschiedlichen Perspektiven und nimmt alle Beteiligten auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel mit. Und zwar auch dann, wenn dieses Ziel für jeden ein wenig anders aussieht.

Welche Phase der Quartiersentwicklung ist für dich am spannendsten – und warum?

Auch wenn es nach einer Standardantwort klingt, es entspricht einfach der Wahrheit: Jede Projektphase bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich und hat damit ihren eigenen Reiz. Gerade erst haben wir mit der Präsentation des Masterplans einen großen Meilenstein erreicht. Jetzt beginnt eine neue Phase, in der es konkret wird – und das ist natürlich auch sehr aufregend. Für mich persönlich ist es diese Vielfalt, die meinen Job so erfüllend und facettenreich macht.  

Welche neuen Möglichkeiten schafft der Tucherpark für die Münchnerinnen und Münchner?

Der Tucherpark war bisher vor allem ein Bürostandort, den nur wenige Stadtbewohner wahrgenommen haben – außer natürlich, wenn sie dort beschäftigt waren. Jetzt soll daraus ein lebendiges Quartier entstehen, in dem nicht nur gearbeitet, sondern auch gewohnt, gelebt und erlebt wird. Neben einer neuen Nutzungsmischung sorgen vielfältige Freizeitangebote für eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität. So entsteht mitten in München ein neues Viertel, von dem die ganze Stadt profitiert. Ich bin überzeugt: Der Tucherpark kann zeigen, wie nachhaltige Stadtentwicklung mit Bestand funktionieren kann – und damit Modellcharakter für andere urbane Räume haben. 

Welche drei Begriffe charakterisieren für dich den Tucherpark?

Qualitätsvoll, einzigartig – und auf jeden Fall: innovativ.

Ein Mann im blauen Anzug steht lächelnd mit verschränkten Armen vor einer rauen, gemusterten Wand.
Der Tucherpark kann zeigen, wie nachhaltige Stadtentwicklung mit Bestand funktionieren kann – und damit Modellcharakter für andere urbane Räume haben. 
Andre Peyerl
Head of Construction & Development Commerz Real AG
Tucherpark

Einblicke in das Eisbachviertel

Ein modernes Hotel am Fluss bei Sonnenuntergang, umgeben von Bäumen und Spaziergängern.
Abendlicher Blick auf das Hilton Munich Park mit angrenzendem Eisbach.
Modernes Gebäude mit Glasfassade, Menschen auf der Straße, autonomer Bus fährt vorbei, Bäume im Hintergrund.
Architekturkonzept für die Quartiersentwicklung Tucherpark.
Moderne Lobby mit grünem Marmortresen, braunen Sesseln, Pflanzen und hellem Gitterdeckenmuster.
Modern gestalteter Lobbybereich – hochwertige Materialien und einladende Atmosphäre im Tucherpark.
Luftaufnahme einer Stadt mit Fluss, umgeben von Bäumen und modernen Gebäuden, bei klarem Himmel.
Der Tucherpark im Eisbachquartier aus der Vogelperspektive – urbanes Leben im Grünen.
Dachterrasse mit Schachbrettboden, Tischen und Stühlen, Blick auf Stadt und Berge bei bewölktem Himmel.
Attraktive Dachlandschaft mit Blick auf München und den Englischen Garten.
Moderner Raum mit runden Deckenlichtern, gläserner Wendeltreppe und einem Mann im Anzug.
Repräsentativer Innenraum mit offenem Atrium – moderne Architektur und transparente Raumgestaltung im Tucherpark.
Modernes Gebäude mit Glasfassade und Terrassen, umgeben von grünen Bäumen unter blauem Himmel.
Moderne Gebäudearchitektur mit großzügigen Terrassen – Arbeiten und Verweilen im Grünen des zukünftigen Tucherparks.
Moderne Gebäude neben Bäumen und Rasenflächen, Menschen sitzen auf Treppenstufen am Wasser.
Offene Platzgestaltung mit Sitzstufen und Wasserzugang als Teil des Quartierslebens.
Moderne Glasfassade mit Bäumen und Gehweg im Vordergrund.
Architektur im Tucherpark.

Der Tucherpark im Eisbachviertel – was war, was wird

Ein Ort mit Geschichte, der Zukunft schreibt: Der Tucherpark gehört seit Jahrzehnten zur DNA der Stadt München. 1969 entwarf Architekt Sep Ruf für die Bayerische Vereinsbank (heute: Unicredit) das visionäre Büroensemble, benannt nach Freiherr von Tucher, dem damaligen Vorstandssprecher der Bayerischen Vereinsbank.  

Heute ist klar: Es ist Zeit, das denkmalgeschützte Areal mit neuem Leben zu erfüllen. Die Neugestaltung des Tucherparks im Eisbachviertel betrifft nicht nur die einzelnen Gebäude, sondern das gesamte Viertel – und verwirklicht ein modernes Konzept von urbanem Leben. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir ein zukunftsweisendes Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Healthcare an einem Ort vereint.

Unsere Vision: ein CO₂-neutrales Vorzeigeprojekt für München. Auf nahezu allen Dächern sorgen Photovoltaikanlagen für saubere Energie, während die kräftige Strömung des Eisbachs ein eigenes Wasserkraftwerk speist. Die Abwärme des Datencenters wird intelligent genutzt, um Hotel und Büroflächen zu beheizen. Ergänzt wird das nachhaltige Energiekonzept durch Wärmepumpen und smarte Gebäudetechnologie.  

Ökologisch bleibt der Tucherpark ein Stück Natur mitten in der Stadt: Der alte Baumbestand am Rand des Englischen Gartens, Biotope und die Tier- und Pflanzenwelt bleiben erhalten und werden behutsam in die Planung integriert. Dazu kommt viel Raum für Bewegung. Ein modernes Gym, Plätze für Outdoor-Aktivitäten und neue Freizeitflächen bringen frische Energie ins Viertel.  

Das Projekt wird von hausInvest gemeinsam mit dem Projektentwickler Hines Germany als Joint Venture realisiert.