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Am Tauentzien: Wo Berlin einkauft  

Zwischen Kurfürstendamm und KaDeWe, direkt an der Tauentzienstraße 15, liegt das ADIDAS-Haus. Die Tauentzienstraße erzielt mit rund 3.480 Euro pro Quadratmeter und Jahr die höchsten Einzelhandelsmieten Berlins und zählt damit zu den teuersten Einkaufslagen Deutschlands.¹ Flagships, internationale Marken, das Kaufhaus des Westens als unmittelbarer Nachbar: Die Frequenz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Jahrzehnten städtebaulicher Verdichtung.

Das Gebäude wurde 1992 errichtet, 2014 renoviert und 2019 von hausInvest erworben. Auf einer Gesamtnutzfläche von 8.493 Quadratmetern vereint es Einzelhandel- und Büroflächen. Hauptmieter ist die adidas AG. 


Was 2021 hier entstanden ist  

Im Dezember 2021 eröffnete adidas seinen Berliner Flagship Store neu. Das Motto: „Renew Berlin". Erneuerung als Haltung, nicht als Slogan.

1.400 Quadratmeter, drei Stockwerke. Böden und Mobiliar aus 100 Prozent Recyclingmaterial, lebende Pflanzenwände, 72 interaktive Touchpoints. Eine 17 Meter lange Skulptur aus Recyclingmaterialien zieht sich durch den Store. Wer seinen alten Sneaker nicht wegwerfen will, bringt ihn ins Green Lab. Wer ihn nur reinigen lassen möchte, nutzt den ersten adidas-Reinigungsservice weltweit.

Das ist kein Konzept für den Massenmarkt. Berlin steht in einer Reihe mit London, New York, Paris, Shanghai und Tokio – den Städten, in denen adidas seine globalen Flagship Stores betreibt. Standorte, an denen die Marke zeigt, was sie kann.

Moderne Glasfassade eines Gebäudes bei Sonnenschein, Menschen und Autos auf der Straße, blauer Himmel mit Wolken.
Marktkontext Berlin

Warum Berlin ein anderes Kaliber ist

Berlin ist der größte Einzelhandelsmarkt Deutschlands. Der Einzelhandelsumsatz wird für 2025 auf rund 37,7 Milliarden Euro geschätzt; mit einer durchschnittlichen jährlichen Flächenaufnahme von über 35.000 Quadratmetern liegt die Hauptstadt deutlich über dem Niveau anderer deutscher Großstädte.¹ Berliner Haushalte verfügen 2025 über ein durchschnittliches Einkommen von rund 56.200 Euro, knapp zwei Prozent über dem EU-Durchschnitt.¹

Der Tourismus verstärkt die Nachfrage strukturell: 2024 besuchten rund 13 Millionen Gäste die Stadt, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. 42 Prozent kamen aus dem Ausland, vor allem aus dem Vereinigten Königreich, den USA und den Niederlanden. Der Tourismus trägt jährlich über 15 Milliarden Euro zur Berliner Wirtschaft bei, wovon 43 Prozent auf Einkaufen und Gastronomie entfallen.¹

Für die Tauentzienstraße bedeutet das: Die Frequenz kommt nicht nur aus dem Kiez, sondern aus aller Welt.

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