Modernste Architektur über 12 Stockwerke
Entworfen vom renommierten spanischen Architekturbüro Batlleiroig, überragt das 2023 fertiggestellte B97 die Gebäude in der Nachbarschaft. Die Fassade nimmt mit ihren Keramikelementen architektonisch Bezug auf die industrielle Geschichte des Standorts. Ein begrünter Vorplatz führt direkt in eine zwei Geschoss hohe Lobby, die als zentraler Treffpunkt für die Mieter im Haus dient.
Auf dem 1.898 Quadratmeter großen Grundstück erstreckt sich der Komplex über zwölf Stockwerke. Die Gesamtmietfläche ist vollständig auf Büronutzung ausgelegt. Im Inneren zeichnet sich die Architektur durch hohe Decken und großzügige Glasfronten aus, die reichlich Tageslicht in die Arbeitsbereiche leiten. Bepflanzte Balkone auf den Etagen erweitern die Räume nach draußen und bieten Platz für Pausen an der frischen Luft. Die Qualität und Standards der Bauausführung werden durch die etablierten Branchenzertifizierungen LEED Gold und WELL belegt.
Auch was die Infrastruktur angeht, ist das Gebäude gut aufgestellt: Über die nahegelegenen Metrostationen Llacuna und Glòries sowie Busverbindungen ist es eng an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Wer sich nach Feierabend nach Meer sehnt, erreicht den Stadtstrand in etwa zehn Gehminuten.
Ein Stadtviertel im Wandel: Vom „katalanischen Manchester“ zum Innovationsdistrikt
Um die Bedeutung des Standorts zu verstehen, lohnt ein Blick in die Historie des Viertels. Über mehr als 100 Jahre hinweg war das Gebiet um Poblenou der wirtschaftliche Motor Kataloniens. Aufgrund der hohen Fabrikdichte in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trug es den Spitznamen „katalanisches Manchester“. Nach der Deindustrialisierung in den 1960er-Jahren blieben verwaiste Hallen und eine schwindende Wirtschaftskraft zurück.
Den Wendepunkt brachte die Entscheidung der Stadt Barcelona im Jahr 2000, den 22@-Plan zu verabschieden: Aus 200 Hektar brachliegendem Industriegelände wurde gezielt ein moderner Innovationsdistrikt geformt.
Heute verschmilzt im Viertel historische Bausubstanz mit moderner Architektur. Rund 70 Prozent der alten Industrieflächen wurden saniert und erneuert. Mittlerweile haben sich hier über 8.000 Unternehmen niedergelassen. Dabei ist die Ausrichtung klar definiert: Etwa ein Drittel sind wissensbasierte Unternehmen, mehr als ein Viertel agieren exportorientiert. Parallel dazu wurde das Quartier als Bildungsstandort ausgebaut. Zehn Universitätscampus mit über 25.000 Studierenden und zwölf Forschungs- und Technologiezentren sorgen für einen engen Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft. Zudem wurden fast 1.600 öffentlich geförderte Wohneinheiten geschaffen.