Eine Erfolgsstory seit 2014
Mit den Worten „Das Modell, älteren Leuten einen Sinn zu geben, dass sie Spaß haben, dass sie Freude haben – ich bin mir sicher, die leben glücklicher und länger.“ hatte Carsten Maschmeyer seine Begeisterung für die Geschäftsidee zum Ausdruck gebracht. Und tatsächlich lief zunächst alles wie am Schnürchen. Die motivierten Seniorinnen und Senioren buken nach bewährten Rezepten süße Köstlichkeiten, begeisterten ihre Kundschaft und verdienten sich auf Minijob-Basis bis zu 520 Euro dazu – was im hochpreisigen München viel wert ist. Mindestens genauso wichtig war darüber hinaus der soziale Mehrwert. Die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen weiterzugeben sowie die Gewissheit, eine Aufgabe zu haben, erhöhte die Lebensqualität der Ladys und Gentlemen zwischen 60 und 85 erheblich.
Plötzlich knapp vor dem Aus
Doch dann kam die Pandemie – für die Gastronomie eine extrem harte Zeit. Und Kuchentratsch ging finanziell die Puste aus. So kam es im Juli 2022 zu einer Finanzierungslücke, die den Ausbau des Cafés mit eigener Backstube auf der Theresienhöhe 30 erst mal zum Stillstand brachte. Eine Crowdfunding-Kampagne sollte die Finanzierungslücke für geplante Investitionen schließen, doch der erhoffte Erfolg blieb aus. In einem bedauernden Instagram-Post informierte die Start-up-Gründerin Katharina Mayer die Öffentlichkeit über die bevorstehende Insolvenz. Knapp 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten ihren Job verlieren – und das, obwohl die Geschäftsidee schlüssig, charmant und authentisch war und in Sachen sozialer Integration Vorbildcharakter hatte.
