Place de Seine: Vom klassischen Bürogebäude zum vielseitigen Full-Service-Standort

Was erwarten Unternehmen heute von einem Bürostandort? Eine Antwort darauf gibt der Pariser Bürokomplex Place de Seine in erstklassiger Lage im Geschäftsviertel Neuilly-Levallois. Das rund 30.000 Quadratmeter große Objekt direkt am Seine-Ufer hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: vom klassischen Konzern-Hauptsitz zu einem vielseitigen, dienstleistungsorientierten Standort, passend zu den Bedürfnissen von New Work. 

Vielfalt gibt Sicherheit

Wer Immobilien über viele Jahre und Nutzungsarten hinweg betreut, entwickelt feine Antennen für Markttrends und kann diese frühzeitig antizipieren. Bei hausInvest haben wir deshalb bereits vor Jahren damit begonnen, insbesondere großflächige Büroimmobilien konsequent auf Mehrmieter-Konzepte umzustellen.

Warum? Weil Vielfalt Sicherheit gibt. Top-Lagen wie Neuilly-Levallois sind in stürmischen Zeiten zwar ein starker Anker, doch erst eine breite Mieterstruktur macht sie unabhängig vom Klumpenrisiko. Wo früher 70 Prozent der Fläche auf einzelne Hauptmieter entfielen, punktet Place de Seine heute mit einer ausgewogenen Mischung aus globalen und mittelständischen Unternehmen.

Die neuen Anforderungen ans Büro

Der Wandel in der Arbeitskultur hat den Schritt Richtung Vielfalt zusätzlich beschleunigt. Spätestens seit der Corona-Pandemie ist klar, dass traditionelle, auf Performance ausgerichtete Büroflächen nicht mehr ausreichen. Hybride Arbeitsmodelle, veränderte Erwartungen an den Arbeitsplatz und der Wunsch nach Flexibilität haben die Anforderungen spürbar verändert.

Das Büro wird heute stärker als ein Ort verstanden, der Austausch, Zusammenarbeit, Lernen und konzentriertes Arbeiten verbindet. Wer Mitarbeitende dazu bewegen will, den Weg ins Büro auf sich zu nehmen, muss daher mehr bieten als Schreibtische und Besprechungsräume. Gefragt sind hochwertige Flächen mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und einem Umfeld, das den Arbeitsalltag sinnvoll bereichert.
 

Grundlegender Wandel statt reine Schönheitsmaßnahmen 

Nach dem Auszug des ehemaligen Hauptmieters SAP im Jahr 2017 nutzte hausInvest die Gelegenheit: In Place de Seine wurden rund 10.000 Quadratmeter modernisiert, zentrale Gemeinschaftsflächen aufgewertet und das Service-Angebot erweitert. Auf einer Gesamtnutzfläche von rund 30.000 Quadratmetern entwickelte sich so ein Objekt, das nicht nur baulich modernisiert, sondern auch konzeptionell neu gedacht wurde.

Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist der Food Court, wo täglich mehr als 450 Mahlzeiten ausgegeben werden. Das gastronomische Angebot reicht von italienischer Küche über Suppen und täglich wechselnde Specials bis zu Take-away-Angeboten. Bei Bedarf lässt sich die Fläche als Konferenzbereich nutzen – ein Beispiel für die durchdachte Multifunktionalität des Standorts. Ergänzt wird das Angebot durch eine Cafeteria mit  Terrasse. Ebenfalls neu: ein Fitnesscenter mit über 200 aktiven Mitgliedern sowie hochwertig ausgestattete Meetingräume und Co-Working-Flächen mit konstant hohen Buchungsraten. 

Expertise aus einer Hand

Dass diese Transformation gelingen konnte, liegt an einer besonderen Stärke von hausInvest: Das Fondsmanagement unter dem Dach von Commerz Real greift auf ein engmaschiges Netzwerk aus Expert:innen im kaufmännischen und technischen Assetmanagement zurück. Hinzu kommt eine eigene Bauabteilung mit hoher Projektentwicklungs-Expertise, die es ermöglichte, die Umbaumaßnahmen intern zu steuern.

Diese Inhouse-Power war der entscheidende Hebel, um nach dem Ausstieg des Hauptmieters schnell handeln zu können. Das Ergebnis: eine Immobilie, die heute robuster aufgestellt ist als vor der Umgestaltung. Den Leerstand konnten wir zum ersten Quartal 2026 auf unter 15 Prozent senken – und das in einem nach wie vor wettbewerbsintensiven Markt.

Vorausschauendes Bestandsmanagement

Place de Seine ist für hausInvest nicht nur ein gelungenes Einzelprojekt, sondern auch ein Beispiel für das, was aktives Bestandsmanagement  leisten soll: Potenziale im Bestand frühzeitig erkennen, investieren, bevor externer Druck entsteht, und so Immobilien über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg immer wieder neu ausrichten.

Eine 1A-Lage ist wichtig, reicht allein aber nicht. Bestandsimmobilien müssen sich mit dem Markt, den Anforderungen der Mietenden und den allgemeinen Veränderungen der Arbeitswelt weiterentwickeln. Place de Seine zeigt, wie das funktionieren kann.