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Das Wichtigste in Kürze 

  • Der Ruf des Sparbuchs als sichere Geldanlage ist überholt: Alte Sparbücher bieten meist nur geringe Zinsen und fallen damit hinter dem durchschnittlichen Zinsniveau alternativer Sparanlagen weit zurück.
  • Um Ihr altes Sparbuch aufzulösen, bieten viele Banken Kündigungsformulare, die Sie entweder postalisch, in der Filiale und auch manchmal online einsenden können. Achten Sie bei einem eigens verfassten Kündigungsschreiben auf Vollständigkeit.
  • Bei der Kündigung des Sparbuchs wird Ihnen das Geld nach Ablauf der Kündigungsfrist ausbezahlt. Um vorher darauf zuzugreifen, werden ab einem Sparbuchbetrag von 2.000 Euro sogenannte Vorschusszinsen fällig.
  • Um auf fremde Sparbücher zugreifen zu können, benötigen Sie das Sparbuch oder eine offizielle Berechtigung, zum Beispiel einen schriftlichen Erbanspruch.
  • Alte Sparbücher in D-Mark können Ihnen bei der Bank ausbezahlt werden; Sparbücher aus Reichsmark- oder DDR-Zeiten haben ihre Gültigkeit leider verloren.
  • Als Alternative zum klassischen Sparbuch bieten wertstabile Investmentfonds oder – für risikofreudigere Anleger:innen – Aktien sowie ETFs.

Lohnt sich ein Sparbuch noch?

Das klassische Sparbuch war lange Zeit eines der beliebtesten Anlageprodukte der Deutschen. Vor allem aufgrund seiner Sicherheit entschieden sich in der Vergangenheit viele Anleger:innen dafür. Und noch immer vertrauen rund 35 Prozent der Bevölkerung auf das Sparbuch als Geldanlage – Tendenz sinkend, denn 2015 waren es noch über 50 Prozent.1 Mittlerweile werden die Sparbeträge jedoch nicht mehr in einem kleinen Buch festgehalten, sondern auf Sparkonten verwaltet, die wie reguläre Girokonten mit einer Bankkarte zugänglich sind.  
 
Seinem Ruf als sichere Geldanlage wird das Sparbuch aber schon seit einiger Zeit nicht mehr gerecht: Denn selbst bei steigenden Zinsen bieten die meisten Banken nur geringe Zinssätze zwischen 0 Prozent und 1 Prozent pro Jahr. Ein Beispiel: Angenommen, Sie zahlen heute 10.000 Euro in Ihr Sparbuch ein. Mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent hätten Sie damit in 20 Jahren nur rund 1.000 Euro Plus erzielt.   
 
Die Inflationsrate (1,9 Prozent, Stand: Februar 2026) ist zwar nach den Rekordjahren wieder deutlich gesunken, bleibt aber weiterhin ein Faktor für den realen Wertverlust von Ersparnissen. Zumal internationale Krisenherde nicht weniger werden und Energiepreise in jüngster Vergangenheit schwer kalkulierbar geblieben sind. Ein erneuter Anstieg der Inflation ist also keineswegs ausgeschlossen. Auch aktuell liegt die Inflationsrate immer noch über der durchschnittlichen Sparbuch-Zinsrate. Als Sparbuchinhaber:in verlieren Sie also faktisch Geld – eine traurige Wahrheit, die Ihnen jedoch auch neue Chancen bieten kann.


Sparbuch auflösen: So kündigen Sie im Handumdrehen

Wenn Sie sich bereits dazu entschlossen haben, Ihr Sparbuch zu kündigen, müssen Sie diese Entscheidung nur noch in schriftlicher Form an Ihre Bank übermitteln.

Häufig stellen die Banken selbst dafür vorgesehene Formulare zur Verfügung. Dieses erhalten Sie meist direkt online oder auf Nachfrage. Das ausgefüllte Formular bzw. Ihr formgerechtes Kündigungsschreiben können Sie Ihrer Bank postalisch zusenden oder, wenn möglich, in einer Filiale einreichen. Kündigungen online oder per Mail sind weniger üblich – schauen Sie dazu am besten noch einmal in Ihre Vertragsunterlagen.

Schließlich kann nach erfolgreicher Kündigung der Restbetrag Ihres Sparbuchs entweder auf Ihr Bankkonto umgebucht oder auch ausgezahlt werden.

Ihr Kündigungsschreiben: Die wichtigsten Elemente

Bei einer Kündigung auf postalischem Weg sollten Sie auf die korrekte Form Ihres Kündigungsschreibens achten, um seine Gültigkeit sicherzustellen. Hier finden Sie eine Übersicht, welche Informationen in Ihrem Kündigungsschreiben nicht fehlen sollten:

Empfänger:in
Nennen Sie die genaue Adresse Ihrer Bankfiliale, an die Sie Ihre Kündigung schicken. Nennen Sie hier eventuell auch Ihren Berater oder Ihre Beraterin.
Absender:in
Nennen Sie den vollen Namen und die Adresse des Sparbuchinhabers.
Sparbuchnummer
Vermerken Sie unbedingt die Nummer Ihres Sparbuchs. Diese finden Sie meist auf oder in dem Sparbuch. Ansonsten können Sie diese bei Ihrer Bank erfragen.
Betreff
Im Betreff nennen Sie den Zweck des Schreibens, nämlich die Kündigung Ihres Sparbuchs.
Anschreiben
Formulieren Sie in Ihrem Anschreiben kurz und knapp den Zweck des Schreibens sowie das Datum Ihrer Kündigungsfrist.
Bankverbindung
Sollte sich zum Zeitpunkt Ihrer Kündigung noch Geld auf Ihrem Sparbuch befinden, wird es Ihnen auf Ihr aktuelles Konto übermittelt. Dazu werden Ihre Bankdaten benötigt.
Bitte um Bestätigung
Bitten Sie Ihre Bank um eine schriftliche Bestätigung, dass Ihre Kündigung eingegangen ist und bearbeitet wird. 
Unterschrift
Mit Ihrer persönlichen Unterschrift verleihen Sie Ihrem Kündigungsschreiben Gültigkeit. 

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DDR- oder D-Mark-Sparbücher auflösen: Was Sie beachten sollten

Nicht erst seit Jahrzehnten, schon seit Jahrhunderten erfreuen sich Sparbücher großer Beliebtheit – und so auch zu DDR- und D-Mark-Zeiten. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass über die Jahre zahlreiche Sparbücher verloren gingen und in Vergessenheit gerieten. Nicht selten passiert es deshalb, dass immer wieder alte Sparbücher aus ehemaligen Währungszeiten auftauchen. Häufig lautet dabei die Frage: Lassen sich solche Sparbücher noch auflösen?

Haben Sie beim Aufräumen ein altes Sparbuch aus D-Mark-Zeiten entdeckt, lautet die Antwort: Ja, der verbleibende D-Mark-Betrag des Sparbuchs wird dann in Euro umgerechnet und Ihnen ausbezahlt. Sparbücher in DDR- oder gar Reichsmark wiederum haben ihre Gültigkeit verloren und lassen sich somit nicht mehr auflösen.


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1Verband der Privaten Bausparkassen, Umfrage „Top-Geldanlagen 2025" (Kantar, Mai 2025, n > 2.000). 2015 lag der Anteil noch bei über 50 %. Quelle: https://www.bausparkassen.de/2025/05/28/top-geldanlagen-2025-motto-blick-richtet-sich-in-die-zukunft/ historischer Vergleichswert 2015 via Statista (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13314/umfrage/aktuell-genutzte-geldanlagen-der-deutschen/)