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Was sind thesaurierende Fonds?

Bei einem Investment in einen thesaurierenden Fonds werden die erzielten Renditen nicht ausbezahlt, sondern automatisch und ohne zusätzlichen Handlungsbedarf der Anleger:innen reinvestiert.

Dadurch, dass der Gewinn einbehalten wird, kommt es zum Zinseszinseffekt: Nicht nur die ursprüngliche Anlagesumme wird verzinst, sondern auch die zusätzliche Ertragssumme. Der Zinseszinseffekt sorgt somit für eine dynamische und stetige Wertentwicklung.

Vor allem in diesem Aspekt unterscheiden sich die thesaurierenden von den ausschüttenden Fonds, die erzielte Renditen sofort an ihre Anleger:innen auszahlen und somit keine Zinsvorteile für sich nutzen. Durch den Zinseszinseffekt eignen sich thesaurierende Fonds vor allem für langfristige Geldanlagen, die über viele Jahre stabil anwachsen sollen.  

Weil sie höhere Renditen abwerfen, existieren auf dem deutschen Finanzmarkt überwiegend thesaurierende Fonds, ob als ETF, Aktien- oder Immobilienfonds. Damit sich Anleger:innen Gewinne aus thesaurierenden Fonds auszahlen lassen können, müssen sie allerdings ihre Fondsanteile zurückgeben oder verkaufen, was für viele einen zusätzlichen oder unerwünschten Aufwand bedeuten kann. 

Was bedeutet thesaurierend? 

Was nach einer Dinosauriergattung klingen mag, kommt eigentlich aus dem Alt-Griechischen, wo thesaurós so viel bedeutete wie „Schatzkammer”. Der heutige Finanzbegriff der Thesaurierung kann also mit einer Anhäufung von Schätzen übersetzt werden. Die Anhäufung besteht – im Gegensatz zur Ausschüttung – in der Einbehaltung und Reinvestition der Gewinne. 

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