Schritt 3: Ihren Anlagetypen bestimmen
Überlegen Sie, wie es um Ihre persönlichen Anlagepräferenzen steht. Dabei unterscheidet man in der Regel zwischen vier Anlagetypen:
- Wenn Sie Anlagerisiken aktiv meiden und auf Planbarkeit, Zuverlässigkeit und eine stetige Wertentwicklung setzen, sind Sie ein sicherheitsorientierter Typ.
- Wenn Sie immer noch einen Fokus auf Stabilität legen, aber einen Teil der Sicherheit für höhere Renditen opfern können, sind Sie am ehesten der konservative Anlagetyp.
- Ist Ihnen der Wertzuwachs wichtiger als die Wertstabilität, dann gelten Sie als gewinnorientierter Typ.
- Zum chancenorientierten Anlagetyp zählen Sie, wenn Sie besonders risikofreudig sind und auch renditestarken, aber hochriskanten Investments eine Chance geben.
Bitte beachten Sie aber: Wenn es um die finanzielle Vorsorge für Ihr Kind geht, sollten Sie in erster Linie auf Sicherheit setzen – auch wenn Sie persönlich über die nötige Risikotoleranz verfügen.
Schließlich liegt es in Ihrer Verantwortung, die finanzielle Absicherung Ihres Kindes während seiner Kindheit und Jugend auszubauen. Je risikoärmer die Geldanlage also ist, desto weniger müssen Sie sich Sorgen um einen plötzlichen Wertverlust machen.
Schritt 4: Ihren Anlagetypen bestimmen
In diesem Schritt geht es um den Zeitraum, in dem Sie Ihre finanzielle Vorsorge aufbauen möchten. Hieran entscheidet sich auch, welche Anlageprodukte infrage kommen oder auch ausgeschlossen werden können. Denn nicht alle Produkte funktionieren für jeden Anlagezeitraum.
Ein kurzer Anlagezeitraum dauert in der Regel zwischen einem und 3 bis 4 Jahren. Unter den Anlagen mit kürzeren Laufzeiten finden sich einige, die vor allem eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit in den Vordergrund rücken. Die Renditen fallen dabei meist eher geringer aus.
Bei einem langen Anlagezeitraum haben Sie deutlich mehr Chancen, höhere Renditen zu erzielen, ohne große Risiken eingehen zu müssen. Zwar bleibt Ihr angelegtes Geld länger gebunden, doch Ihnen bleiben trotzdem Möglichkeiten, um Ihre Anlage flexibel zu gestalten – zum Beispiel über einen Fondssparplan, wie wir ihn oben unter Do 3 bereits vorgestellt haben.
Schritt 5: Ihren Sparbetrag festlegen
Um die finanzielle Vorsorge für Ihr Kind per Sparplan zu starten, sind grundsätzlich monatliche Sparbeträge ab 50 Euro ideal. Wie wir jedoch schon bei Schritt 2 gesehen haben, sollten Sie nur den Betrag für eine Geldanlage in Betracht ziehen, den Sie am Ende des Monats wirklich entbehren können.
Wenn Sie also zeitweise nur weniger Geld zur Verfügung haben, sollten Sie die Sparrate entsprechend heruntersetzen – sonst ist das Risiko zu hoch, dass Sie die Geldanlage für Ihr Kind frühzeitig wieder auflösen müssen.
Starten Sie anfangs also lieber mit einem kleineren Betrag. Sollte sich in den folgenden Monaten und Jahren zeigen, dass Ihnen doch mehr Geld zur Verfügung steht, können Sie Ihre Sparrate immer noch erhöhen oder den Anlagebetrag durch Einmalzahlungen aufpolstern.
Mit dem Offenen Immobilienfonds hausInvest können Sie für Ihren Nachwuchs schon einen Sparplan ab 10 Euro monatlich abschließen. Je nach Bedarf können Sie Ihre Sparrate individuell und flexibel anpassen und durch Einmalbeträge ergänzen.
Schritt 6: Die passende Geldanlage bestimmen
Tagesgeldkonten
Ein Tagesgeldkonto eignet sich vor allem dann, wenn Sie eher kurzfristige Anlageziele verfolgen und möglichst flexibel auf Ihr angelegtes Geld zugreifen möchten. Es schreibt keine feste Laufzeit vor, dadurch bleibt Ihr angelegtes Geld in Ihrer Kontrolle.
Für die hohe Flexibilität müssen Sie jedoch potenziell schwankende und eher geringe Zinsraten in Kauf nehmen – immer abhängig davon, wie es gerade um die Situation am Markt steht. Gleichzeitig müssen Sie darauf achten, eine bestimmte Guthaben-Mindesthöhe nicht zu unterschreiten. Ein Tagesgeldkonto kann also vor allem dann nützlich sein, wenn Sie das dort angelegte Geld zeitnah in Anspruch nehmen möchten.
Festgeldkonten
Mit einem Festgeldkonto gelten ähnliche Konditionen wie beim Tagesgeldkonto. Hier können Sie jedoch erst nach einem festgelegten Zeitraum mit meist mittlerer Laufzeit (bis zu 10 Jahre) wieder auf Ihr Geld zugreifen. Damit sind Sie zwar weniger flexibel, profitieren jedoch meist von etwas höheren, festgesetzten Zinsraten.
Ein Festgeldkonto als Mittel zur finanziellen Vorsorge kann sich dann eignen, wenn Sie in erster Linie den Werterhalt Ihres angelegten Geldes anstreben. Für einen echten, langfristigen Vermögensaufbau sind die Laufzeiten dieser Anlageform jedoch meist zu kurz.
Offene Immobilienfonds
Mit einem Offenen Immobilienfonds investieren Sie in den Sachwert Immobilien – meist in mehrere gleichzeitig. Das zuständige Management des Immobilienfonds ist dabei für den Kauf und Verkauf von Fondsimmobilien zuständig.
Meist sind Offene Immobilienfonds breit gestreut – sowohl über Nutzungsarten und Mieterstruktur als auch die Lage der Immobilien: Gut aufgestellte Immobilienfonds wie hausInvest verwalten Fondsportfolios mit über 160 (Token)Immobilien auf der ganzen Welt. Damit kann das Anlagerisiko effektiv gesenkt werden, weshalb Offene Immobilienfonds grundsätzlich als zuverlässige und risikoarme Geldanlage gelten.
Aufgrund des geringen Risikos und der langfristigen Ausrichtung ist ein Offener Immobilienfonds auch als Geldanlage für Kinder gut geeignet. Mit hausInvest beispielsweise können Sie auch direkt im Namen Ihres Nachwuchses ein Junior Depot eröffnen und Geld anlegen – zum Beispiel in Form eines hausInvest Fondssparplans.
ETF-Sparplan
ETFs (Exchange-Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden die Wertentwicklung großer Börsenindizes nach, wie beispielsweise vom Dow Jones oder DAX. Diese Art der Geldanlage bietet Ihnen meist höhere Renditen, doch gleichzeitig müssen Sie auch mit hohen Risiken rechnen – bis hin zum Totalverlust.
Bei ETFs empfiehlt sich eine langfristige Geldanlage über einen Sparplan. Damit haben Sie im besten Fall genug Zeit, um mögliche Börsenschwankungen auszugleichen. Trotzdem sind Sie hier darauf angewiesen, dass der Kurs gut steht, wenn Sie sich bzw. Ihrem Nachwuchs die Gewinne auszahlen möchten. Sonst besteht das Risiko, dass Sie Verluste machen und Ihren Gewinn deutlich schmälern.
Aufgrund des erhöhten Risikos eignet sich ein Investment in ETFs nur für erfahrene Anleger:innen. Doch auch dann sollten Sie bei der Geldanlage für Ihren Nachwuchs niemals Ihr ganzes Anlagekapital in ETFs investieren. Teilen Sie Ihr Kapital lieber zwischen ETFs und einer risikoarmen Geldanlage wie Tagesgeld oder Offenen Immobilienfonds auf, um Ihr Anlagerisiko möglichst gering zu halten.
Schritt 7: Steuerliche Vorteile nutzen
Wer finanziell für die eigenen Kinder vorsorgen möchte, dem winken auch so einige steuerliche Vorzüge. Insbesondere dann, wenn Sie eine Geldanlage im Namen Ihres Kindes abschließen, können Sie echtes Geld sparen. Wie genau das funktioniert und welche Freibeträge Ihnen dabei zur Verfügung stehen, erfahren Sie oben unter Do 2.
Schritt 8: Die Vorzüge mündelsicherer Anlagen
Eine mündelsichere Geldanlage ist vor allem dazu gedacht, das Vermögen des Mündels bzw. der minderjährigen Person zu schützen und zu erhalten. Dafür wird eine mündelsichere Geldanlage grundsätzlich im Namen der minderjährigen Person eingerichtet. Die Eröffnung einer mündelsicheren Geldanlage ist dann vorgeschrieben, wenn die minderjährige Person unter gesetzlicher Vormundschaft und nicht unter elterlicher Vorsorge steht.
Eltern, die für ihre Kinder Geld anlegen möchten, schließen in dem Sinne zwar keine mündelsichere Geldanlage ab – es lohnt sich aber ein Blick auf Geldanlagen, die in der Vergangenheit schon als mündelsicher anerkannt wurden. Denn dabei handelt es sich um besonders risikoarme und wirtschaftlich vorteilhafte Anlageprodukte, die von einem Familiengericht als mündelsicher genehmigt werden müssen.
Am häufigsten werden Anlageprodukte wie Sparbücher, Pfandbriefe oder Staatsanleihen als mündelsichere Geldanlage genutzt – es können aber beispielsweise auch Offene Immobilienfonds oder sogar Aktien als mündelsicher anerkannt werden. Dafür ist in jedem Einzelfall ein Urteil durch ein Familiengericht notwendig.
Unser Offener Immobilienfonds hausInvest wurde in der Vergangenheit immer wieder als mündelsichere Geldanlage bewilligt. Damit eignet er sich besonders gut für den langfristigen und wertstabilen Vermögensaufbau – ob als Geldanlage für Mündel oder als finanzielle Vorsorge für die leiblichen Kinder.