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Noch immer tun sich viele Deutsche schwer mit dem aktiven Vermögensaufbau: statt zu Fonds, Aktien & Co. greifen weiterhin 41 Prozent nur zum Girokonto und über 40 Prozent zum Sparkonto – obwohl 57 Prozent der Bevölkerung 2025 Geld angelegt haben.1

Und das, obwohl der deutsche Finanzmarkt im internationalen Vergleich als besonders attraktiv für Anleger:innen gilt – nicht zuletzt wegen der ständig wachsenden Zahl an Online-Anbietern und -brokern, die Anleger:innen das Investieren noch einfacher machen.2

Dabei müssen es nicht immer gleich die riskantesten Aktien sein. Der Finanzmarkt bietet Ihnen eine breite Palette an risikoarmen Investmentprodukten, die eine gute Alternative zum klassischen Sparbuch oder Girokonto darstellen – nur dass Sie damit Ihr Kapital tatsächlich vor dem langfristigen Wertverlust schützen können.

Wie Sie also vorgehen, um endlich den Wechsel vom Sparkonto zur Welt der Geldanlagen zu machen und so Ihren Vermögensaufbau richtig in Angriff nehmen, lesen Sie hier.

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Das Wichtigste in Kürze 

  • Zum Start Ihres Vermögensaufbaus kommt es vor allem darauf an, Ihre finanzielle Situation realistisch einzuschätzen, um eine Geldanlage zu finden, die zu Ihnen passt – z.B. anhand der Verortung im Vermögensmodell.
  • Wer keine großen Startbeträge zur Verfügung hat, kann den Vermögensaufbau auch mit einem Sparplan starten: Manche können Sie schon ab 10 Euro monatlich abschließen.
  • Für Ihren Vermögensaufbau sollten Sie eine Geldanlage wählen, mit der Sie sich wohlfühlen und die Sie verstehen – so finden Sie eine Strategie, der Sie vertrauen.
  • Verschiedene Anlageklassen bringen diverse Vor- und Nachteile mit ins Portfolio. Achten Sie deshalb auf eine breite Streuung, um einen guten Ausgleich zu schaffen.
  • Ihr Portfolio sollte Ihre persönlichen Präferenzen widerspiegeln: Wenn sich Ihr berufliches oder privates Leben grundsätzlich verändert, sollten Sie auch Ihre Geldanlagen neu bewerten und gegebenenfalls anpassen.

Vor Ihrem Investment: Finanzen & Anlage-Basics

1. Prinzip: Investieren statt Sparen

Wenn Sie einen langfristigen Vermögensaufbau anstreben, wird reines Sparen nicht ausreichen. Sparen meint das Zurücklegen von Geld, das Sie übrig haben – zum Beispiel die Restsumme, die Ihnen am Ende des Monats auf dem Konto bleibt.

Dieses Geld auf ein Sparkonto zu stecken oder direkt auf dem Girokonto aufzubewahren, ist für viele deutsche Sparer:innen das Mittel der Wahl: Durchschnittlich 10,3 Prozent des Einkommens wurden so in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 gespart (ca. 270 Euro / Monat pro Person).3 Das Problem: Aufgrund der Inflation verliert das gesparte Geld mit der Zeit an Wert. Wer aktuell zum Beispiel 10.000 Euro gespart hat, wird in 10 Jahren nur noch rund 8.200 Euro zur Verfügung haben, gemessen an der Kaufkraft. 

Hier kommt Investieren ins Spiel: Um den Wert des Ersparten zu erhalten und zu vermehren, ist Geldanlegen unvermeidlich. Dann erwirtschaftet Ihr Geld nämlich Renditen, die im besten Fall über der Inflationsrate liegt und Ihnen so ein Plus einbringt.

Für den aktiven Vermögensaufbau kommen Sie ums Investieren nicht herum – und hier erfahren Sie, worauf es dabei ankommt und wie Sie Ihren Vermögensaufbau starten.


2. Prinzip: Die Bestandsaufnahme - Startpunkt für jedes Investment

Um abschätzen zu können, wie Sie Ihr Kapital aufbauen möchten, sollten Sie sich erst einmal einen ausführlichen Überblick über Ihre Finanzlage verschaffen:

  • Welche monatlichen Einnahmen haben Sie?
  • Wie viel davon geht wieder für Miete, Versicherungen und Verträge ab?
  • Steht demnächst eine Gehaltserhöhung an?
  • Haben Sie Schulden oder Kredite, die noch abbezahlt werden müssen?
  • Möchten Sie regelmäßig Beträge für einen Urlaub zur Seite legen?

Die Bestandsaufnahme zielt darauf ab, dass Sie genau wissen, welche Beträge am Ende eines Monats übrigbleiben, damit Sie möglichst langfristig planen können.

Und auch wenn so eine Finanzübersicht vielleicht erst einmal langweilig erscheint, hat sie auch etwas Gutes: Wenn Sie ordentlich Ihre monatlichen Ausgaben durchkämmen, entdecken Sie vielleicht noch Kostenfresser in Form zu teurer Verträge oder veralteter Abos. So können Sie sich auf lange Sicht unnötige Kosten sparen.


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1Postbank-Umfrage (2025, Okt.). 34% Aktien/Fonds (↑7 Pp), ETFs 21% (↑8 Pp), Girokonto weiter Top (41%). https://www.postbank.de/unternehmen/medien/meldungen/2025/oktober/deutschland-bleibt-ein-land-der-sparer.html

2Bundesverband deutscher Banken (2026, 05. Jan.). Umfrage Geldanlage 2025/2026: 57% anlegen (↑5 Pp), Sparkonto/Tagesgeld 40–43%, Aktien/Fonds 40% bevorzugt. https://bankenverband.de/sites/default/files/medien/3/dokumente/2026-01-05_charts-umfrage-geldanlage.pdf

3Statistisches Bundesamt (2025, 28. Oktober). Sparquote 10,3% im 1. Halbjahr 2025 (je 100 € Einkommen 10,30 € gespart, 270 €/Monat). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/10/PD25_N059_81.html

4Verbraucherzentrale (2024, 07. November). Geldanlage und Altersvorsorge: So legen Sie Ihr Erspartes am besten an! https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/geldanlage-und-altersvorsorge-so-legen-sie-ihr-erspartes-am-besten-an-43767