Aktien oder Immobilien: Was sich 2026 für Sie mehr lohnt 

Lesezeit10 Min.
zuletzt aktualisiert24.04.2026
KategorieImmobilien-Investment
Ein modernes Hochhaus mit verspiegelter Glasfassade unter bewölktem Himmel.

Bei der Geldanlage zählt vor allem eins: die richtige Entscheidung für Ihre Situation, nicht für den Durchschnittsanleger. Aktien und Immobilien sind die beiden wichtigsten Anlageformen für privaten Vermögensaufbau – und landen deshalb schnell im direkten Vergleich.

Doch welche Geldanlage eignet sich wann und für welchen Anlagetyp? Und wie steht es 2026 um Aktien und Immobilien? Erfahren Sie hier, worauf es beim Vergleich ankommt und welche Geldanlage zu Ihnen passt.

 

Aktien vs. Immobilien: Wie unterscheiden sie sich grundsätzlich?

Aktien können der Turbo im Portfolio sein: hohe Renditechancen, schnelle Handelbarkeit. Dafür muss man auch starke Kursschwankungen verkraften können. Immobilien funktionieren anders und ergänzen Aktien gut. Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst bei der Commerz Real, bringt es auf den Punkt: „Als stabilisierender Faktor in einem Portfolio gehört eine Immobilienanlage eigentlich immer dazu." Die Volatilität ist deutlich geringer, Wertentwicklungen verlaufen gleichmäßiger. So können sie in Krisenzeiten die Schwankungen am Aktienmarkt abfedern.

Natürlich gibt es auch Immobilien-Investments mit höherem Risiko und höheren Renditechancen. Doch dann stellt sich die Frage: Wäre man mit Aktien nicht flexibler bedient?

Weitere wesentliche Unterschiede zwischen Aktien- und Immobilien-Investments sind:

  • Einstiegshürde: Aktien sind schon ab wenigen Euro handelbar. Für den Kauf einer Immobilie brauchen Sie dagegen erhebliches Eigenkapital, oft ergänzt durch Kredite. Doch Alternativen wie Offene Immobilienfonds senken diese Hürde deutlich.
  • Flexibilität: Aktien lassen sich innerhalb von Sekunden kaufen und verkaufen. Immobilien binden Ihr Kapital langfristig, beim Direktkauf oft über Jahrzehnte. Wer kurzfristig an sein Geld muss, ist mit Aktien besser bedient.
  • Wertstabilität: Bei Aktien sind kurzfristig höhere Renditen möglich, dafür müssen Sie mit stärkeren Schwankungen rechnen. Es kann also sein, dass die Kurse genau dann im Keller sind, wenn Sie an Ihr Geld müssen. Immobilien bieten das Gegenteil: weniger Ausschläge, dafür eine verlässlichere Wertentwicklung über die Zeit.
  • Aufwand: Ein Aktiendepot lässt sich weitgehend passiv führen, besonders mit ETFs. Eine eigene Immobilie erfordert laufendes Engagement für Instandhaltung, Vermietung und Verwaltung. Lösungen wie Offene Immobilienfonds bieten diesen Komfort auch mit Immobilien, denn ein professionelles Fondsmanagement kümmert sich um alles.


Aktien: Die klassische Wertpapieranlage

Wenn Sie Aktien kaufen, erwerben Sie in der Regel einen – meist sehr kleinen – Anteil an einem bestimmten Unternehmen. Ihre Rendite kann dabei über zwei Wege entstehen:

Das Unternehmen erwirtschaftet Gewinne und schüttet einen Teil dieser Gewinne in Form von Dividenden an seine Anleger:innen aus.

Unternehmensaktien können auch im Kurs steigen, sodass der Wert einer einzelnen Aktie zunimmt. Nach diesem Wertzuwachs können Sie Ihre Aktie dann mit Gewinn, also zu einem höheren Preis, weiterverkaufen. Im Umkehrschluss können beim Verkauf aber auch Verluste entstehen, wenn der Kurs fällt.

Man unterscheidet außerdem zwischen Stamm- und Vorzugsaktien. Inhaber von Stammaktien sind Gesellschafter:innen und können bei Hauptversammlungen mit über die Unternehmenspolitik abstimmen. Anleger:innen mit Vorzugsaktien haben kein Stimmrecht, erhalten dafür aber etwas höhere Dividenden.
 

Weitere Formen von Aktien-Investments

  • Aktienfonds sind Instrumente, die in mehrere Aktien gleichzeitig investieren, oft nach Land, Branche oder anderen Kriterien ausgewählt. Durch die Verteilung vermindern sie das Risiko eines höheren Verlusts. Sie reduzieren damit aber auch die Gesamtrendite, wenn sich einzelne Werte im Portfolio als schwächer erweisen. Außerdem wird ein gewisser Kapitalanteil für das Management abgezogen.
  • Mischfonds, englisch Multi Asset Fonds, können neben Aktien auch Wertpapiere anderer Anlageformen enthalten.
  • Indexfonds, englisch ETFs („Exchange-Traded Funds"), sind Fonds, die einen bestimmten Index nachbilden. Dies ist meist ein Aktienindex. Es gibt aber auch ETFs für Indizes anderer Wertpapierarten wie Anleihen oder Geldmarktpapiere. Da ETFs kein spezialisiertes Fondsmanagement benötigen, entfallen die entsprechenden Kosten; d.h. ETFs sind günstiger als aktiv gemanagte Fonds. 

Anlageprofil: Aktien

Erfahrung
Mittel bis hoch: Kenntnisse vom Aktienmarkt und seinen Bewegungen sollten vorhanden sein. 
Engagement
Mittel bis hoch: Vor allem bei einzelnen Aktien-Investments selbstständiges Kaufen/Verkaufen erforderlich
Kapital
Niedrig bis mittel: Je nach Unternehmen sind einzelne Aktien schon ab wenigen Euro verfügbar
Risikobereitschaft
Mittel bis hoch: Bei Kursschwankungen Wertverlust bis hin zum Totalverlust möglich
Anlagehorizont
Kurz- bis langfristig: Haltespannen von wenigen Monaten bis vielen Jahren möglich

Immobilien: Die Geldanlage in „Betongold"

Immobilien gehören als sogenanntes „Betongold“ zu den Sachwertanlagen schlechthin. Wie auch andere Sachwerte verfügen sie über einen physischen Eigenwert, der dafür sorgt für eine relativ hohe Wertstabilität. Das kommt auch Ihnen als Anleger:in zugute, weil Ihr Kapital somit in der Regel keinen hohen Wertschwankungen ausgesetzt wird.

Auch die Rendite von Immobilien ergibt sich meist auf zwei verschiedene Arten:

  1. Die Immobilie wird vermietet und erwirtschaftet dadurch Gewinne in Form von regelmäßigen Mieteinnahmen.
  2. Da Immobilien in der Regel – bei entsprechender Pflege, Instandhaltung und Modernisierung – mit der Zeit an Wert gewinnen, ist auch der Verkauf eine Möglichkeit, um mit einer Immobilie Gewinn zu erzielen.

Als Anleger:in haben Sie viele verschiedene Möglichkeiten, um in Immobilien zu investieren:


Der Kauf einer eigenen Immobilie

Die eigene Immobilie, also das „eigene Dach über dem Kopf", bietet nicht nur mietfreies Wohnen, sondern wird auch gern als Altersvorsorge betrachtet. Außerdem können Immobilien reine Anlageobjekte sein. Rendite erhalten Sie dann entweder durch die Vermietung oder Sie setzen auf die Wertsteigerung, die sich dann im Verkaufsfall auszahlt.

Der Nachteil einer eigenen Immobilie: Ihr gesamtes Kapital ist in einem Objekt gebunden – das sogenannte Klumpenrisiko. Im Falle eines Wertverlustes haben Sie dann keine Möglichkeit, ihn auszugleichen und Ihr Kapital zu schützen. 

Anlageprofil: Immobilienkauf

Erfahrung
Hoch: viel Expertise notwendig, um geeignetes Kaufobjekt auszusuchen
Engagement
Hoch: alleinige Verantwortung für Instandhaltung, Reparaturen, Sanierungen etc.
Kapital
Hoch: viel Eigenkapital notwendig, meist zusätzliche Kredite nötig
Risikobereitschaft
Mittel bis hoch: Klumpenrisiko beim Kauf einer einzelnen Immobilie, alleinige Verantwortung für Werterhalt bzw. Wertentwicklung der Immobilie
Anlagehorizont
Langfristig: meist mit langjährigen Kreditzahlungen verbunden

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind der ideale Einstieg: schon für kleines Geld zu haben, einfach zu verstehen und bieten eine stabile Wertentwicklung1. Vor allem müssen Sie sich als Anleger:in bei dieser Art des Immobilien-Investments nicht um einzelne Objekte kümmern.

Ein guter Offener Immobilienfonds besitzt ein breites Portfolio von Immobilien an verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten. Das Fondsmanagement sorgt dabei für Auswahl, Pflege, Vermietung und, wenn nötig, den gewinnbringenden Verkauf von Objekten. 

Anlageprofil: Offene Immobilienfonds

Erfahrung
Niedrig: kein spezielles Immobilien- oder Finanz-Know-how erforderlich
Engagement
Sehr niedrig: Instandhaltung, Vermietung, Vermarktung etc. wird vom Fondsmanagement übernommen
Kapital
Niedrig: Investment schon ab 10€ monatlich möglich
Risikobereitschaft
Niedrig: sehr geringe Anlagerisiken, hohe Wertstabilität
Anlagehorizont
Mittel- bis langfristig: gesetzliche Mindesthaltefrist von 24 Monaten, Kündigungsfrist von 12 Monaten

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind gerade bei erfahrenen Anleger:innen weit verbreitet: Ihre Stabilität ermöglicht es nämlich, guten Gewissens auch in riskantere Anlagen zu investieren. Erfahren Sie hier mehr über das „Must-Have“ unter den Immobilien-Investments.

Offene vs. geschlossene Fonds

Achtung: Verwechseln Sie Offene Immobilienfonds bitte nicht mit Geschlossenen Immobilienfonds. Sie heißen ähnlich und investieren beide in Immobilien, doch da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Aus Geschlossenen Immobilienfonds kommen Sie nicht so leicht raus und Sie investieren oftmals in nur eine Immobilie – also deutlich riskanter. Hier erfahren Sie mehr zu den Unterschieden. 

5 Faustregeln für das Überleben im Kapitalmarkt 

  1. Unwissen ist der größte Risikofaktor: Es gibt gute, einfache Produkte für Einsteiger:innen. Aber auch da braucht es Grundkenntnisse, um falsche Erwartungen zu vermeiden. Informieren Sie sich deshalb immer über die grundlegenden Dynamiken und Funktionsweisen der Geldanlage, die Sie gerade in Betracht ziehen.
  2. Finger weg von „heißen Tipps“ aus fragwürdigen Quellen: Seriöse Informationsquellen vermeiden solche Aufhänger. Wer wirklich gute, ungewöhnliche Tipps hat, verwendet sie für sich selbst. Das gleiche gilt übrigens für das Gegenteil: Auch Warnungen sind oft nur Verkaufsmasche. Auch hier bewährt sich deshalb wieder ein grundlegendes Verständnis
  3. Nicht alle Eier in einen Korb legen: Die Verteilung Ihres Anlagebetrags (auch Diversifikation genannt) auf verschiedene Anlageinstrumente ist die einfachste Form, Ihr Kapital zu schützen. Ihre Geldanlagen können sich so gegenseitig ausgleichen, dadurch wird Ihr Anlagerisiko wird gesenkt.
  4. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Euphorie auch: Bleiben Sie rational, machen Sie sich einen Plan (Was kaufen? Wie lange halten? etc.) – und halten Sie sich daran. Die immer noch einfachste Anlagestrategie ist die passive: Suchen Sie Ihre Geldanlage sorgfältig aus und lassen Sie sie danach möglichst viele Jahre in Ruhe.  
  5. Vergessen Sie die Kosten nicht: Viele Anlageangebote stellen vor allem die Bruttorendite dar. Dahinter steckt keine böse Absicht: Nur Bruttorenditen erlauben den Vergleich unterschiedlicher Angebote. Was Sie selbst dann netto erhalten, können auch nur Sie selbst ausrechnen – denn Depot- und Ordergebühren, Steuern und Nebenkosten aller Art fallen je nach Anleger:in unterschiedlich aus.  

    Bei einem Immobilienkauf rechnet man zum Beispiel mit bis zu 15 % oder mehr des Kaufpreises. Und auch Rücklagen für Instandhaltung und Mietausfall müssen von der Bruttorendite abgezogen werden. 

Marktüberblick 2026: Welche Chancen bieten Immobilien und Aktien aktuell?

Der Aktienmarkt 2026: Nichts für schwache Nerven

2025 war ein Jahr der Extreme: Der DAX legte rund 20 Prozent zu und überschritt erstmals die Marke von 24.000 Punkten.2 Der S&P 500 stieg um etwa 17 Prozent in US-Dollar, getrieben vor allem durch die KI-Euphorie bei Tech-Werten.3 Wer investiert war, konnte profitieren.

Doch die Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte. Dazwischen lagen heftige Einbrüche: Zum Beispiel als der US-Präsident im April 2026 neue Strafzölle verkündete, verlor der S&P 500 innerhalb weniger Tage fast 20 Prozent4. Im März brachen die größten acht Tech-Aktien um 16 Prozent ein, weil Zweifel an den KI-Investitionen aufkamen.5 Beide Male erholten sich die Kurse schnell wieder. Wer aber im falschen Moment verkauft hätte, hätte hohe Verluste realisiert.

2026 setzt sich dieses Muster fort. Der Januar startete stark, der S&P 500 knackte erstmals die 7.000-Punkte-Marke.6 Doch Anfang Februar folgte der nächste Dämpfer: Allein die Nominierung eines neuen Fed-Chefs ließ Gold innerhalb von Tagen um 18 Prozent einbrechen, Bitcoin fiel auf unter 80.000 Dollar – fast 40 Prozent unter seinem Allzeithoch von 126.000 Dollar.7 Die Aktienmärkte blieben zwar stabil, aber die Nervosität ist spürbar.

Experten erwarten für 2026 keine Wiederholung der Vorjahres-Rally. Sie rechnen im Schnitt mit rund 5 Prozent Zuwachs beim DAX, manche halten sogar einen Rückgang bis Jahresende für möglich.8 Die Risiken bleiben: Handelskonflikte, geopolitische Spannungen, hohe Staatsverschuldung. Politische Entscheidungen können jederzeit für Turbulenzen sorgen. Und auch wenn die Kurse zwischenzeitlich nahe ihren Höchstständen notieren: Eine Garantie, dass es so weitergeht, gibt es nicht.

Was bedeutet das für Anleger? Wer am Aktienmarkt investiert ist, braucht starke Nerven und einen langen Atem. Panikverkäufe bei Einbrüchen erwiesen sich 2025 als Fehler. Doch ebenso wichtig ist die Erkenntnis: Diversifikation zahlt sich aus. Und zwar nicht nur innerhalb des Aktienmarkts, sondern auch darüber hinaus. Denn wenn Aktien, Gold und Bitcoin gleichzeitig schwanken, braucht ein Portfolio Bausteine, die sich unabhängig davon entwickeln. Hier kommen Immobilien ins Spiel.



 

Der Immobilienmarkt 2026: Erholung auf solidem Fundament, aber kein Selbstläufer

Der Immobilienmarkt zeigt Zeichen der Stabilisierung, die Preiskorrekturen der vergangenen Jahre sind weitgehend abgeschlossen. Auch die Transaktionen ziehen wieder an. So verzeichnete der Verband deutscher Pfandbriefbanken 2025 einen Anstieg der Immobilienkredite um 18 Prozent.9 Der EZB-Leitzins liegt seit Mitte 2025 stabil bei 2,0 Prozent, was wieder Planungssicherheit schafft.10

Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst bei der Commerz Real, sieht den Markt am Beginn eines neuen Zyklus: „Es ist nicht der alte Boom. Es ist ein neuer, robuster und nachhaltigerer Zyklus. Die Ausschläge werden geglättet. Wer heute investiert, tut das auf Basis realistischerer Renditeerwartungen, aber auch mit mehr Verlässlichkeit."  

Anders als in den Boomjahren, als niedrige Zinsen fast jede Immobilie nach oben zogen, differenziert der Markt jetzt stärker. Entscheidend sind Lage, Qualität und Energieeffizienz. Hochwertige Core-Immobilien in guten Lagen sind gefragt, während schwächere Objekte unter Druck bleiben. Für Anleger bedeutet das: Die Auswahl ist wichtiger denn je.

Doch auch am Immobilienmarkt gibt es Hypes, vor denen man sich hüten sollte. Aktuell etwa Rechenzentren: Sie gelten als das neue Must-have, getrieben von der KI-Euphorie. Henning Koch, CEO der Commerz Real, ist skeptisch: „Jeder sollte sich fragen: Gibt es in fünf oder zehn Jahren nicht ganz andere Anforderungen der Nutzer? Ich wundere mich manchmal über die Preise, die da gezahlt werden." Die gesamte Branche hat zyklusbedingt gerade zu kämpfen. Es wird die nächsten zwei bis drei Jahre schwierig bleiben. Wir reden hier eher von einer Seitwärtsbewegung als von einem Aufschwung. Es wird die nächsten zwei bis drei Jahre schwierig bleiben."11

Was funktioniert, sind Toplagen. Koch: „Ich glaube weiter an das Büro, allerdings nur in absoluten Toplagen." In München etwa setzt hausInvest Spitzenmieten von 70 Euro pro Quadratmeter durch, auch in Frankfurt steigen die Preise. Doch solche Objekte sind rar. Es deutet sich ein neuer Zyklus an. Aber er ist kein Selbstläufer, und es wird noch dauern, bis der Markt wieder in einem Hoch ist.

Wer auf Offene Immobilienfonds setzt, kann von dieser Entwicklung profitieren, ohne selbst selektieren zu müssen. Vor allem weil die ausgewählten Objekte zumeist in Premiumlagen mit kontinuierlicher Nachfrage an Mietfläche liegen. Solche großen Investments können in der Regel nur große Fonds tätigen, die über ein entsprechendes Management verfügen. Gut aufgestellte Fonds wie hausInvest verfügen über das Know-how und die Ressourcen, um gezielt in zukunftsfähige Objekte zu investieren. Auch sie haben mit der herausfordernden Zeit zu kämpfen. Doch die breite Streuung über verschiedene Nutzungsarten und Standorte reduziert das Risiko einzelner Fehlgriffe. 

Aktien vs. Immobilien: Der direkte Vergleich

Einstiegskapital
AktienEinzelne Aktien: ab ca. 1€ Aktien-/Mischfonds: ab ca. 25€ monatlich
ImmobilienOffene Immobilienfonds: ab 10€ Realimmobilie: min. 11-16% vom Kaufpreis
Lösungen für Einsteiger:innen
AktienAktien- und Mischfonds, auch als Sparplan
ImmobilienOIFs, auch als Sparplan
Anlege-Zeitraum
Aktienab etwa 5 Jahre*
ImmobilienOIFs: mindestens 2 Jahre Realimmobilie: mindestens 10 Jahre
Flexibilität
AktienAn- und Verkauf kostet, ist aber jederzeit möglich
Immobilienfeste Kapitalbindung, OIFs: Rückgabe nach Mindesthaltefrist (24 Monate) und Kündigungsfrist (12 Monate) möglich
Wertschwankungen
Aktienbei Einzelaktien: hoch bis sehr hoch
Immobiliengering
Geringstes Risiko
AktienAktienfonds, Mischfonds
ImmobilienOIFs
Durchschn. Renditen
Aktienlangfristig betrachtet durchschn. 7% Rendite
ImmobilienOIFs: ca. 2-3% Realimmobilie: 3-7%

Fazit: Soll ich in Aktien oder Immobilien investieren? Und wenn ja, wie?

Am meisten macht eine Kombination aus beidem Sinn, denn Aktien und Immobilien sind keine Gegensätze, sondern Ergänzungen. Beide Anlageklassen reagieren unterschiedlich auf Marktbewegungen, wenn man auf die geeigneten Immobilien-Investments setzt. Eine Studie der IREBS Immobilienakademie zeigt, dass die Korrelation zwischen einem globalen Aktienindex und Offenen Immobilienfonds über 20 Jahre bei nur 0,10 liegt.12 Praktisch unkorreliert. Wenn Aktien schwanken, bleiben Immobilienfonds oft stabil und umgekehrt.

Aktien bieten höhere Renditechancen und maximale Flexibilität. Dafür müssen Sie mit teils heftigen Kursschwankungen leben können. Immobilien schwanken weniger, entwickeln sich gleichmäßiger und eignen sich als stabilisierender Baustein. Prof. Dr. Steffen Sebastian von der Universität Regensburg kommt in seiner Analyse zu einem klaren Ergebnis: „Offene Immobilienfonds sind rechnerisch nachweisbar ein wesentlicher Bestandteil bei langfristiger Anlagestrategie."12

Das zentrale Learning der vergangenen Jahre bestätigt diese Erkenntnis: Diversifikation zahlt sich aus. Nicht nur innerhalb des Aktienmarkts, sondern auch darüber hinaus. Wenn Aktien, Gold und Bitcoin gleichzeitig schwanken, braucht ein Portfolio Bausteine, die sich unabhängig davon entwickeln. Genau hier können Immobilien ihre Stärke ausspielen.

Doch wenn Sie sich schon für eines von beiden entscheiden müssen, hilft Ihnen möglicherweise diese Gegenüberstellung:

Ein Aktien-Investment geht einerseits mit höheren Renditechancen und mehr Flexibilität einher, ist aber auch mit höheren Anlagerisiken verbunden: Kurseinbrüche sind nicht selten und im Einzelfall kann durch Insolvenz bei Unternehmen auch ein Totalverlust entstehen.

Ein Aktien-Investment eignet sich also dann für Sie, wenn Sie

  • eine hohe Risikotoleranz haben
  • gern kurzfristig investieren und aktuelle Chancen nutzen möchten
  • und bereit sind, sich in den Börsenmarkt und seine Dynamiken zu vertiefen.

Immobilien hingegen bieten in der Regel etwas geringere Renditechancen, aber dafür auch deutlich niedrigere Wertschwankungen, insbesondere im Fall von Offenen Immobilienfonds. Sie sind auch etwas unflexibler als Aktien, was für Sie als Anleger:in jedoch einen beachtlichen Vorteil hinsichtlich der langfristigen Wertstabilität bedeutet.

Ein Immobilien-Investment lohnt sich für Sie dann, wenn Sie

  • gern in Sachwerte investieren möchten
  • unabhängig von der Börse anlegen wollen
  • Ihr Investment mittel- bis langfristig planen
  • und eine hohe Wertstabilität schätzen.

1Berechnet nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschlag, Ausschüttung sofort wieder angelegt). Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.

2ZDFheute (2025, Dezember). Bilanz der Börse für 2025: So war das Jahr für Anleger. https://www.zdfheute.de/wirtschaft/boerse-bilanz-2025-schulden-zoelle-ki-100.html

3Flossbach von Storch (2025, Dezember). 2025 – Rückblick auf ein turbulentes Jahr. https://www.flossbachvonstorch.de/de/informieren/artikel-meinungen/artikel/2025-rueckblick-auf-ein-turbulentes-jahr

4Gateway Investment Advisers, April 2025 Market Recap (8. Mai 2025). https://www.gia.com/april-2025-market-recap/?utm_source=chatgpt.com

5Flossbach von Storch (2026, Januar). Jahresrückblick 2025: Unsicherheit als neue Konstante. https://www.flossbachvonstorch.de/de/informieren/artikel-meinungen/artikel/2025-rueckblick-auf-ein-turbulentes-jahr#:~:text=Wochen

6Reuters (2026, 28. Januar). S&P 500 breaches 7,000 points for the first time, lifted by AI optimism. https://www.reuters.com/business/finance/sp-500-crosses-7000-points-first-time-lifted-by-ai-optimism-2026-01-28/

7finanzen.net (2026, 02. Februar). Deutsche Börse-News: Wochenausblick: Schwacher Start in den Februar. https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/deutsche-boerse-news-wochenausblick-schwacher-start-in-den-februar-15454010

8Handelsblatt (2026, Januar). Dax: Das Börsenjahr 2026 könnte besser laufen als befürchtet. https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/dax-das-boersenjahr-2026-koennte-besser-laufen-als-befuerchtet/100189948.html

9vdp-Pressemitteilung (2025, 20. November). Nachfrage nach Immobiliendarlehen zieht weiter an. https://www.pfandbrief.de/nachfrage-nach-immobiliendarlehen-zieht-weiter-an-2/

10European Central Bank (2025): Key ECB interest rates. Online unter: https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/key_ecb_interest_rates/html/index.en.html; Tagesschau, 30. Oktober 2025, Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/ezb-leitzins-lagarde-oktober-100.html

11Handelsblatt (2026, 21. Januar). Interview mit Henning Koch. https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-wie-gross-ist-die-krise-der-offenen-immobilienfonds-herr-koch/100191696.html

12IREBS Immobilienakademie (2025). Offene Immobilienfonds als Teil der Asset Allokation. Universität Regensburg.