Wie wird der Anteilswert eines Offenen Immobilienfonds berechnet?
Um den Anteilswert von Immobilienfonds berechnen zu können, müssen erst alle Vermögenswerte mit sämtlichen Kostenpunkten verrechnet werden. So funktioniert’s:
1. Berechnung des Gesamtvermögens:
Um die Vermögenswerte eines Immobilienfonds zu berechnen, werden erstens die Immobilienbewertungen des Fonds benötigt: Dieser Wert wird – wie oben dargestellt – anhand verschiedener interner und externer Faktoren von unabhängigen Immobiliensachverständigen für jede einzelne Fondsimmobilie ermittelt.
Aber auch sonstige Vermögenswerte gehen in die Berechnung der Vermögenswerte mit ein. Dazu können neben Immobilien z. B. liquide Mittel (Bargeld oder Bankguthaben), Wertpapiere, Forderungen oder andere Investitionen gehören.
Das Gesamtvermögen des Fonds wird schließlich berechnet, indem alle Vermögenswerte, also Immobilien und sonstige Vermögenswerte, zusammengezählt werden.
2. Abzug der Verbindlichkeiten:
Von diesem Gesamtvermögen müssen alle Verbindlichkeiten des Fonds abgezogen werden. Dazu zählen sämtliche Ausgaben und Kosten wie ausstehende Darlehen (z. B. Hypotheken auf die Immobilien), Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, Rücklagen oder andere Schulden.
3. Berechnung des Nettofondsvermögens (Net Asset Value, NAV):
Zieht man alle Verbindlichkeiten vom Gesamtvermögen des Fonds ab, bleibt das sogenannte Nettofondsvermögen oder „Net Asset Value“. Das Nettofondsvermögen stellt den gesamten Wert des Immobilienfonds dar und macht somit den Wert aller Fondsanteile zusammengenommen aus.
Bewertung Offene Immobilienfonds: Vom NAV zum Anteilswert
Die Berechnung des Nettofondsvermögens bildet schließlich die Grundlage für den Anteilspreis, der für die Ausgabe und auch die Rücknahme von Fondsanteilen berechnet wird.
Um also den einzelnen Anteilspreis zu berechnen, wird das Nettofondsvermögen durch die Gesamtzahl aller ausgegebenen Fondsanteile geteilt.
Ergeben sich Veränderungen im Wert der Immobilien oder der anderen Vermögenswerte, spiegelt sich diese Wertentwicklung auch im Anteilspreis und der Bewertung des Immobilienfonds wider. Gewinnen also die Immobilien oder die restlichen Vermögenswerte an Wert, steigt auch der Wert des Anteilspreises.
Fondsanteile können auch über Zweitmärkte wie die Börse gehandelt werden – in diesem Fall hat der Handelswert jedoch nichts mit dem offiziellen Anteilswert der Kapitalverwaltungsgesellschaft zu tun, sondern wird ausschließlich über Angebot und Nachfrage reguliert und kann starken Schwankungen unterliegen.
Für hausInvest Anleger:innen bedeutet das: Der offizielle Anteilspreis, der vom Fonds selbst veröffentlicht wird, basiert immer auf einem möglichst aktuellen und fairen Wert der Fondsimmobilien.
Dieser Wert unterliegt – vor allem im Vergleich zu börslich gehandelten Geldanlagen wie Aktien – außerdem deutlich geringeren Wertschwankungen: Im historischen Vergleich weisen die Bewertungen vom Offenen Immobilienfonds hausInvest eine sehr viel niedrigere Schwankung auf und bieten Ihnen als Anleger:in damit viel Stabilität und Planungssicherheit.