Thesaurierende vs. Ausschüttende FondsRichtig investieren in ausschüttende Fonds

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zuletzt aktualisiert24.04.2026
KategorieFinanzwissen
Fassade eines mehrstöckigen Gebäudes mit großen Fenstern und einem Balkon, vor einem bewölkten Himmel.

Beim Anlegen in Fonds gibt es die Anlagevarianten Ausschüttung und Thesaurierung, zwischen denen unterschieden werden muss. Bevor sich Anleger:innen für die Geldanlage in Offene Investmentfonds entscheiden, finden Sie hier alles Wichtige zu den Kriterien und Besonderheiten dieser Anlageformen.

Was sind ausschüttende Fonds?

Ausschüttende Fonds sind Investmentfonds, die Ihnen die erwirtschafteten Gewinne aus Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen auszahlen und Sie erhalten Geld, ohne dass Sie Ihre Anteile verkaufen müssen. Die Ausschüttung erfolgt in der Regel einmal jährlich, kann jedoch je nach Fonds auch variieren.

Die ausgeschütteten Erträge stehen Ihnen als Anteilseigner:in frei zur Verfügung. In der Regel können alle Varianten von Offenen Investmentfonds, zum Beispiel Immobilien-, Aktienfonds oder ETFs, als ausschüttende Fonds gestaltet werden.


 

Was sind thesaurierende Fonds?

Thesaurierende Fonds sind Investmentfonds, die die Erträge der Anleger:innen automatisch in den Fonds reinvestieren. Somit müssen Sie als Anleger:in Ihre Gewinne nicht immer wieder neu investieren. Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, langfristig vom Zinseszinseffekt zu profitieren, da die wiederangelegten Zinsen im nächsten Jahr selbst Zinsen erwirtschaften. 


Fondsanlage verstehen

Welcher Fonds passt zu Ihnen?

Fonds passen in so gut wie jedes Anlageportfolio. Doch nicht jeder Fonds eignet sich für jede Art von Anleger:in – hier müssen wichtige Unterschiede wie Erfahrung, Anlagehorizont und Risikotoleranz beachtet werden.

Mehr zum Thema Fondsanlage erfahren Sie in folgendem Artikel.

Moderne Gebäude mit vielen erleuchteten Fenstern bei Nacht, geometrische Strukturen und rechteckige Muster.

Die Vor- und Nachteile in der Übersicht

Ausschüttende Fonds

Pro
Contra
Regelmäßige Erträge
Nach der Ausschüttung muss man neue rentable Investitionsmöglichkeiten für die Erträge finden – dabei fallen meist weitere Gebühren an

Thesaurierende Fonds

Pro
Contra
Keine Extragebühren bei Re-Investition der Erträge in neue Fondsanteile – diese funktioniert quasi automatisch
Keine Ausschüttung der Erträge
Enormer Wertzuwachs durch Anstieg des Fondsvermögens möglich
Weniger Selbstbestimmung über Liquidität
Zinseszinseffekt
Erhöhtes Verlustrisiko bei schwankenden Kursen
hausInvest

54 Jahre Erfolgsgeschichte

Jedes Jahr im Juni schüttet hausInvest einen Teil seiner erwirtschafteten Fondserträge aus. Das bedeutet planbare Erträge für alle hausInvest Anleger:innen – und zwar schon seit 54 Jahren. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 hat hausInvest insgesamt 277 Millionen Euro an seine Anleger:innen ausgeschüttet.

Wie werden ausschüttende Fonds versteuert?

Erträge aus einem ausschüttenden Fonds unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent und werden zusätzlich mit dem Solidaritätszuschlag und unter Umständen der Kirchensteuer belastet. Liegen die ausgeschütteten Erträge jedoch unter 1000 Euro für eine Einzelperson oder 2000 Euro bei Zusammenveranlagten, so sind diese im Rahmen des Sparerpauschbetrags nicht zu versteuern.

Im Jahr 2018 trat ein Investmentsteuerreformgesetz in Kraft, das die Besteuerung von Investmentfonds neu regelt. Das gilt auch für ausschüttende Fonds, da hierbei Gewinne aus Zinsen und Dividenden erzielt werden, die jährlich ausgezahlt werden. Diese Ausschüttungen müssen (unter Beachtung von Teilfreistellungen) versteuert werden.

Auch Wertsteigerungen der Fondsanteile unterliegen einer steuerlichen, jährlichen Vorabpauschale. Allerdings nur, wenn die voraussichtliche Wertsteigerung höher ist als die Ausschüttung. Weitere Details zur neuen Steuerregelung können unter Fragen und Antworten zu Auswirkungen der Investmentsteuerreform 2018 gefunden werden.


 

Hilfreiche Auswahlkriterien zu ausschüttenden und thesaurierenden Fonds

Hier gibt es einen Überblick zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl der richtigen Anlagevariante:

  • Steuerliche Aspekte: Generell wird empfohlen, Informationen durch eine Steuerberatung einzuholen. Fachleute können Anleger:innen versiert zu den steuerlichen Vor- und Nachteilen beraten und auch – egal um welche Anlagevariante es geht – zur Steuerbescheinigung als Nachweis für die Einkommensteuererklärung.
  • Transaktionskosten: Diese Frage stellt sich nur, soweit Anleger:innen bereit sind, bei möglichen Re-Investitionen bei den Erträgen ausschüttender Fonds erneut Geld in die Hand zu nehmen.
  • Verfügbarkeit der Fonds: Anleger:innen sollten hierzu bedenken, ob sie auf ihre Erträge zurückgreifen oder eher langfristig investieren und vom Zinseszinseffekt profitieren möchten.

Ausschüttende oder thesaurierende Fonds?

Ausschüttende Fonds eignen sich vor allem für Sie, wenn Sie ein 13. oder 14. Monatsgehalt und etwas mehr Selbstbestimmung über ihre Liquidität möchten.

Befinden Sie sich hingegen in einer Ansparphase, weil Sie z.B. langfristig per Sparplan für Kinder investieren oder mit dem Vermögensaufbau beginnen, kann eine thesaurierende Anlage sinnvoll sein, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. 

FAQ zu den Ausschüttenden Fonds

Bei einem ausschüttenden Fonds werden die Erträge regelmäßig an die Anleger:innen in Form von Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen ausgeschüttet.

In der Regel erfolgen die Ausschüttungen einmal pro Jahr. Je nach Fondsart, können die Ausschüttungen jedoch auch häufiger ausgezahlt werden.

Die Kosten für ausschüttende Fonds beinhalten die typischen Gebühren, die beim Kauf der Anteile oder fortlaufend für die Verwaltung anfallen. Im Gegensatz zu den thesaurierenden Fonds fällen jedoch erneut Ausgabeaufschläge an, wenn die Ausschüttungen reinvestiert werden.

Ausschüttende Fonds sind dann eine gute Wahl für eine langfristige Investition, wenn Anleger:innen regelmäßige Einkünfte durch die Ausschüttungen möchten. Aufgrund der Vorteile des Zinseszinseffekts sind thesaurierende Fonds jedoch vorteilhafter für einen langfristigen Vermögensaufbau.