Ratgeber-Autor

Thomas Henrich

Projektleiter

Commerz Real AG

Monatlich sparen Einfach vorsorgen mit dem richtigen Sparplan

7 Minuten Lesezeit

Monatliches Sparen ist die Geldanlage für jedermann. Ob fürs eigene Alter, die Zukunft der Kinder, eine größere Anschaffung oder einfach als Vermögensbasis – einen kleinen Betrag kann fast jeder monatlich zurücklegen. Vor allem wenn genug Zeit da ist, kommt so selbst mit kleinen Monatsraten am Ende ein ansehnliches Sümmchen zusammen.

Doch immer mehr Sparer fragen sich, wohin mit dem Geld? Die Zinsen fürs klassische Sparen per Sparbuch liegen schon seit Jahren praktisch bei Null. Wenn Sie nun auch zu den Menschen gehören, die sich nach Alternativen umschauen, sind Sie hier „goldrichtig"! Denn mit diesem Fachbeitrag möchte ich Ihnen einige Möglichkeiten vorstellen, wie Sie auch heute noch monatlich sparen können und dabei Chancen auf einen Zugewinn nutzen.

Zeitgemäß monatlich sparen: der Sparplan

Das neue Auto, die große Reise, das Studium für den Enkel, die energetische Sanierung des eigenen Hauses – Gründe fürs regelmäßige Sparen finden sich viele. Immerhin ist vorab zu sparen wesentlich günstiger ist als die Finanzierung über einen Kredit. Doch macht alles Sparen wenig Sinn, wenn die Inflation den Wert des Ersparten hinterrücks wegschluckt – zum Beispiel mit einem Minus von fast 13 Prozent Kaufkraft in sieben Jahren bei einer moderaten Inflation von nur zwei Prozent:

Das Sparbuch und das neue Auto – ein Krimi in 3 Akten

1. Akt
Sie möchten irgendwann wieder ein neues Auto. Es gäbe einen Kleinwagen für ca. 17.000 €, doch der wäre etwas knapp für Ihre Familie. Das kleinere Mittelklassemodell für nur 20.000 € würde viel besser passen. Sie wollen keine Kreditkosten bezahlen und beginnen lieber zu sparen.

2. Akt
Sie sparen monatlich 240 € auf Ihrem Sparbuch – 7 Jahre lang. Es gibt zwar keine Zinsen mehr, aber Sie denken, Ihr Geld sei dort zumindest sicher. Dass die Inflation inzwischen bei 2 Prozent liegt, sieht man dem Kontostand ja nicht an. Am Ende lautet der auch ganz richtig auf 20.160 €.

3. Akt
Sie stehen enttäuscht bei Ihrem Händler. Ihr Wunschauto kostet nun 23.000 €. Für Ihr Erspartes bietet er Ihnen alternativ den Kleinwagen an.  „Für den würd's reichen!" meint er leutselig. „Was Ihnen heute fehlt, hat Ihnen die Inflation geklaut."

Die Lösung, die Sie sich schon mit kleinen monatlichen Beträgen leisten können, ist der Sparplan. Er verbindet viele praktische Vorteile des herkömmlichen Sparens mit den Zinsen bzw. Ertragschancen attraktiver Geldanlagen. Das Prinzip ist bei den meisten Anbietern ähnlich:

  • Sie sparen monatlich einen bestimmten Betrag, der meist sehr niedrig sein kann. Neuerdings werden Produkte bereits ab einem Euro monatlicher Rate angeboten. In der Regel kann die Rate auch problemlos erhöht und – bis zur Untergrenze – gesenkt werden.
  • Bei vielen Sparplänen können Sie auch auf Ihr angespartes Guthaben zugreifen.
  • Es gibt Sparpläne mit festen Zinssätzen und solche, deren Erträge sich nach der Kursentwicklung der besparten Geldanlagen richten. 

Manche Produkte wie z. B. Bank- und Festgeldsparpläne ähneln dem konventionellen Sparen stärker. Beim Fondssparen  finden Sie oft bessere Ertragschancen, doch sind hier einige zusätzliche Aspekte zu beachten. Eine besondere Variante sind Kinder-Sparpläne , die ich in einem eigenen Beitrag erläutere. Die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Sparanlageformen stelle ich Ihnen in den folgenden Abschnitten vor.

Fondssparen ist eine gute Alternative zum Sparbuch. Doch warum? Das erfahren Sie in unserem Video.

Klassisch monatlich Sparen, aber mit besseren Zinsen

Hier geht es zunächst um zwei Sparplanvarianten, deren Anlageform sich kaum von der beim Sparbuch unterscheidet: Ihr monatlicher Betrag wird auf ein Banksparkonto einbezahlt. Dafür erhalten Sie Zinsen, die manchmal knapp, manchmal etwas deutlicher über den normalen Sparbuchzinsen liegen. Ihr Geld ist dort sicher, denn die gesetzliche Einlagensicherung schützt Beträge bis 100.000 Euro. Ein Faktor bleibt allerdings die Inflation: Steigt sie über den erreichten Zins, verliert Ihr Guthaben an Wert.

Viele Sparpläne werden kostenlos oder gegen sehr geringe Gebühren angeboten. Andererseits verlangen einige Banken ein hauseigenes Girokonto – zu den üblichen Kosten. In diesem Bereich lohnt sich also auf jeden Fall ein genauer Vergleich, zumal bei knappen Zinsen!

1. Der Tagesgeld-Sparplan

Bei diesem Modell besparen Sie ein Tagesgeld-Konto. Das heißt, Sie können Ihr Geld auch jederzeit abheben. Bei den Zinsen dürfen Sie keine Wunder erwarten, doch immerhin nutzen Sie auch hier bereits den Zinseszins. Vor allem bei langfristig laufendem Sparplan kann dies schon zu einem kleinen Zusatzertrag führen. Außerdem sind die Raten flexibel – je nach Anbieter bis zu einem völligen Aussetzen der Zahlungen, wenn das Geld einmal doch nicht mehr fürs monatliche Sparen reicht.

Wann für wen geeignet?

Tagesgeld-Sparpläne eignen sich vor allem für vorsichtige Sparer, die auf kürzere oder mittelfristige Ziele hin sparen wie zum Beispiel eine Urlaubsreise oder größere Anschaffung. Ihre Stärken sind die hohe Flexibilität und die Sicherheit der Einlagen. Für langfristige Ziele wie eine Altersvorsorge oder den Vermögenaufbau sind sie nicht besonders gut geeignet: Falls die Inflation in Zukunft wieder anzieht, dürften die Zinsen eines Tagesgeld-Sparplans nicht mehr zum Ausgleich reichen.

2. Der Festgeld-Sparplan

Im Bereich monatlichen Sparens bei gesetzlicher Einlagensicherung bieten Festgeld-Sparpläne in der Regel die besten Zinsen. Einige Banken bieten höhere Zinsen bei längeren Laufzeiten oder eine Zinsstaffel, d.h. der Zins selbst wächst mit der angelegten Summe – und damit auch die Zinseszinswirkung. Beachten sollten Sie einige Besonderheiten, die außerdem von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ausfallen können:

  • Manche Banken verlangen auch beim Sparplan eine Ersteinlage von 500 oder 1.000 Euro.
  • Achten Sie darauf, dass die vereinbarten Zinsen jährlich gutgeschrieben werden und nicht erst nach Ende der Laufzeit. Nur so profitieren Sie auch vom Zinseszins.
  • Angeboten werden Laufzeiten der Verträge von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren. Denken Sie bei Abschluss unbedingt daran, dass Sie ohne einen echten Notfall in dieser Zeit nicht an Ihr Geld kommen. Solche Notfälle wären z. B. der Tod des Kontoinhabers, ein ALG II („Hartz IV") Bezug oder eine drohende Insolvenz der Bank. Und selbst dann wird es teuer: In aller Regel fallen bei vorzeitiger Kündigung Gebühren und Zinsverluste an.

Wann für wen geeignet?

Festgeld-Sparpläne eignen sich für vorsichtige oder konservative Sparer, die auf langfristige Ziele hin sparen. Dabei profitieren sie vor allem von der Sicherheit der Einlagen.   Die Flexibilität ist dagegen gering: In der Regel können die Beiträge nur erhöht, nicht aber gesenkt werden. Ein Abheben vom Guthaben vor Ende der Vertragslaufzeit ist praktisch unmöglich.

Monatlich sparen mit Investmentfonds

Sparpläne von Investmentfonds unterscheiden sich vom Grundkonzept her kaum von den bisher vorgestellten: Sie überweisen monatlich einen festen Betrag. Feste Zinsen gibt es zwar nicht, sondern die Chance auf Rendite, und gerade die sorgt bei längerer Laufzeit für einen hübschen Zinseszinseffekt. Überhaupt ist die Aussicht auf eine gute Rendite das wichtigste Argument für einen Fondssparplan. Was Sie dabei beachten sollten, erläutere ich im folgenden Abschnitt.

Fondssparplan: Kontinuierlicher Vermögensaufbau statt Sparbuch-Falle

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Fondssparen: Was ist gewohnt, was ist anders?

In vielen Punkten ist monatliches Sparen auf Investmentfonds oder kurz Fonds genauso einfach und bequem wie das gewohnte Sparen auf ein Banksparkonto:

  • Die Sparrate lassen Sie per Dauerauftrag einfach von Ihrem Gehaltskonto oder jedem anderen Girokonto abbuchen.
  • Oft können Sie die Sparrate an veränderte Möglichkeiten anpassen, also erhöhen, senken oder auch eine Weile aussetzen.
  • Ihr Geld beziehungsweise die ersparten Fondsanteile liegen auf einem Konto, nur dass es bei Fonds „Depot" heißt. Auch hier werden von verschiedenen Anbietern unterschiedliche Gebühren verlangt – wie immer lohnt sich also ein Kostenvergleich.
  • Der Zugang zu Ihrem Geld ist vergleichsweise einfach; die meisten Sparpläne erlauben Abhebungen und lassen sich jederzeit problemlos kündigen.

Interessant wird es, wenn wir zu den Unterschieden kommen. Der wichtigste ist sicher die Geldanlage an sich. Denn Fonds sind im Prinzip ein gebündeltes Investment in eine bestimmte Auswahl an Sachwerten oder Wertpapieren. Einige Beispiele stelle ich Ihnen in den nächsten Abschnitten vor. Hier zunächst die wichtigsten gemeinsamen Merkmale:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds – und damit Ihr Zugewinn – hängt von Börsenkursen, der wirtschaftlichen Entwicklung und weiteren Faktoren ab. Viele Fondsarten und bewährte Einzelfonds bieten recht zuverlässig gute Renditen. Doch dies gilt oft nur für einen längeren Zeitraum. Kurzfristig kann es zu Kurseinbrüchen und Wertschwankungen kommen. Wenn Sie dann aus irgendeinem Grund dringend Ihr Geld brauchen, kann es sein, dass Sie auch Verluste haben.
  • Einen grundlegenden Risikoschutz bieten Fonds durch die Verteilung des Investments auf mehrere Einzelanlagen. Durch diese Verteilung werden Einzelverluste aufgefangen. Einen absoluten Schutz bedeutet sie nicht, vor allem nicht bei Aktienfonds, die sich nur auf Aktien einer einzelnen Branche oder eines einzelnen Herkunftslandes konzentrieren. 
  • Einen wichtigen Zusatzvorteil bietet Fondssparen durch den Durchschnittskosteneffekt – oft auch mit dem englischen Begriff Cost Average Effekt bezeichnet. Der Vorteil kommt vom monatlichen Sparen auf eine im Wert schwankende Geldanlage: Steigt der Wert, so wächst auch Ihr Guthaben. Fällt der Wert, so werden durch Ihre Rate mehr Anteile gekauft! Wenn der Kurs dann wieder steigt, stehen Sie am Ende umso besser da.
  • Meist problemlos möglich sind beim Fondssparen größere Einmal- oder Zuzahlungen, zum Beispiel aus einer Schenkung, dem Weihnachtsgeld oder anderen nicht benötigten Summen.

Neben diesen Gemeinsamkeiten gibt es je nach Art des besparten Fonds auch einige wichtige Unterschiede. Die beliebtesten Fondsarten für Sparpläne und ihre besonderen Merkmale stelle ich Ihnen in den folgenden Abschnitten vor.

1. Aktienfonds

Aktien sind Unternehmensanteile. Ihr wichtigster Vorteil – und damit auch der eines reinen Aktienfonds – sind die allgemein guten Renditechancen. Verbunden damit sind aber auch Risiken: Aktienkurse können schwanken oder in Einzelfällen auch dauerhaft abstürzen. Der Kauf oder das Besparen eines Aktienfonds bietet hier einen gewissen Schutz. Dennoch sind auch Aktienfonds relativ riskante Geldanlage, vor allem wenn der Fonds sich wie oben erwähnt auf ein Thema konzentriert.
Eine Sonderform sind dabei ETFs, ausgeschrieben Exchange Traded Funds, die einen Aktienindex  nachbilden, zum Beispiel den Deutschen Aktienindex DAX. Beliebt sind sie geworden, da sie deutlich geringere Kosten aufrufen als andere Fondsarten: Sie benötigen kein eigenes Management.

Wann für wen geeignet?

Sparpläne auf Aktienfonds bieten oft reizvolle Renditeaussichten. Wer aber ernsthaft auf ein Ziel hin sparen möchte, sollte einen langen Atem mitbringen: Kurseinbrüche gleichen sich in aller Regel wieder aus ... wenn man genug Zeit hat, auf diesen Ausgleich zu warten. Ein langfristiger Vermögensaufbau ist also mit Aktienfonds-Sparplänen durchaus möglich. Doch es bleibt immer ein Risiko. Daher ist dies ein Modell für erfahrene Sparer bzw. Anleger, die auch mit zwischenzeitigen Wertverlusten umgehen können.

2. Rentenfonds

Renten – auch Anleihen genannt – sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Unternehmen und oft auch von Staaten herausgegeben werden. Staatsanleihen haben allerdings in letzter Zeit die unerfreuliche Tendenz zu Minimalzinsen. Rentenfonds lohnen sich an sich aktuell als Sparanlage vor allem dann, wenn sie sich auf Unternehmen mit guter Bonität konzentrieren.

Wann für wen geeignet?

Ein Rentenfonds-Sparplan bietet zwar meist nur mäßige Renditen, dafür aber ein überschaubares Risiko. Besonders gut geeignet ist ein Investment bzw. das Sparen in Rentenfonds, wenn Sie vor allem den Werterhalt Ihres Guthabens anstreben. Wer also auf hohe Gewinne spekuliert, wird hier selbst langfristig kaum glücklich werden. Auch sollten Sie zumindest so viel von der Materie verstehen, um einen wirklich lohnenden Rentenfonds für Ihre Sparabsichten zu finden.

3. Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind Fonds, die direkt in Geschäfts- und Wohngebäude investieren. Ihr wichtigster Vorteil ist eine sehr stabile, schwankungsarme Wertentwicklung, denn sie werden nicht an der Börse gehandelt. Nach der Finanzkrise 2008 wurden verschiedene gesetzliche Leitplanken in diese Anlageform eingezogen. So gelten zum Schutz der Anleger bei Offenen Immobilienfonds eine 12-monatige gesetzliche Kündigungsfrist und am Anfang eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten. Wie bei allen Anlageformen sollten Sie auch bei der Wahl dieses Fonds auf die Bonität des Anbieters achten. Was bei Aktien S&P und ähnliche Ratingagenturen sind, ist hier die Agentur Scope.

Wann für wen geeignet?

Offene Immobilienfonds bieten heute vielen traditionellen Sparern eine neue Heimat, die der Nullzins aus dem Banksparen vertrieben hat. Der stabile Wertverlauf und die gesetzlichen Sicherungen machen sie zu einer sympathischen Alternative, wenn man das Sparen noch mit dem Sparbuch gelernt hat. Durch die gesetzlichen Fristen sind sie eher für mittel- und langfristige Sparziele geeignet, doch wer zum Beispiel über drei, vier Jahre auf eine große Reise oder Hausrenovierung sparen will, ist hier ebenfalls gut versorgt. Die hohe Kursstabilität erlaubt auch kurzfristigere Ziele und empfiehlt Offene Immobilienfonds ganz allgemein für ein vor allem konservatives, werterhaltendes Sparen.

Monatlich sparen: meine Check-Liste

Sparpläne gibt es für jeden Zweck, Geldbeutel und vor allem Sparer-Typ. Wenn Sie nun Lust bekommen haben, es auch einmal zu versuchen, ist letzteres auch der beste Anfang. Gehen Sie Punkt für Punkt durch die Liste, und Sie werden am Ende ein konkretes Produkt gefunden haben.

Teil 1: Allgemeines vor dem Start

1.1 Was bin ich für ein Spar-Typ?

Seien Sie ehrlich mit sich selbst. Nichts ist ärgerlicher, als eine Sparanlage gewählt zu haben, die nicht zu Ihnen passt. Wenn Sie Risiken möglichst reduzieren wollen, kommt meist nur Banksparen in Frage, allenfalls ein Sparplan auf einen Offenen Immobilienfonds. Haben Sie andererseits viel Zeit und auch ein bisschen Marktkenntnis, wird ein ETF- oder Aktienfonds-Sparplan Sie wahrscheinlich glücklich machen. Gehen Sie dabei aber nie nach reinem Wunschdenken. Überlegen Sie sich genau, wie viel Stress – und schlimmstenfalls Verlust – Sie ertragen würden.

1.2 Welche Sparziele verfolge ich?

Soll einfach immer ein wenig Geld auf der hohen Kante liegen, um mal eine kleinere Anschaffung oder ein paar Extras im Urlaub zu finanzieren? Geht es um eine fix geplante, größere Ausgabe? Oder soll über die Jahre so viel Geld wie möglich zusammenkommen – zum Beispiel für das Studium Ihres Kindes oder als Polster für den Ruhestand? Legen Sie auch nicht zu viel Geld bindend fest oder in Anlagen mit starken Wertschwankungen: Ein „Notgroschen" von zwei bis drei Monatsgehältern sollte für alle Fälle schnell verfügbar sein, ohne dass das Abheben einen zusätzlichen, bitteren Verlust bedeutet.

1.3 Wie steht es um meine Kapitalmarktkenntnisse?

In vielen Fällen helfen Vergleichslisten, günstige Sparpläne auszuwählen. Doch vor allem beim Fondssparen ist es ratsam, dass Sie sich vorab ein wenig über die Eigenheiten und Risiken des Kapitalmarkts informieren. So habe ich in weiteren Artikeln noch für Sie Themen beleuchtet wie im Allgemeinen Fondsanlagen, Offene Immobilienfonds im Speziellen oder gängige Anlagestrategien.

Teil 2: Die Auswahl des Sparplans

2.1 Welche Anbieter kommen in Frage?

Der Tipp vom Nachbarn kann ein guter Anfang sein. Doch allein auf solche Quellen sollten Sie sich nicht verlassen. Schauen Sie sich im Internet Vergleichslisten an – am besten mehrere. So gewinnen Sie eine Übersicht und gleich auch ein paar Hinweise, worauf die Vergleicher selbst im Einzelnen geachtet haben. Geht es um Fondssparen, so sind außerdem die Ratings der Fonds interessant. Namhafte Quellen bei Aktien und Renten sind hier z. B. die bekannten Ratingagenturen Moody's, Fitch und Standard&Poor's (S&P). Ratings für Offene Immobilienfonds finden Sie bei der Agentur Scope. 

2.2 Welche Art der Wertentwicklung ist zu erwarten?

Wo kein fester Zins vereinbart ist, kann und wird kein seriöser Anbieter Ihnen Versprechungen über zukünftige Erträge machen. Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf die bisherige Wertentwicklung zu werfen – vor allem, wenn das Sparprodukt schon länger am Markt ist. So sehen Sie, wie viel durchschnittliche Leistung und ggf. auch Kursschwankungen Sie zu erwarten haben. Ein stark im Wert schwankender Aktienfonds wird sich nicht plötzlich lammfromm nur noch um seinen Mittelwert bewegen.

2.3 Welche Kosten fallen an?

Kostenabzüge können sehr ärgerlich werden, denn sie mindern den Ertrag – bis hin zu dem Punkt, an dem Sie drauflegen statt wenigstens den Wert Ihrer Einlage zu erhalten. Informieren Sie sich also genau, wie viel Konto- oder Depotführung kosten und wie viele Gebühren für Extras anfallen, die ein Anbieter großzügig einräumt, z. B. für das zwischenzeitliche Abheben gewisser Summen.

2.4 Wie stehen Ihre Chancen auf Zugewinn durch Zinseszins?

Mit Zinseszins rechnen können Sie nur, wenn Zinsen oder Gewinne während der Laufzeit regelmäßig ausbezahlt werden.

2.5 Wie flexibel ist der Sparplan?

Wollen Sie Ihre Raten an Veränderungen anpassen können? Und möchten Sie im Notfall auch vor Vertragsende ohne Verluste an Ihr Geld?

Mein Fazit

Monatlich sparen ist machbar – und macht Freude

Dass monatliches Sparen sinnvoll ist, verstehen die meisten. Doch viele fragen mich dann: „Aber wie soll ich das schaffen? Bei mir bleibt nie was übrig am Monatsende!"

Mein Rat dazu: Fangen Sie mit einem Kassensturz an! Prüfen Sie alle Ausgaben. Schon kleine Sparbeträge reichen für viele Wünsche, wenn Sie sie regelmäßig beiseite legen. Dazu verrate ich Ihnen noch einen Trick: Überweisen Sie die Rate für Ihren Sparplan immer gleich am Monatsanfang. Damit ist nicht nur Ihr Sparplan bedient – der momentane Verzicht scheint auch leichter erträglich. Vor allem aber stehen Sie bei der Wahl von Rate und Sparziel zu Ihren Möglichkeiten. Dann werden Sie mit Ihrem Sparplan auch den erwarteten Erfolg erreichen.

Bildquellen dieser Seite: wundervisuals/iStockphoto

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Zuletzt aktualisiert am
23. Juli 2021

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