Offene ImmobilienfondsWarum es 2026 auf den richtigen Fonds ankommt

Lesezeit11 Min.
zuletzt aktualisiert24.04.2026
KategorieOffene Immobilienfonds
Modernes Gebäude mit unregelmäßigen Fenstern in gelb-grünem Farbton, seitliche Ansicht.

Der Immobilienmarkt ist im Umbruch und Offene Immobilienfonds stehen dabei im Kreuzfeuer: Mittelabflüsse in Milliardenhöhe und erste vorübergehende Fondsschließungen von Wohnimmobilienfonds seit über einem Jahrzehnt. Manche raten zum Verkauf, andere sehen gerade jetzt die Chance. Auf der anderen Seite sind Fonds wie unser hausInvest in den letzten über 50 Jahren schon aus ganz anderen Krisen gestärkt hervorgegangen. Das ist das Bild einer Branche, die sich neu sortiert.

Empfehlen sich Offene Immobilienfonds also weiter als Fundament des eigenen Vermögens oder sollten Sie aktuell eher die Finger davon lassen? Gehen wir der Sache nach.

 

Was sind Offene Immobilienfonds?

Ein Hotel auf Hawaii, eine Shoppingmall in London, ein Bürokomplex in Frankfurt: Mit einer Geldanlage in Offene Immobilienfonds investieren Sie breit gestreut in Immobilien – bei manchen Anbietern in über 150 Objekte auf der ganzen Welt. Sie können langfristig von der soliden Anlageklasse Immobilien profitieren und verdienen mit an Mieterträgen, Wertsteigerungen und natürlich Verkäufen. Oder wie es Dr. Stefan Behrendt von der Commerz Real formuliert: „Man kauft sich im Endeffekt ein komplettes Immobilienportfolio mit einem Klick zusammen."

Viele Offene Immobilienfonds stehen Privatanleger:innen schon ab kleineren Beträgen als Geldanlage zur Verfügung. Entweder legen Sie einmalig einen Betrag an oder schließen einen Sparplan ab und zahlen monatlich Ihren gewünschten Betrag in den Fonds ein.

Ab dann sind Sie praktisch Immobilien-Investor, brauchen aber als Anleger:in nicht mehr viel zu tun. Das zuständige Fondsmanagement verwaltet das gesammelte Anlegerkapital und investiert es für Sie in ausgewählte Immobilien, z.B. Bürogebäude, Shoppingzentren, Logistikparks, Wohnhäuser oder Hotels. Die Expert:innen kümmern sich um die Verwaltung, Vermietung, den Verkauf und nicht zuletzt um die langfristige Strategie: Setzt der Fonds auf Immobilien in den besten Lagen oder eher auf Randgebiete? Auf stabile Märkte oder noch schlafende Volkswirtschaften?


hausInvest Portfolio

161 Immobilien. 14 Portraits.

Von Paris bis Sydney, von Büro bis Logistik: 161 Immobilien in 17 Ländern auf 4 Kontinenten. Hochwertige Objekte in wirtschaftsstarken Lagen – das ist das Fundament des hausInvest Portfolios. Eine Auswahl der Highlights: 

Mehrere moderne Wolkenkratzer ragen in den blauen Himmel, umgeben von Glasfassaden.
Modernes Einkaufszentrum mit Glasfassade und grünem Gebäude, Treppen im Vordergrund, blauer Himmel im Hintergrund.
Ein modernes, verglastes Gebäude mit Bäumen davor, reflektiert im Wasser eines Kanals bei Dämmerung.
Holztreppe neben weißer Kachelwand mit pixelartigem Logo und "Kurfürstendamm"-Schild, moderner Innenraum.
Hohe Palmen vor einem modernen Gebäude mit vielen Balkonen und Glasfenstern.
Hochhäuser bei Sonnenuntergang mit Blick auf einen Fluss und beleuchtete Gebäude, Boote auf dem Wasser.
Ansicht zweier baugleicher gespiegelter Bürogebäude am Potsdamer Platz in Berlin
Blick auf den Eiffelturm über die Seine, umgeben von Bäumen und Gebäuden bei klarem Himmel.
Helles Wohnzimmer mit Sofa, Tisch, Stuhl, großen Fenstern und Pflanzen. Moderne, minimalistische Einrichtung.
Modernes Hochhaus mit Glasfassade und dem Schriftzug "INNSiDE" bei Abenddämmerung.
Moderne Gebäude mit begrünten Fassaden, Menschen spazieren und radeln, Tauben auf dem Platz, blauer Himmel im Hintergrund.
Hochhaus mit markanter Fassade, umgeben von Bäumen.
Moderne Hochhäuser und Fernsehturm überblicken eine belebte Stadtstraße bei klarem Himmel.
Großes, historisches Eckgebäude mit Glasdach, umgeben von Straßen und Fußgängern bei Sonnenschein.
Historische Gebäude mit Kölner Dom im Hintergrund, blauer Himmel, Bäume und Baukräne.
DeutschlandOmniTurm
Land/LänderDeutschland
NutzungOffice, Wohnen
HauptmieterMorgan Stanley Bank AG
Im Besitz seit1.9.2018

Für wen sind Offene Immobilienfonds sinnvoll?

Offene Immobilienfonds sind für alle sinnvoll, die unkompliziert auf eine risikoarme und langfristig meist wertstabile Geldanlage setzen wollen. Eine Langzeitstudie der IREBS Immobilienakademie an der Universität Regensburg bestätigt: Offene Immobilienfonds weisen von allen untersuchten Anlageklassen das geringste Verlustrisiko auf.1 Deshalb eignen sie sich sowohl für Anlage-Einsteiger:innen als auch für erfahrene Finanzprofis, die gezielt einen Teil ihres Vermögens in guten Händen wissen möchten.  

Manche Finanzprofis sehen darin ein Sicherheitspolster, dank dem sie sich mit ruhigerem Gewissen an der Börse austoben können. Sicherheitsorientierten Anleger:innen genügt oftmals, dass sie sich nach der ersten Anlage nicht mehr groß darum kümmern und vor allem nicht sorgen müssen. Offene Immobilienfonds können diese Vorteile aus drei Gründen bieten:

  1. Die Anlageklasse Immobilien: Immobilien haben einen realen Eigenwert und sind unabhängig vom Auf und Ab der Börse.
  2. Die breite Streuung: Frei nach dem Motto „Nicht alle Eier in einen Korb“ sind Sie mit einem Investment in Branchen wie Büro, Hotel oder Wohnen vertreten, aber auch global in Deutschland, Japan und den USA.
  3. Das erfahrene Fondsmanagement: Ausgewiesene Expert:innen treffen ab jetzt die Entscheidungen. Sie wissen, wie man eine Immobilie weiterentwickelt und so im Wert steigert. Sie wissen aber auch, wohin sich der Markt dreht und können vorausschauend das Portfolio anpassen – was ein entscheidender Vorteil ist gegenüber der Kapitalanlage in eine Einzelimmobilie, die von ihrem Fleck nicht wegkommt.

Ein lächelnder Mann im Anzug sitzt unter einer schwarzen Hängelampe vor hellem Hintergrund.
Breit diversifizierte Immobilienfonds wie der hausInvest werden auch in 50 Jahren noch der Fels in der Brandung sein.
Mario Schüttauf
Fondsmanager hausInvest

Wie riskant sind Offene Immobilienfonds?

Offene Immobilienfonds gelten also als risikoarme Geldanlage. Dennoch bergen auch sie (zugegeben überschaubare) Risiken, z.B.:

  • Zu wenig Streuung: Wenn ein Fonds nur in einem Land vertreten ist oder nur in Hotels investiert.
  • Zu geringe Liquidität: Hält ein Immobilienfonds zu wenige Geldreserven vor, kann es doppelt negativ wirken. Wollen zu viele Anleger:innen zeitgleich ihre Einlagen haben, müssen Immobilien verkauft werden – dann auch mal unter Wert. In solchen Fällen kann der Fonds die Anteilsrücknahme vorübergehend aussetzen, um Notverkäufe zu vermeiden.
  • Zu hohe Immobilienpreise: Die größten Fehler werden im Ankauf gemacht. Der Kaufpreis einer Immobilie muss im gesunden Verhältnis zur Jahresmiete stehen.

Risiko und Sicherheit Offener Immobilienfonds

Was die 20-Jahres-Studie der IREBS zeigt

Die IREBS Immobilienakademie an der Universität Regensburg hat Offene Immobilienfonds über 20 Jahre (2004 bis 2025) mit Aktien und europäischen Staatsanleihen verglichen. In die Analyse flossen sieben der größten deutschen OIFs ein, darunter auch ein Fonds, der in der Finanzkrise abgewickelt wurde. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Geringstes Verlustrisiko: Von allen untersuchten Anlageklassen wiesen OIFs das niedrigste Risiko auf, Geld zu verlieren. Ab einer Haltedauer von fünf bis sechs Jahren sank die Verlustwahrscheinlichkeit nahe null. Bei Aktien und Anleihen blieb sie selbst nach über 20 Jahren noch messbar.
  • Zehnmal weniger Schwankungen als Aktien: OIFs schwankten im untersuchten Zeitraum rund zehnmal weniger als der globale Aktienindex (MSCI World) und etwa dreieinhalb mal weniger als europäische Staatsanleihen.
  • Beste Rendite pro Risikoeinheit: Im sogenannten Rendite-Risiko-Verhältnis (Sharpe Ratio) schnitten OIFs mit 0,76 besser ab als Aktien (0,64) und deutlich besser als Anleihen (0,26). Vereinfacht gesagt: Für jedes Risiko, das Anleger:innen eingegangen sind, lieferten OIFs die höchste Gegenleistung.
  • Unabhängig von der Börse: OIFs bewegen sich nahezu unabhängig von Aktien und Anleihen. Wenn es an den Börsen kracht, sind OIFs davon kaum betroffen. Das macht sie zu einem wirkungsvollen Stabilisator im Portfolio.1

Studienleiter Prof. Dr. Steffen Sebastian fasst zusammen: „Offene Immobilienfonds sind rechnerisch nachweisbar ein wesentlicher Bestandteil langfristiger Anlagestrategien."

Vertiefende Einblicke zum Thema

Gut zu wissen

Wie sicher ist Ihr Investment in Immobilienfonds?

Die meisten Risiken hat das Fondsmanagement also selbst in der Hand. Ob Ihr Offener Immobilienfonds tatsächlich die erhoffte risikoarme Geldanlage ist, hängt demnach von der Auswahl des richtigen Fonds ab. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu allen Risiken Offener Immobilienfonds.
Moderne Gebäudefassade mit großen Fenstern und Balkonen, in grüner Tönung.
Gut zu wissen

Die Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Fonds

Achtung: Verwechseln Sie Offene Immobilienfonds bitte nicht mit Geschlossenen Immobilienfonds. Sie heißen ähnlich und investieren beide in Immobilien, doch da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Aus Geschlossenen Immobilienfonds kommen Sie nicht so leicht raus und Sie investieren oftmals in nur eine Immobilie – also deutlich riskanter. Hier erfahren Sie mehr zu den Unterschieden. 
Moderne Glasfassade trifft auf historische Steinarchitektur in gelb-grünem Farbton.

Wie hoch ist die Rendite bei Offenen Immobilienfonds?

Historisch liegt die Rendite Offener Immobilienfonds bei 2 bis 3 Prozent pro Jahr. In den vergangenen Jahren sind die Ergebnisse im Branchendurchschnitt allerdings gesunken: 2024 lag er laut der Ratingagentur Scope bei -1,3 Prozent. Doch die Unterschiede zwischen den Fonds sind erheblich. Die fünf größten Fonds erzielten im selben Jahr im Mittel noch +1,9 Prozent.2

Langfristig zeichnen sich Offene Immobilienfonds nicht durch Rekordrenditen aus, sondern vor allem durch ihre Stabilität: 

  • Während der sogenannten Nullzinsphase haben Sie bei Tagesgeld, Festgeld & Co. überhaupt keine Zinsen erhalten. Offene Immobilienfonds hingegen erzielten zwischen 2016 und 2019 eine durchschnittliche 1-Jahres-Rendite von knapp 3,0 Prozent.2
  • Aktuell erhalten Sie auch auf Tagesgeld wieder Zinsen, während gut aufgestellte Immobilienfonds auch weiterhin stabile Zahlen erreichen. hausInvest beispielsweise schloss auch das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einer Ein-Jahres-Rendite von 1,9 Prozent ab.3
  • In Krisenjahren wie 2023 hat an der Börse so mancher Spekulant auch -20 Prozent schlucken müssen, doch Offene Immobilienfonds konnten das Niveau auch in turbulenten Zeiten halten: Auch in der schwierigen Zeit seit Ausbruch der Corona-Pandemie schloss hausInvest jedes Jahr im Plus3 ab – wie immer in seiner über 50-jährigen Geschichte.

Das Beispiel zeigt aber klar: Das Fondsmanagement ist bestrebt, eine solide, konstante Rendite für die Anleger:innen zu erwirtschaften. Das Ziel ist nicht die höchste, sondern eine planbare und zuverlässige Rendite.


Schon gewusst?

60% der Erträge aus Offenen Immobilienfonds sind steuerfrei

Beim Vergleich von Anlageprodukten wird ein Faktor häufig übersehen: 60 % der Erträge aus Offenen Immobilienfonds sind für Privatanleger:innen steuerfrei4 (sogenannte Teilfreistellung). Das bedeutet, dass die tatsächliche Rendite nach Steuern oft besser ausfällt, als der Blick auf die Bruttoprozente vermuten lässt.

Ein Rechenbeispiel: Bei einer Wertentwicklung von 2 Prozent müsste ein voll besteuertes Vergleichsprodukt wie Festgeld oder ein Rentenfonds vor Steuern rund 2,6 Prozent erzielen, um netto auf dasselbe Ergebnis zu kommen. Bei 3 Prozent Wertentwicklung läge die Vergleichshürde bereits bei etwa 3,8 Prozent.

Wer Offene Immobilienfonds also nur anhand der Bruttoprozente mit Tagesgeld oder Anleihen vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen. Die Teilfreistellung ist gesetzlich verankert und gilt automatisch, solange der Fonds mindestens 51 Prozent in Immobilien investiert. 

Renditefaktoren

Wovon die Rendite bei Immobilienfonds abhängt

Für die Rendite spielen Lage, Nutzung, Vermietung und das Alter der Immobilie eine entscheidende Rolle. Assetmanager:innen legen vor allem auf die Vermietung einen besonderen Schwerpunkt, da sich hier besonders viel Spielraum ergibt und die Erträge langfristig planbar sind. Hier können Sie tiefer in das Thema Rendite von Immobilienfonds eintauchen.

Glasfassade eines Gebäudes mit reflektierenden vertikalen Linien in grünlichem Licht.

Miete und Rendite: Die Erfolgsfaktoren

Die Vermietungsquote

Es wird eine Vermietungsquote von über 90 Prozent angestrebt. Ab 97 Prozent spricht man von Vollvermietung, da sich ein Teil der Fläche immer in Renovierung oder Neuvermietung befindet.

Schutz vor Inflation

Um einen optimalen Inflationsschutz zu gewähren, wird die Miete an die Inflation gekoppelt: Steigt die Inflationsrate, steigt auch die Miete. So wird sichergestellt, dass die Immobilien auch in Krisenphasen weiterhin Erträge einbringen.

Kosteneinsparungen

Viel Potential liegt auch in den Einsparungen im laufenden Betrieb. Wenn durch Dämmung oder stromsparende Beleuchtung 50.000 Euro pro Jahr und Gebäude eingespart werden, ist das erst einmal eine überschaubare Summe. Doch bei einem Portfolio von über 100 Immobilien kommt so einiges zusammen.

Effiziente Mieterstruktur

Viele kleine Mieter:innen zahlen zusammengerechnet mehr als ein großer und die Abhängigkeit reduziert sich ebenfalls. Zieht mal eine kleinere Mietpartei aus, steht nicht gleich das ganze Gebäude leer. hausInvest setzt deshalb bewusst auf sogenannte Multi-Tenant-Strukturen und weist mit rund ca. 4.000 Mietern über 13 Nutzungsarten hinweg eine besonders granulare Mieterstruktur auf.

Langfristige Mietverträge

Je länger die Vertragslaufzeiten, desto planbarer sind die Einnahmen. Bei hausInvest liegt die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge bei 6,9 Jahren, etwa 30 Prozent laufen sogar noch mindestens zehn Jahre. Das sichert stabile Erträge auch dann, wenn der Markt kurzfristig schwankt. 

Offene Immobilienfonds in Krisenzeiten: Wie bewährt ist die Anlageklasse?

Ölpreisschock, Dotcom-Blase, Finanzkrise, Eurokrise, Corona-Pandemie, Zinswende: Offene Immobilienfonds haben in den letzten Jahrzehnten einiges durchgemacht. Doch gut aufgestellte Fonds wie hausInvest konnten jede Krise überstehen.

In der Finanzkrise 2008 zum Beispiel gerieten vor allem junge Fonds ohne ausreichende Streuung oder mit hoher Kreditfinanzierung in Schwierigkeiten. 18 Fonds wurden abgewickelt, die durchschnittlichen Verluste für die betroffenen Anleger:innen lagen bei 22 Prozent. Große, breit diversifizierte Fonds wie hausInvest kamen dagegen auch durch diese Phase mit positiven Renditen.5 3

In der Corona-Pandemie wurden insbesondere Hotel- und Einzelhandelsimmobilien getroffen. Doch anders als an der Börse blieben die Ausschläge bei Offenen Immobilienfonds überschaubar: Selbst in den Krisenjahren 2020 bis 2022 stieg das gesamte Fondsvermögen der Branche von 118 auf 131 Milliarden Euro. Aktives Fondsmanagement machte den Unterschied. hausInvest etwa traf in dieser Zeit unter anderem individuelle Vereinbarungen mit Mieter:innen und blieb weiterhin stabil.6

Seit 2022 kam mit der Zinswende eine neue Herausforderung hinzu. Steigende Kreditkosten, sinkende Transaktionen und die Rückkehr attraktiver Zinsprodukte setzten die Branche unter Druck. Wie sich die Fonds in dieser Phase geschlagen haben und was das für die Zukunft bedeutet, dazu mehr im nächsten Kapitel.


Ein lächelnder Mann im Anzug sitzt unter einer schwarzen Hängelampe vor hellem Hintergrund.
Gerade in Krisenzeiten wird deutlich, welche Fonds Qualität und Substanz haben. hausInvest zeigt sich seit 1972 resilient und nachhaltig stabil.
Mario Schüttauf
Fondsmanager hausInvest

Auch für die Zukunft bleibt wichtig, dass das Fondsmanagement aktiv Entwicklungen antizipiert. Denn am Immobilienmarkt bildet sich zunehmend eine Zweiklassengesellschaft heraus. Dr. Stefan Behrendt beobachtet: „Bei unseren Top-Objekten stehen die Mieter:innen bei uns Schlange. Teilweise wollen Bestandsmieter:innen vorzeitig zu einem höheren Preis verlängern, um sich jede freie Fläche zu sichern." Auf der anderen Seite gebe es Objekte, die so viel Instandhaltungsstau angehäuft haben, dass sich eine Modernisierung kaum noch rechne.

Das gilt besonders für den Büromarkt. Die Debatte um das Home-Office hat sich mittlerweile versachlicht: Rund drei Viertel der Beschäftigten arbeiten weiterhin vor Ort, die Homeoffice-Quote ist seit 2022 stabil.7 Was sich verändert hat, sind die Ansprüche. Unternehmen wollen weniger Fläche, aber bessere: modern, flexibel, energieeffizient. Gebäude, die das nicht bieten, stehen selbst in Metropolen leer.

Henning Koch, Vorstandsvorsitzender der Commerz Real: „Ich glaube weiter an das Büro, allerdings nur in absoluten Toplagen."8 Fondsmanager Mario Schüttauf ergänzt: „Für jene Immobilien, die sich in guten Lagen befinden, können Modernisierungskonzepte Wertsteigerungen erzielen. In anderen Lagen können sich hingegen eher Umnutzungen, beispielsweise zu Wohnen, anbieten."

Ähnliches zeigt sich im Einzelhandel. Shopping-Center nach altem Muster sind in vielen Fonds Sorgenkinder. Doch wer vorausschauend gegensteuert, kann daraus Chancen machen. hausInvest etwa entwickelt das Center „Regensburg Arcaden" zu einem Nahversorgungsquartier mit Wohnungen und Gesundheitsdienstleistungen weiter.  

Die Botschaft ist klar: Es kommt nicht mehr nur auf die Lage an, sondern auch darauf, wie aktiv ein Fonds seine Immobilien weiterentwickelt. Und genau hier trennen sich die guten Fonds von den schwachen. 

Seit der Erstauflage 1972 verzeichnet hausInvest jedes Jahr eine positive Wertentwicklung3. Dank seiner erfolgreichen Anlagestrategie, seiner Größe und breiten Streuung konnte hausInvest jedes Jahr im Plus3 abschließen.


Die hausInvest Performance der letzten 10 Jahre3

Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen
  • Brutto*
  • Netto**
  • kulminiert (brutto)

Offene Immobilienfonds 2026: Was gerade passiert und was es bedeutet

Ab 2022 hat die Zinswende den Immobilienmarkt grundlegend verändert. Die Leitzinsen stiegen in kurzer Zeit deutlich an, nicht wenige Anleger:innen wandten sich aufgrund der Baukrise von Immobilienfonds ab – nicht zuletzt weil klassische Zinsprodukte wieder attraktiv wurden. Laut Daten des Beratungshauses Barkow Consulting summieren sich die Nettoabflüsse aus Offenen Immobilienfonds mittlerweile auf über 13 Milliarden Euro.9 Vereinzelte Fonds mussten deutliche Wertkorrekturen vornehmen, und Anfang 2026 haben erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder einzelne Offene Immobilienfonds mit Fokus auf Wohnimmobilien die Anteilsrücknahme ausgesetzt.

Doch was auf den ersten Blick wie eine Branchenkrise wirkt, ist bei genauerer Betrachtung vor allem eine Differenzierung. Betroffen war zum Beispiel ein kleiner, spezialisierter Fonds mit 290 Millionen Euro Volumen, 17 Immobilien und ohne eigenen Bankvertrieb. Branchenexpertin Sonja Knorr von der Ratingagentur Scope hält weitere Schließungen vor allem bei größeren Fonds für wenig wahrscheinlich: „Nach meinen Informationen ist bei den meisten Fonds ausreichend Liquidität vorhanden, um kündigende Anleger:innen auszuzahlen."10 Und die Zahlen bestätigen das: Während der Branchendurchschnitt 2024 laut Scope bei -1,3 Prozent lag, erzielten die fünf größten Fonds im Mittel noch +1,9 Prozent.2 hausInvest schloss auch 2025/2026  mit einer positiven Ein-Jahres-Rendite von 1,9 Prozent ab.11 3

Was die stabilen Fonds von den temporär angeschlagenen unterscheidet, sind vor allem strukturelle Faktoren: Fonds- und Portfoliogröße, Diversifikation, die Qualität des Managements und die Vertriebskraft des Anbieters. In den Boomjahren der 2010er kamen viele neue Produkte auf den Markt, teilweise von Anbietern ohne nennenswerten Track Record. Genau diese Fonds geraten jetzt unter Druck. Dr. Stefan Behrendt von der Commerz Real: „Alles, was jetzt an Gewinnen gemacht wird, ist aufgrund eines guten Wirtschaftens und einer guten Immobilienqualität und nicht durch Fremdeinflüsse induziert."

Gleichzeitig mehren sich die Zeichen für eine Stabilisierung. Der EZB-Leitzins liegt seit Mitte 2025 stabil bei 2,25 Prozent,12 die Nachfrage nach Immobilienkrediten zog 2025 um 18 Prozent an und die Preiskorrekturen der vergangenen Jahre sind in den meisten Segmenten abgeschlossen.13 Henning Koch, Vorstandsvorsitzender der Commerz Real, ordnet die Lage ein: „Wir stehen am Beginn eines neuen Immobilienzyklus, in dem wieder stärker die konkrete Objektauswahl, die richtige Strategie und die Assetmanagement-Kompetenz im Vordergrund sind." Zu erwarten sei ein eher langsamer, dafür robuster Aufschwung.14

Prof. Dr. Steffen Sebastian von der Universität Regensburg rät Anleger:innen, Ruhe zu bewahren und nicht vorschnell zu kündigen: „Offene Immobilienfonds bleiben eine sinnvolle Art, in Immobilien zu investieren, ohne selbst ein Objekt zu kaufen."10


Auch für die Zukunft bleibt wichtig, dass das Fondsmanagement aktiv Entwicklungen antizipiert. Denn am Immobilienmarkt bildet sich zunehmend eine Zweiklassengesellschaft heraus. Dr. Stefan Behrendt beobachtet: „Bei unseren Top-Objekten stehen die Mieter:innen bei uns Schlange. Teilweise wollen Bestandsmieter:innen vorzeitig zu einem höheren Preis verlängern, um sich jede freie Fläche zu sichern." Auf der anderen Seite gebe es Objekte, die so viel Instandhaltungsstau angehäuft haben, dass sich eine Modernisierung kaum noch rechne.

Das gilt besonders für den Büromarkt. Die Debatte um das Home-Office hat sich mittlerweile versachlicht: Rund drei Viertel der Beschäftigten arbeiten weiterhin vor Ort, die Homeoffice-Quote ist seit 2022 stabil.7 Was sich verändert hat, sind die Ansprüche. Unternehmen wollen weniger Fläche, aber bessere: modern, flexibel, energieeffizient. Gebäude, die das nicht bieten, stehen selbst in Metropolen leer.

Henning Koch, Vorstandsvorsitzender der Commerz Real: „Ich glaube weiter an das Büro, allerdings nur in absoluten Toplagen."8 Fondsmanager Mario Schüttauf ergänzt: „Für jene Immobilien, die sich in guten Lagen befinden, können Modernisierungskonzepte Wertsteigerungen erzielen. In anderen Lagen können sich hingegen eher Umnutzungen, beispielsweise zu Wohnen, anbieten."

Ähnliches zeigt sich im Einzelhandel. Shopping-Center nach altem Muster sind in vielen Fonds Sorgenkinder. Doch wer vorausschauend gegensteuert, kann daraus Chancen machen. hausInvest etwa entwickelt das Center „Regensburg Arcaden" zu einem Nahversorgungsquartier mit Wohnungen und Gesundheitsdienstleistungen weiter.  

Die Botschaft ist klar: Es kommt nicht mehr nur auf die Lage an, sondern auch darauf, wie aktiv ein Fonds seine Immobilien weiterentwickelt. Und genau hier trennen sich die guten Fonds von den schwachen. 

Seit der Erstauflage 1972 verzeichnet hausInvest jedes Jahr eine positive Wertentwicklung3. Dank seiner erfolgreichen Anlagestrategie, seiner Größe und breiten Streuung konnte hausInvest jedes Jahr im Plus3 abschließen.


Immobilienmarkt Büro

Warum Büroimmobilien weiter gefragt bleiben

Nadja Eichelberger, offen gefragt: Welche Büroimmobilien haben in der aktuellen Marktlage noch eine Zukunft?

„Die klare Antwort: Ja – aber nicht alle. Wir sehen, dass Unternehmen weniger Fläche mieten, dafür aber konsequenter auf Qualität setzen. Lage bleibt dabei der entscheidende Faktor – und bereits wenige hundert Meter können hier den Unterschied machen. 

Gebäude in erstklassigen Lagen mit guter ÖPNV-Anbindung, flexiblen Raumkonzepten und hohen Nachhaltigkeitsstandards sind gefragt wie nie. In der Spitze steigen die Mieten weiter, während schwächere Lagen unter Druck geraten. Was das für hausInvest bedeutet? Unser Fokus auf A-Lagen und aktives Assetmanagement zahlt sich genau jetzt aus." Mehr zu den vier Erfolgsfaktoren der Büroimmobilie von morgen: 

Nadia Eichelberger ist Global Head of Real Estate Office and Industrial. Nadia Eichelberger sitzt vor einem hellen Hintergrund, hinter ihr die gerahmten Initialen der Commerz Real und eine schwarze Stehlampe.
Person auf Balkon einer modernen Wohnung mit Blick über die Stadt und Getränk in der Hand.
Beispiel Frankfurt am Main

Auf die Lage kommt es an

Frankfurt ist Europas führender Finanzplatz – und einer der spannendsten Immobilienstandorte des Kontinents. Was die Mainmetropole so besonders macht, welche Objekte hausInvest dort hält und warum der Markt gerade jetzt starke Signale sendet.

Gesetzlicher Schutz und Haltefristen

Seit Mitte 2013 gilt das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), das erste einheitliche Regelwerk für Fondsmanager und Investmentfonds. Da es sich z. B. bei Immobilienfonds um eine viel genutzte und beliebte Geldanlage handelt, um z. B. für das Alter oder die Kinder vorzusorgen, verabschiedete der Gesetzgeber das KAGB und richtete darin weitere Sicherheitsmaßnahmen für Anleger:innen ein.

Ein wichtiger Part darin ist auch das Thema Haftung: Bei Offenen Immobilienfonds gibt es kein Haftungsrisiko für Anleger:innen. Das Anlagevermögen bleibt vom Kapital der Fondsgesellschaft getrennt und gilt als Sondervermögen.

Als Reaktion auf die Banken- und Finanzkrise um 2010 herum wurden auch gesetzliche Mindesthalte-, Kündigungs- und Rückgabefristen eingeführt:

  • Die Mindesthaltefrist beträgt 24 Monate.
  • Die Rückgabefrist beträgt 12 Monate.

Diese Fristen schützen die Fonds vor Spekulanten und räumen dem Fondsmanagement eine höhere Planungssicherheit ein: Wollen viele oder größere Anleger:innen ihre Investments aus dem Fonds herausziehen, hat das Management ausreichend Zeit, einige Immobilien zu guten Preisen zu verkaufen.


Rückgabe & Verkauf

Welche Möglichkeiten Sie beim Verkauf Ihrer Anteile haben

Diese Gesetze machen die Fonds für langfristig denkende Anleger:innen um einiges sicherer. Wem das zu lange dauert, der hat die Möglichkeit, seine Anteile vorab an der Börse zu veräußern. Allerdings müssen dann möglicherweise Abschläge in Kauf genommen werden. Alles zum Thema Rückgabe und Verkauf finden Sie hier.

Ein modernes Gebäude mit Balkonen in gelb-grüner Farbgebung, Pflanzen auf dem oberen Balkon.

Fonds ist nicht gleich Fonds: Worauf Sie achten sollten

Wenn Sie aktuell einen Blick in die Presse werfen, werden Sie zum Thema Offene Immobilienfonds zwei gegensätzliche Positionen entdecken:

  • Die einen raten zum Verkauf und warnen vor Mittelabflüssen, sinkenden Bewertungen und Fondsschließungen.
  • Die anderen sehen gerade jetzt eine Einstiegschance, weil die Preiskorrekturen weitgehend abgeschlossen sind und ein neuer Zyklus beginnt.

Liegt die Wahrheit in der Mitte? Nein, vielmehr ist die Frage, von welchen Fonds die Rede ist. Die Unterschiede sind erheblich. Manche Fonds sind krisenfest aufgestellt, auf den Wandel vorbereitet und können guten Gewissens auch für die Zukunft solide, stabile Renditen in Aussicht stellen.

Doch es kann auch Fonds geben, die zum Beispiel in der Boomphase des Marktes einzig auf Kauf und Verkauf gesetzt haben und jetzt auf überteuerten Objekten ohne Perspektive sitzen. Problematisch wird es, wenn sie als sogenannte Transaktionshäuser auch nicht die Kompetenz haben, die Immobilien neu zu positionieren.


An dieser Stelle geben wir Ihnen drei Kriterien mit auf den Weg, mit denen Sie Offene Immobilienfonds ganz einfach selbst auf Herz und Nieren prüfen können. 
 

1. Kriterium: Fondsmanagement und -strategie

So bequem es ist, den Job den Profis zu überlassen – Sie müssen sich auf das Fonds- und Asset Management auch verlassen können. Deren Job ist es nicht nur, Ihr Geld aufzubewahren, sondern früh genug zu antizipieren, wohin sich Markt und Welt entwickeln.

Schauen Sie daher mal hin: Hat der Anbieter schon vor 10 Jahren Schachzüge vorbereitet, die sich heute auszahlen? Beispielsweise frühzeitig auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gesetzt, das Portfolio in der Boomphase bereinigt oder mit neuen Nutzungskonzepten auf veränderte Marktbedingungen reagiert?

Werfen Sie ruhig auch einen Blick auf die Aufstellung:

  • Erkennen Sie eine Konstanz in den Führungspositionen, sodass wirklich eine langfristige Strategie verfolgt werden kann?
  • Kann es Gebäude nur kaufen und verkaufen oder gar von der Pike an entwickeln?
  • Ist es fachlich breit genug aufgestellt, um sowohl etwas von der Hotelbranche als auch von Office-Immobilien zu verstehen?
  • Ist das Unternehmen groß genug, um weltweit tätig sein zu können, und verfügt es über starke Vertriebskanäle?

     

2. Kriterium: Die harten Kennzahlen

Wie heißt es so schön: Zahlen lügen nicht. Es gibt wenige wichtige Kennzahlen, die man als (möglicher) Kunde oder Kundin nicht im roten Bereich sehen möchte. Im Fall von Offenen Immobilienfonds schauen Sie bitte zuerst auf:

Die Wertentwicklung: Der sogenannte „Track Record“ verrät Ihnen, welche Ergebnisse der Fonds in der Vergangenheit erzielt hat. Eine erfolgreiche Wertentwicklung ist kein Garant für die Zukunft. Doch bei wem es in der Vergangenheit schon viel Auf und Ab ging, der wird kaum ab jetzt für Stabilität stehen. Achten Sie besonders darauf, wie sich ein Fonds in den Krisenjahren seit 2020 geschlagen hat.

Die Vermietungsquote: Keine Mieter, keine Erträge – dieser Sachverhalt ist einfach. Eine gewisse Leerstandsquote ist normal, schließlich werden manche Immobilien (um-)gebaut, andere sollen neu vermietet werden. Daher sind 100 Prozent auch nicht das Optimum, denn das bedeutet Stillstand. Auf der anderen Seite sollte sie nicht zu niedrig sein. Über 90 Prozent ist ein Wert, nach dem Sie Ausschau halten sollten.

Die Liquidität: Ein gesunder Immobilienfonds hat immer auch eine gesunde Geldreserve. Man weiß nie, wann sich ein guter Deal ergibt. Wer es dann „Cash“ hat, ist schneller und muss nicht über teure Kredite finanzieren. Auch können dann Anleger:innen, die ihre Fondsanteile zurückgeben möchten, ausbezahlt werden, ohne Panikverkäufe vornehmen zu müssen. Doch auch hier gilt: Zu viel Geld auf der hohen Kante ist auch nicht gut – dann „arbeitet“ es nicht in den Immobilien.

Fondsgröße: Ein großer Fonds ist im Regelfall stabiler, denn 10 Prozent Liquidität von 15 Milliarden Euro Fondsvolumen sind sicherer als 15 Prozent von 500 Millionen Euro. Auch kann ein Immobilienfonds erst ab einer bestimmten Größe breit gestreut sein – mit Immobilien auf verschiedenen Kontinenten und genug Personalkompetenz für unterschiedliche Sparten. Die jüngsten Fondsschließungen haben gezeigt, dass gerade kleinere Fonds ohne eigenen Bankvertrieb in schwierigen Marktphasen verwundbarer sind.

Geographische Streuung: Ein Fonds, der nur in einem Land oder einer Region investiert, ist der dortigen Marktentwicklung ausgeliefert. Achten Sie darauf, ob das Portfolio über mehrere Länder und Standorte verteilt ist. Fonds mit internationaler Streuung können regionale Schwächen besser ausgleichen.

Anzahl der Immobilien: Je mehr Objekte im Portfolio, desto weniger fällt ein einzelner Rückschlag ins Gewicht. Ein Fonds mit 20 Immobilien ist von jedem einzelnen Ausfall deutlich stärker betroffen als einer mit über 150.

Anlegerstruktur: Wenn ein Fonds das Vermögen vieler kleiner Anleger:innen verwaltet, ist er sicherer in Punkto Liquidität und freier im Fondsmanagement. Sind wenige Großanleger:innen im Boot, können sie sich auch zu viel Mitspracherecht herausnehmen. Wollen sie dann ihr Kapital auf einen Schlag ausgezahlt haben, können die einfachen Anleger:innen im schlimmsten Fall erstmal hinten anstehen.

Scope-Rating: Die Bewertung von Fonds erfolgt durch Ratingagenturen. In der Klasse Offene Immobilienfonds gilt Scope als Instanz. Sie schauen sich Faktoren wie Wertentwicklung, Volatilität und Qualität der Anlagestrategie sowie des Fondsmanagements an. (Potenzielle) Anleger:innen können mit dem Fondsrating die Stabilität, die Stärken und die Schwächen eines Fonds leichter prüfen. In der Gesamtmarktstudie 2025 hat Scope zwölf von 22 untersuchten Fonds herabgestuft – ein Blick auf das aktuelle Rating lohnt sich also besonders.15

Nutzungsverteilung: Werfen Sie einen Blick darauf, ob der Offene Immobilienfonds auch breit gestreut investiert. Schließlich soll Ihnen diese Geldanlage Stabilität bieten, nicht Renditerekorde jagen. Legt ein Fonds seinen Fokus auf einzelne Branchen wie Hotel oder Wohnen, profitiert er von Boom-Phasen. Aber er wird mit höherer Wahrscheinlichkeit zu kämpfen haben, wenn dieser Sektor kriselt.

Laufzeit der Mietverträge: Langfristige Mietverträge sichern planbare Einnahmen über Jahre hinweg. Prüfen Sie die durchschnittliche Restlaufzeit: Je länger, desto stabiler die Ertragsgrundlage. Einen Anhaltspunkt gibt auch der Anteil der Verträge mit mindestens zehn Jahren Restlaufzeit.

Fremdkapitalquote: Wie stark ist der Fonds kreditfinanziert? Die BaFin erlaubt maximal 30 Prozent. Fonds, die diese Grenze ausreizen, sind anfälliger für steigende Zinsen. Eine moderate Quote unter 25 Prozent gilt als solide.
 

3. Kriterium: Die Immobilien selbst

Heutzutage und mithilfe der digitalen Medien können Sie sich einfach ein Bild von den Immobilien machen. Doch es gibt auch Anleger:innen, die besuchen mal „ihre“ Immobilien z.B. bei einem Aufenthalt in Frankfurt oder Amsterdam.

So oder so – überzeugen Sie sich selbst von den Immobilien. Top-Ware oder Ramsch, für die Zukunft gewappnet oder Betonklotz, attraktiv oder selbst vom Fondsanbieter hinter dem Vorhang gelassen? Das ist der große Vorteil von Offenen Immobilienfonds gegenüber Dachfonds oder einem Aktienindex: Auch weniger erfahrene Anleger:innen können eher nachvollziehen, in was investiert wird.

Ein entscheidender Faktor ist die Lage. Premiumlagen sind selbst in schwächeren Marktphasen gefragt und sorgen für stabile Mieteinnahmen. Bereits wenige hundert Meter können hier einen Unterschied machen. Halten Sie daher Ausschau nach sogenannten A-Lagen – oder einer überzeugenden Argumentation, wieso B-Ware strategisch sinnvoll sein soll.

Doch so wichtig eine gute Lage auch ist – ganz allein genügt sie mittlerweile nicht mehr. Achten Sie auch darauf, ob die Immobilien zukunftsfähig aufgestellt sind: Erfüllen sie aktuelle Energiestandards? Lassen sie sich flexibel an veränderte Nutzungsansprüche anpassen? Gebäude, die hier nicht mithalten, verlieren zunehmend an Wert – unabhängig von der Adresse. Ein gutes Zeichen sind Nachhaltigkeitszertifizierungen wie LEED oder BREEAM und eine erkennbare Ausrichtung des Fondsmanagements zur Weiterentwicklung des Bestands. 


Fazit: Wann sich Offene Immobilienfonds empfehlen – und wann nicht

Offene Immobilienfonds haben turbulente Jahre hinter sich. Doch wer genau hinschaut, sieht: Die Anlageklasse selbst hat sich bewährt. Was sich verändert hat, sind die Anforderungen an den einzelnen Fonds. Nicht jeder OIF ist gleich gut durch die Krise gekommen, und nicht jeder wird vom kommenden Aufschwung gleich profitieren.

Grundsätzlich bleibt die Stärke Offener Immobilienfonds intakt: der Eigenwert der Immobilien, das aktive Fondsmanagement, die breite Streuung und die wissenschaftlich belegte Stabilität. Doch es empfiehlt sich mehr denn je ein genauer Blick auf den jeweiligen Fonds. Die Kriterien dafür haben Sie jetzt. 
 

Offene Immobilienfonds empfehlen sich für Sie, wenn Sie:

  • Einfach und schon mit niedrigen Beträgen in Immobilien investieren möchten, ohne selbst Objekte kaufen oder verwalten zu müssen.
  • Eine stabile, risikoarme Rendite suchen, die nachweislich wenig mit den  
  • Schwankungen an Aktien- und Anleihemärkten zu tun hat.
  • Von steigenden Mieten profitieren wollen: Viele Mietverträge sind an die Inflation gekoppelt, was einen gewissen Kaufkraftschutz bietet.
  • Steuerliche Vorteile nutzen möchten: 60 Prozent der Erträge aus OIFs sind für Privatanleger:innen steuerfrei.4
  • Einen langfristigen Anlagehorizont haben, idealerweise fünf Jahre aufwärts. Ob als Altersvorsorge, für die Kinder oder als risikoarmer Baustein neben risikoreicheren Anlagen.
     

Offene Immobilienfonds sind eher nichts für Sie, wenn Sie:

  • Ihr Geld innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre zwingend benötigen. Es gelten gesetzliche Mindesthaltefristen von 24 Monaten und Kündigungsfristen von 12 Monaten.
  • Noch keine finanzielle Reserve aufgebaut haben. Zwei bis drei Monatsgehälter sollten als Notgroschen verfügbar sein, bevor Sie investieren.
  • Jederzeit und ohne Abstriche an Ihr Kapital kommen möchten. OIFs sind keine Tagesgeld-Alternative.
  • Auf hohe Renditen aus sind und dafür bewusst höhere Risiken eingehen wollen. Dafür gibt es andere Produkte.

Häufige Fragen zu Offene Immobilienfonds auf den Punkt beantwortet

Offene Immobilienfonds sind Geldanlagen, mit denen Anleger:innen breit gestreut in Immobilien investieren. Das Kapital vieler Anleger:innen wird gebündelt und von einem professionellen Fondsmanagement in zahlreiche Objekte investiert, z. B. Bürogebäude, Hotels, Wohnhäuser oder Shoppingzentren. "Offen" bedeutet, dass grundsätzlich jederzeit neue Anteile erworben werden können.

Offene Immobilienfonds werden als „offen“ bezeichnet, weil sie jederzeit für neue Investments geöffnet sind. Die Anzahl der Fondsanteile, die ausgegeben werden können, ist grundsätzlich nicht begrenzt. Anleger:innen können in der Regel also jederzeit Anteile an Offenen Immobilienfonds erwerben. 

Offene Immobilienfonds investieren ihr Fondskapital in Immobilien. Dabei kann es sich um Bestandsimmobilien, Grundstücke oder Projektentwicklungen handeln. Offene Immobilienfonds sind meist in viele Immobilien gleichzeitig investiert, oft über verschiedene Städte, Länder und Nutzungsarten hinweg, um für mehr Stabilität zu sorgen.

Hauptsächlich über die laufenden Mieteinnahmen der Immobilien im Fonds. Hinzu kommen Wertsteigerungen der Objekte sowie Gewinne aus Verkäufen. Die meisten Fonds schütten einmal jährlich Erträge an ihre Anleger:innen aus. Dabei gilt ein steuerlicher Vorteil: 60 % der Erträge sind für Privatanleger:innen steuerfrei. Wer möchte, kann die Ausschüttung auch automatisch wieder anlegen lassen, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. 

1IREBS Immobilienakademie (2025). Offene Immobilienfonds als Teil der Asset Allokation. Universität Regensburg.

2Scope Fund Analysis (2025, 11. Juni). Offene Immobilienfonds: Marktstudie & Ratings 2025. https://www.scopeexplorer.com/files/get/?name=news.ReportFile/bytes/filename/mimetype/Scope_Offene_Immobilienfonds_Gesamtmarktstudie_2025.pdf

3Berechnet nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschlag, Ausschüttung sofort wieder angelegt). Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.

4Gemäß § 20 Abs. 4 InvStG besteht ggf. im Rahmen der persönlichen Steuererklärung die Möglichkeit, die 80%ige Teilfreistellung geltend zu machen. Wir verweisen dazu auf die Publikation zur bewertungstäglichen Auslandsimmobilienquote.

5Scope Analysis (2018, 27. März). Offene Immobilienfonds in Abwicklung: Ergebnisse der Fondsliquidationen. https://www.scopeanalysis.com/ScopeAnalysisApi/api/downloadstudy?id=90699911-e996-4bd6-b1ff-0b412e47fb57

6Scope Fund Analysis (2024, 04. Juni). Offene Immobilienfonds: Marktstudie & Ratings 2024, S. 6.https://www.scopeexplorer.com/files/get/?name=news.ReportFile/bytes/filename/mimetype/Scope_Offene_Immobilienfonds_Gesamtmarktstudie_2024.pdf

7ifo Institut (2025, 23. März). Working from Home Rate in Germany Stabilizes at Just Under 25%. https://www.ifo.de/en/facts/2025-03-24/working-home-rate-germany-stabilizes-just-under-25-percent

8Handelsblatt (2026, 21. Januar). Interview mit Henning Koch. https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-wie-gross-ist-die-krise-der-offenen-immobilienfonds-herr-koch/100191696.html

9Barkow Consulting (2026, 21. Januar). Immo-Fonds: Mittelabflüsse steigen auf €13,4 Mrd. https://www.barkowconsulting.com/immo-fonds-mittelabfluesse-steigen-auf-e134mrd/

10Hinterberger, Markus (2026, 15. Januar). Erster offener Immobilienfonds muss schließen. Handelsblatt. https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-erster-offener-immobilienfonds-muss-schliessen/100191549.html

11hausInvest (2025, 27. November). Ausschüttung & Geschäftsjahr. https://hausinvest.de/de/investment/ausschuettung-geschaeftsjahr/

12European Central Bank (2025). Key ECB interest rates. https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/key_ecb_interest_rates/html/index.en.html

13vdp-Pressemitteilung (2025, 20. November). Nachfrage nach Immobiliendarlehen zieht weiter an. https://www.pfandbrief.de/nachfrage-nach-immobiliendarlehen-zieht-weiter-an-2/

14Koch, Henning (2025, 3. Oktober). Nächster Zyklus wird kein kurzes Strohfeuer. Börsen-Zeitung.

15DAS INVESTMENT (2025, 11. Juni). Offene Immobilienfonds: Scope stuft mehr als die Hälfte herab. https://www.dasinvestment.com/offene-immobilienfonds-scope-stuft-mehr-als-die-haelfte-herab/