In Immobilien investieren:Welches Immobilien-Investment lohnt sich 2026?

Lesezeit9 Min.
zuletzt aktualisiert24.04.2026
KategorieImmobilien-Investment
Mehrere moderne Hochhäuser mit Glasfassaden bei Tageslicht, blauer Himmel im Hintergrund.

Wer in Immobilien investieren will, dem stehen dafür verschiedene Arten der Geldanlage zur Verfügung – von Aktien und Fonds über Crowdinvesting bis hin zur eigenen Immobilie. Doch die letzten Jahre haben am Immobilienmarkt für ganz schön viel Wirbel gesorgt. Für Sie als Anleger:in lohnt es sich momentan deshalb umso mehr, einen genaueren Blick auf die verschiedenen Arten von Immobilien-Investments zu werfen. Dieser Artikel vergleicht die wichtigsten Optionen.

 

Welche Vorteile bringt ein Immobilien-Investment?

Immobilien spielen ihre größte Stärke als Stabilisator im Portfolio aus. Während Aktienkurse innerhalb von Tagen um zweistellige Prozente schwanken können, entwickeln sich Immobilienwerte träger, und genau das ist ihr Vorteil. „Die Volatilität ist bei Immobilien viel niedriger als bei Aktien oder Gold", sagt Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst bei der Commerz Real. „Als stabilisierender Faktor in einem Portfolio gehören sie eigentlich immer dazu."

Gerade inmitten geopolitischer Krisen und Umbrüche suchen viele Anleger:innen nach Sicherheit. „Gerade inmitten geopolitischer Krisen und Umbrüche suchen viele Anleger:innen nach Sicherheit. „Immobilien in Top-Lagen der Europäischen Kernmärkte versprechen derzeit die besten Aussichten auch in Zukunft an überdurchschnittlichem Mietwachstum zu partizipieren und damit inflationsbereinigt positive Renditen zu erzielen“, so Henning Koch, CEO der Commerz Real.1

Daraus ergeben sich die wichtigsten Vorteile:

  • Immobilien decken einen fundamentalen Bedarf: Jeder Mensch braucht ein Dach über dem Kopf, Orte zum Arbeiten, Einkaufen, Zusammenkommen. Diese Nachfrage wird nie verschwinden, anders als bei manchen Geschäftsmodellen oder Technologien.
  • Immobilien haben eine eigene, innere Wertstabilität. Selbst in Krisenzeiten oder nach einem Leerstand ist ein Gebäude weiterhin vorhanden. Das gilt erst recht für Grundstücke und ihre Lage.
  • Diese Wertstabilität wird unterstützt durch ihre Langfristigkeit: Wo globale Verflechtungen und Krisen in anderen Branchen immer wieder für heftige Verluste sorgen, bleibt der Wert von Immobilien meist langfristig erhalten – oder nimmt sogar zu.
  • Reale Immobilien und direkte Immobilien-Investments sind börsenunabhängig und werden damit nicht an der Börse gehandelt. Sie sind dadurch nicht von den Wertschwankungen und plötzlichen Kurseinbrüchen der Aktienmärkte betroffen.
  • Immobilien bieten einen gewissen Inflationsschutz: Über indexierte Mietverträge oder steigende Marktmieten können Immobilienerträge mit der Inflation mitwachsen.

Welche Möglichkeiten gibt es, in Immobilien zu investieren?

Grundsätzlich gibt es zwei Wege: direkt oder indirekt.

Direkte Investments:

  • Eigenheim oder vermietete Immobilie kaufen

Indirekte Investments:

  • Offene Immobilienfonds
  • Geschlossene Immobilienfonds
  • Immobilienaktien und REITs
  • Immobilien-ETFs
  • Crowdinvesting

Doch die Anforderungen an Immobilien steigen. Energieeffizienz, ESG-Kriterien, flexible Nutzungskonzepte, Digitalisierung – der Markt differenziert immer stärker zwischen Objekten, die diese Anforderungen erfüllen, und solchen, die es nicht tun. Dr. Stefan Behrendt von der Commerz Real spricht von einer „Zweiklassengesellschaft am Immobilienmarkt", bei der die Schere weiter auseinandergeht.

Für Privatanleger:innen heißt das: Wer eine einzelne Immobilie kauft, trägt allein die Verantwortung dafür, dass sie diesen Entwicklungen standhält. Indirekte Investments können hier Vorteile bieten. „Ein aktives Immobilienmanagement, das in einem komplexen Umfeld die Balance zwischen Renditechancen und Risikodiversifizierung realisiert, ist entscheidend", sagt Dr. Nicole Arnold, Geschäftsführerin der Commerz Real Investmentgesellschaft. „Werte entstehen, wenn wir Bestände mutig weiterdenken: durch gezielte Vermietung, zukunftsgerichtete Transformation und den Blick für Chancen, bevor sie ein Markttrend werden. Ebenso wichtig ist das frühzeitige Erkennen neuer Investitionschancen im Marktzyklus. Visionäres Portfoliomanagement antizipiert diese Dynamiken – und setzt sie entschlossen in Wertschöpfung um."


Das Eigenheim: Eine eigene Immobilie kaufen

Den Wunsch, eine eigene Immobilie zu besitzen, hegen auch heute noch viele Anleger:innen. Ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung kann entweder für die eigene Familie gedacht sein, als Wohnort im Alter, als Zuhause für den Nachwuchs – oder auch einfach als Anlageobjekt, das vermietet wird.

Die Vorteile sind klar: Keine Mietzahlungen mehr; ein eigenes Dach über dem Kopf; die Möglichkeit, die Immobilie weiterzuvererben etc.

Aber die Risiken bzw. Hürden sind mindestens genauso groß: Nicht zuletzt zählen dazu die Menge an Eigenkapital, das Klumpenrisiko bei Wertverlust sowie der Zeitaufwand für die Instandhaltung bzw. Verwaltung.

Wer die Immobilie vermieten will, trägt ein zusätzliches Risiko: die Abhängigkeit von einem einzigen Mietverhältnis. Fällt dieses aus – sei es durch Kündigung oder Zahlungsprobleme – fallen damit auch die Mieteinnahmen weg. Professionelle Immobilieninvestoren setzen deshalb auf Mehrmieterkonzepte, bei denen die verbleibenden Mieter:innen kurzfristige Ausfälle auffangen.

Der Kauf einer eigenen Immobilie lohnt sich für Sie also vor allem dann, wenn Sie

  • die Immobilie selbst nutzen oder verwalten möchten
  • die Dynamiken am Immobilienmarkt gut durchblicken
  • über viel Zeit und Eigenkapital verfügen
  • und eine hohe Risikotoleranz mitbringen.

Die Eigenimmobilie als Investment eignet sich eher nicht, wenn Sie

  • die Verantwortung lieber in professionelle Hände geben
  • weder Zeit noch Lust auf Verwaltung, Instandhaltung und Mieterthemen haben
  • Ihr Kapital breit streuen statt an ein einzelnes Objekt binden wollen
  • und kein Risiko eingehen möchten, das Sie allein tragen müssen. 

Anlageprofil: Immobilienkauf

Erfahrung
Hoch: viel Expertise notwendig, um geeignetes Kaufobjekt auszusuchen
Engagement
Hoch: alleinige Verantwortung für Instandhaltung, Reparaturen, Sanierungen etc.
Kapital
Hoch: viel Eigenkapital notwendig, meist zusätzliche Kredite nötig
Risikobereitschaft
Mittel bis hoch: Klumpenrisiko beim Kauf einer einzelnen Immobilie, alleinige Verantwortung für Werterhalt bzw. Wertentwicklung der Immobilie
Anlagehorizont
Langfristig: meist mit langjährigen Kreditzahlungen verbunden

Crowdinvesting: Projektfinanzierung mit hohem Risiko

Beim Immobilien-Crowdinvesting finanzieren viele Anleger:innen gemeinsam ein einzelnes Bauvorhaben. Der Einstieg ist niedrig (oft ab 100 bis 500 Euro), die beworbenen Zinsen liegen bei 5 bis 8 Prozent pro Jahr. Das klingt attraktiv, doch die Risiken sind erheblich.

Rechtlich handelt es sich meist um ein Nachrangdarlehen, bei dem Anleger:innen dem Projektentwickler Geld leihen und im Insolvenzfall ganz hinten in der Gläubigerreihe stehen. Erst wenn Banken und Lieferanten bedient sind, kommt die Crowd an die Reihe.

Die Zahlen sind ernüchternd, tatsächlich bleibt oft nicht viel übrig: Laut Stiftung Warentest enden mindestens 20 Prozent aller Projekte mit Total- oder Teilverlust. Der Branchenanalyst Stefan Loipfinger kommt auf eine Ausfallquote von rund 24 Prozent. Das Marktvolumen im Crowdinvesting ist zwischen 2022 und 2024 um etwa 75 Prozent eingebrochen.2

Dr. Stefan Behrendt von der Commerz Real weist auf einen oft übersehenen Punkt hin: „Crowdinvesting ist für manche Projektentwickler ein letzter Finanzierungsweg, wenn die Bankenfinanzierung aufgrund zu geringen Eigenkapitals nicht zustande kommt. Da sollte man sich fragen: Warum? Wären die Projekte wirklich risikoarm, hätten Banken sie längst finanziert." 

Offene Immobilienfonds und Crowdinvesting im Vergleich

5 bis 8 Prozent Rendite klingen verlockend, doch was bleibt nach Ausfällen wirklich übrig? Unser Direktvergleich zeigt, wie sich Crowdinvesting und Offene Immobilienfonds erheblich unterscheiden. 
gezeigt wird eine innenaufnahme der commerz real institutionals immobilie hainbase in hannover. die aufnahme stellt den flur der immobilie dar.

Offene Immobilienfonds: Der Klassiker für Stabilität

Offene Immobilienfonds sind die mit Abstand beliebteste Form, indirekt in Immobilien zu investieren. Allein in Deutschland stecken rund 115 Milliarden Euro in offenen Immobilien-Publikumsfonds, mehrere Millionen Anleger:innen sind schätzungsweise investiert.4 Diese Beliebtheit kommt nicht von ungefähr. Offene Immobilienfonds erfüllen seit Jahrzehnten genau das, was sich die meisten von einem Immobilien-Investment versprechen, nämlich Stabilität bei überschaubarem Risiko.

Eine Langzeitstudie der IREBS Immobilienakademie bestätigt das empirisch. Von allen untersuchten Anlageklassen haben Offene Immobilienfonds das geringste Verlustrisiko: Nur bei Offenen Immobilienfonds sinkt sowohl die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts als auch die Höhe des Verlusts im Verlustfall mit zunehmendem Anlagehorizont gegen Null. Bei Aktien und Anleihen bleibt das Verlustrisiko auch langfristig bestehen.5

Damit sind Offene Immobilienfonds – wie zum Beispiel hausInvest – eine risikoarme und unkomplizierte Option, um in Immobilien zu investieren: Hier wird das Fondskapital in mehrere Immobilien in unterschiedlichen Regionen und mit verschiedenen Nutzungsarten (also Bürogebäude, Hotels, Handelsflächen, Wohnimmobilien, Logistik etc.) investiert. Die Gewinne entstehen dabei vor allem durch die regelmäßigen Mieteinnahmen.

Die Vorteile für Anleger:innen liegen vor allem in den geringen Anlagerisiken, der hohen Wertstabilität durch breite Streuung und der großen Zuverlässigkeit und Planbarkeit der Erträge. Offene Immobilienfonds sind außerdem börsenunabhängig und damit unbeeinflusst von börsentypischen Wertschwankungen.

Mögliche Nachteile können für manche Anleger:innen die feste Kapitalbindung und die gesetzlichen Haltefristen darstellen – gerade dann, wenn Sie gern auch kurzfristige Investmentchancen nutzen und Ihr Kapital gern flexibel zur Hand haben wollen. Hier gelten nämlich eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von 12 Monaten.

In Immobilienfonds zu investieren, lohnt sich für Sie also, wenn Sie

  • Wert auf Stabilität und Planbarkeit legen
  • Ihr Kapital für mehrere Jahre fest binden können
  • nicht selbst Ihr Geld verwalten möchten
  • und ein risikoarmes Investment suchen.

Wenn Sie lieber flexibel am Finanzmarkt agieren wollen und auch gern höhere Risiken für höhere Renditen eingehen möchten, dann ist ein Immobilienfonds-Investment wahrscheinlich nicht das richtige für Sie.

Sind Offene Immobilienfonds das beste indirekte Immobilien-Investment?

Dr. Stefan Behrendt ist Senior Research Analyst bei der Commerz Real und beschäftigt sich mit Marktanalysen und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen im Immobilienbereich. 

Herr Dr. Behrendt, warum sind Offene Immobilienfonds für Sie die erste Wahl unter den indirekten Immobilien-Investments?

Für mich ist der größte Vorteil die inhärente Diversifikation. Wenn ich 50.000 oder 100.000 Euro in eine Eigentumswohnung stecke, bin ich mit dieser einen Wohnung verheiratet, auf Gedeih und Verderb. Bei einem Fondsprodukt ist das anders. Wenn ein Objekt mal nicht funktioniert, gleicht ein anderes das aus. Der Grundsatz lautet: Setzen Sie nicht alle Karten auf einen Wert. 


Haben sie weitere Vorteile anderen indirekten Investments gegenüber?

Offene Immobilienfonds sind regulatorisch begrenzt, wie viel Fremdkapital sie aufnehmen dürfen. In der Boomphase lässt sich der Hebel dadurch nicht so stark ausnutzen, dafür trifft es uns in Krisen wie 2022 bis 2024 weniger hart. Die Schwankungsbreite ist eingeengt, das macht es für Anleger sicherer.

Dazu kommt die Erfahrung: In den Zehnerjahren sind viele neue Produkte an den Start gegangen, teilweise von Anbietern ohne Track Record. Die haben noch keine echte Krise durchlaufen. Wir haben über 50 Jahre Know-how, und es macht einen Unterschied, ob ein Fondsmanagement schon mehrere Zyklen erlebt hat oder bei der ersten Krise ins Straucheln gerät. 


Sie sprechen von einer Zweiklassengesellschaft am Immobilienmarkt. Was bedeutet das für Privatanleger?

Die Schere zwischen Top-Immobilien und dem Rest geht immer weiter auseinander. Energieeffizienz, ESG-Kriterien, flexible Nutzungskonzepte – wer das nicht erfüllt, wird es schwer haben, Mieter zu finden oder überhaupt noch zu verkaufen. Mit einem Offenen Immobilienfonds partizipiere ich dagegen an einem Portfolio aus Core-Immobilien in Top-Lagen, das von Profis aktiv gemanagt und an veränderte Anforderungen angepasst wird.

Ein Mann in weißem Hemd lehnt an einer beigefarbenen Steinwand in einer städtischen Umgebung.

Anlageprofil: Offene Immobilienfonds

Erfahrung
Niedrig: kein spezielles Immobilien- oder Finanz-Know-how erforderlich
Engagement
Sehr niedrig: Instandhaltung, Vermietung, Vermarktung etc. wird vom Fondsmanagement übernommen
Kapital
Niedrig: Investment schon ab 10€ monatlich möglich
Risikobereitschaft
Niedrig: sehr geringe Anlagerisiken, hohe Wertstabilität
Anlagehorizont
Mittel- bis langfristig: gesetzliche Mindesthaltefrist von 24 Monaten, Kündigungsfrist von 12 Monaten

Offene vs. geschlossene Fonds

Achtung: Verwechseln Sie Offene Immobilienfonds bitte nicht mit Geschlossenen Immobilienfonds. Sie heißen ähnlich und investieren beide in Immobilien, doch da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Aus Geschlossenen Immobilienfonds kommen Sie nicht so leicht raus und Sie investieren oftmals in nur eine Immobilie – also deutlich riskanter. Hier erfahren Sie mehr zu den Unterschieden. 

Rendite

Für die Rendite spielen Lage, Nutzung, Vermietung und das Alter der Immobilie eine entscheidende Rolle. Das Assetmanagement legt vor allem auf die Vermietung einen besonderen Schwerpunkt, weil sich hier besonders viel Spielraum ergibt und die Erträge langfristig planbar sind. Hier können Sie tiefer in das Thema Rendite von Immobilienfonds eintauchen.

Diversifikation bitte!

Die einfachste und wirksamste Methode, um die Anlagerisiken Ihres Investments zu senken, ist die Verteilung – auch „Diversifikation" genannt. Indem Sie Ihr Kapital auf verschiedene Vermögenswerte aufteilen, sorgen Sie für höhere Wertstabilität, denn die einzelnen Investments können sich in ihrer Wertentwicklung so gegenseitig ausgleichen. Beim Kauf einer einzelnen Immobilie haben Sie diesen Vorteil nicht: Kommt es hier zu einem Wertverlust, zum Beispiel durch Schwankungen am Markt oder durch größere Schäden, ist Ihr Kapital verloren.

Besonders einfach wiederum funktioniert die Diversifikation mit Investmentfonds: Hier investieren Sie mit nur einem Schlag in mehrere Vermögenswerte gleichzeitig. Der Immobilienfonds hausInvest zum Beispiel legt Ihr Geld in 161 weltweit an – von Hotels über Shoppingcenter und Büros bis hin zu Wohnhäusern.

Indem hausInvest die Nutzflächen seiner Immobilien vermietet, erwirtschaftet er regelmäßige Einnahmen. Diese Mieteinnahmen sorgen für hohe Stabilität im Fonds – und damit auch für planbare und stabile Renditechancen für Sie als Anleger:in. 

Ein lächelnder Mann im Anzug sitzt unter einer schwarzen Hängelampe vor hellem Hintergrund.
Mario Schüttauf
hausInvest Fondsmanager seit 2007
Breit diversifizierte Immobilienfonds wie der hausInvest werden auch in 50 Jahren noch der Fels in der Brandung sein.
Mario Schüttauf

Fazit: Lohnt sich ein Immobilien-Investment?

Ja, als stabilisierender Faktor gehören Immobilien in jedes diversifizierte Portfolio. „Ich würde nie 100 Prozent meines Geldes in Immobilien stecken", sagt Dr. Stefan Behrendt von der Commerz Real. „Aber auch nicht 0 Prozent." In Immobilien wird gelebt, gearbeitet, eingekauft – sie übernehmen für uns Menschen eine ganz grundlegende Funktion.  

Dazu kommt die niedrige Volatilität im Vergleich zu anderen Anlageklassen. Vor allem Offene Immobilienfonds schneiden hier gut ab: Laut der IREBS-Langzeitstudie sind sie sicherer als alle anderen untersuchten Anlageklassen. Nur bei ihnen sinkt sowohl die Verlustwahrscheinlichkeit als auch die Verlusthöhe mit zunehmendem Anlagehorizont gegen Null.5

Wer Immobilien als Portfoliobaustein nutzen möchte, ohne eine einzelne Immobilie zu kaufen, hat mehrere Optionen: Crowdinvesting, börsennotierte Produkte wie Immobilienaktien oder REITs, und Offene Immobilienfonds. Wer dabei die stabilisierende Rolle von Immobilien im Portfolio erhalten will, fährt mit Offenen Immobilienfonds am besten. Börsennotierte Produkte schwanken mit dem Markt, Crowdinvesting birgt hohe Ausfallrisiken.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Ein Immobilien-Investment lohnt sich für Sie, wenn Sie

  • eine hohe Wertstabilität schätzen
  • gern in Sachwerte investieren möchten
  • unabhängig von der Börse anlegen wollen
  • und Ihr Investment mittel- bis langfristig planen.

Ein Immobilien-Investment eignet sich eher nicht, wenn Sie

  • beim Investieren großen Wert auf Flexibilität legen
  • Ihr Kapital stets griffbereit haben wollen
  • und Ihr Geld nur kurzfristig „parken" möchten.

„Immobilien sind ein langfristiges Investment, keine Drei-Jahres-Spekulation“, betont auch Dr. Behrendt. „Sie sind nicht krisenfest auf kurze Sicht, aber werterhaltend über Generationen. Wer diesen langen Atem mitbringt, für den lohnt sich ein Immobilien-Investment." 

Ein Mann im Anzug steht lächelnd vor einer strukturierten, weißen Wand.
Gerade in Krisenzeiten wird deutlich, welche Fonds Qualität und Substanz haben. hausInvest zeigt sich seit 1972 resilient und nachhaltig stabil.
Mario Schüttauf
Fondsmanager hausInvest

Im Wandel, damit alles gleich bleibt

André Krüger ist Senior Key Account Manager bei Commerz Real. Seit 1. Januar 2023 verantwortet er die Betreuung von Finanzmaklern, Finanzvertrieben und Versicherungen.

Herr Krüger, hausInvest ist jetzt 54 Jahre jung – und Sie begleiten ihn seit 22 Jahren. Was hat der hausInvest, dass Sie ihm so die Treue halten? 

Seit inzwischen 33 Jahren bin ich auch selbst Kunde von hausInvest. Egal, wie sich Märkte verändert haben, ich konnte mich immer darauf verlassen, dass ich mit hausInvest einen stabilen Anker im Depot habe. Denn hausInvest ist stets im Wandel, damit alles gleich bleibt. So konnte der Fonds seit über 50 Jahren jedes Geschäftsjahr mit einem Plus abschließen. 


Was bedeutet das: „Im Wandel, damit alles gleich bleibt“? 

Ein paar Beispiele für den ständigen Wandel des hausInvest: Bei seiner Auflage hat der Fonds ausschließlich in deutsche Immobilien investiert. 1995 fiel mit einer Immobilie in London der Startschuss für die regionale Ausweitung in einen Europafonds. Über die folgenden Jahre kamen Objekte in Frankreich, Italien, Schweden, Österreich, Portugal, Belgien, Spanien und den Niederlanden dazu. Hier war aber noch nicht Schluss: 2004 folgten erste Investitionen in den USA. Inzwischen ist der Fonds in Immobilien in insgesamt 18 Ländern weltweit investiert. 

Es wird der Commerz Real Mitarbeiter Claus André Krüger, Senior Key Account Manager für Sales Private and Business Clients SW, dargestellt. Er sitzt vor einer hellgrauen Wand mit einer schwarzen Deckenleuchte, trägt ein dunkelblaues Sakko und blickt ruhig in die Kamera.

FAQ zu den Immobilien-Investments

Achten Sie bei der Auswahl einer Immobilie als Kapitalanlage vor allem auf die Qualität und die Lage des Objekts. Je hochwertiger die Immobilie ist bzw., je besser sie gelegen ist, desto höher wird die Nachfrage und ihr Wertgewinn sein.

Der Kauf einer eigenen Immobilie als Kapitalanlage lohnt sich besonders dann, wenn Sie über viel Eigenkapital und eine hohe Risikotoleranz verfügen, Ihnen ein lukratives Objekt und eine günstige Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht und Sie Ihr Kapital langfristig investieren möchten. Darüber hinaus sollte sich der Aufwand für Erwerb und Verwaltung der Immobilie für Sie in Grenzen halten.

Im Vergleich zum Kauf einer eigenen Immobilie bieten Offene Immobilienfonds meist eine höhere Streuung, ein professionelles Fondsmanagement, geringere Einstiegssummen und Anlagerisiken, da das Investment auf mehrere Immobilien verteilt wird. Darüber hinaus bringt ein Immobilienkauf deutlich mehr Aufwand mit sich: Makler, Handwerker, Bank, Notar und Mieter sind nur ein Ausschnitt der Themen, die bei einem Immobilienkauf für Sie anfallen.

1Börsen-Zeitung (2025, 03. Oktober). Nächster Zyklus wird kein kurzes Strohfeuer, Print-Ausgabe

2Für Gründer (2013), Quelle: https://web.archive.org/web/20130118032843/http://www.fuer-gruender.de/blog/2013/01/2012-wachstum-crowd-funding-und-crowd-investing/ Stiftung Warentest / Finanztest (Ausgabe 2/2024), Quelle: https://www.cash-online.de/a/crowdinvesting-vor-dem-neustart-697363/

3Börsen-Zeitung (2026, 20. Januar). Warum Reits in Deutschland nicht funktionieren. https://www.boersen-zeitung.de/meinung-analyse/an-der-kurzen-leine-warum-reits-in-deutschland-nicht-funktionieren

4Stand: 16. Juni 2026. Quelle:  https://saprodscopeexplorer01.blob.core.windows.net/public/reports-links/Scope_Offene_Immobilienfonds_Gesamtmarktstudie_2026.pdf

5IREBS Immobilienakademie (2025). Offene Immobilienfonds als Teil der Asset Allokation. Universität Regensburg.