- Core-Immobilien zeichnen sich durch exklusive Standorte, hochwertige Ausstattung und bonitätsstarke Mieter:innen aus. Heute entscheiden aber auch Energieeffizienz und Flexibilität über ihre Zukunftsfähigkeit.
- Konstant hohe Mieteinnahmen versprechen ein niedriges Risiko und bieten einen Anreiz für Anleger:innen, die ihr Portfolio durch ein stabiles Investment erweitern möchten.
- Nachhaltigkeit hat sich beim Bau und Betrieb hochwertiger Immobilien zu einem unverzichtbaren Faktor entwickelt
- Core-Immobilien bleiben ein stabiler Baustein im Portfolio, erfordern heute jedoch eine bewusstere Auswahl und aktives Management, um ihre Qualität langfristig zu sichern.
Immobilien-InvestmentCore-Immobilien als Investment: Stabiler Baustein oder überschätzter Luxus?
Inhalte
Das Wichtigste in Kürze
Was genau sind Core-Immobilien?
Sogenannte Core-Immobilien gelten als Crème de la Crème des Immobilienmarktes. Was sie auszeichnet, sind 1A-Lagen in internationalen Großstädten und Ballungszentren. Eine hochwertige, moderne Ausstattung. Eine ausgezeichnete infrastrukturelle Anbindung. Und nicht zuletzt: Erfolgreiche Mieter:innen.
Meistens handelt es sich bei Core-Objekten deshalb um gewerbliche Immobilien, vor allem um Büroimmobilien. Genutzt werden diese Flächen in der Regel von sehr bonitätsstarken Mieter:innen wie internationalen Unternehmen und Konzernen. Gute Bonität und langfristige Mietverhältnisse sind im Core-Segment sehr wichtig: So wird für möglichst stabile Einnahmequellen gesorgt.
Der Begriff „Core“ bezeichnet aber nicht nur eine Art von Immobilien in bestimmten Lagen, sondern sagt auch etwas über die Risikoklasse dieser Immobilien aus: Da Core-Immobilien so hochwertig sind, in besten Lagen errichtet werden und eine gute Mieterstruktur haben, gelten sie als relativ risikoarm. Der Grund: Flächen von solcher Qualität sind immer heiß begehrt – sogar dann, wenn der restliche Immobilienmarkt es nicht vermuten lässt.
Diese Entwicklung bestätigt auch Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst bei der Commerz Real AG: „In den Kernmärkten haben wir kaum Leerstände, teilweise nur 2 bis 3 Prozent. Bei Top-Objekten stehen die Mieter:innen Schlange." Am anderen Ende der Skala zeigt sich ein ganz anderes Bild: „Nehmen wir das Beispiel Frankfurt: In Randlagen wie Niederrad kriegt man kein Objekt mehr vermietet, kein Objekt mehr verkauft. Im Bankenviertel dagegen ist alles dicht."
Was bedeutet „Core“?
„Core“ kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet übersetzt Kern. Im Allgemeinen bezeichnet „Core“ den inneren Teil von etwas, der als zentral oder essenziell angesehen wird. Es kann sich um den physischen Kern eines Objekts handeln, wie der Kern eines Apfels oder eines Atomkerns, oder metaphorisch um das Herzstück eines Systems, einer Organisation oder einer Idee.
Im Immobilienbereich bezeichnet der Begriff „Core“ hochwertige Immobilien in erstklassigen Lagen. Diese Immobilien bieten zuverlässige Mieteinnahmen und sind weniger risikobehaftet. Sie gelten als „Kern“ oder „Herzstück“ eines Portfolios.
Core-Immobilien im Überblick
Das zeichnet Core-Immobilien aus:
- 1A-Lage in internationalen Metropolen oder Wirtschaftszentren
- Hoher Vermietungsstand
- Moderne, hochwertige Ausstattung
- Flexibel nutzbare Flächen
- Exzellenter Zustand der Immobilie
Wie haben sich Core-Immobilien zuletzt entwickelt?
In den letzten Jahren – durch Corona, Krieg, Inflation und gestiegene Zinsen – hat der gesamte Immobilienmarkt etwas an Antrieb verloren. Kredite wurden durch die hohen Zinsen unattraktiver, die sinkende Kaufkraft hat den Handel mit Immobilien verlangsamt. Gerade Immobilien in weniger zentralen und ländlichen Lagen haben unter den schwierigen Marktbedingungen gelitten, der Leerstand hat zugenommen, Mietpreise sind eingebrochen.
In zentralen Stadtlagen wiederum hat sich die Situation etwas anders entwickelt. Auch hier hat die Dynamik zwischenzeitlich nachgelassen und der Leerstand zugenommen. Doch prestigereiche Core-Immobilien waren hier klar im Vorteil: Wie hausInvest Fondsmanager Mario Schüttauf berichtet, wurden zwar insgesamt weniger Büroflächen angemietet als zuvor, doch dafür waren moderne und zentral gelegene Immobilien von hoher Qualität umso stärker nachgefragt.1 Von dieser Entwicklung profitiert sein Immobilienfonds enorm: „Weil beim hausInvest Lage- und Objektqualität seit jeher im Fokus stehen, sind die Leerstände niedrig und die Mieterträge stabil“, so Schüttauf.
Die erhöhte Nachfrage nach modernen, hochwertigen Flächen lässt sich vor allem an den Mietpreisen ablesen: In den Premium-Lagen deutscher und internationaler Metropolen sind die Mieten stetig angestiegen und erreichen bei Büroflächen aktuell sogar neue Höchstwerte. In München etwa hat die Spitzenmiete laut JLL zuletzt die Marke von 60 Prozent pro Quadratmeter überschritten – Tendenz steigend.2
Die bleibende Nachfrage ist schließlich auch Immobilien-Investments zugute gekommen, die in ihrer Anlagestrategie auf einen starken Anteil an Core-Immobilien gesetzt haben. Auch der Offene Immobilienfonds hausInvest verfolgt diese sogenannte „Manage-to-Core“-Strategie: Rund 145 Immobilien hat der Fonds in seinem Portfolio, ganze 85% davon befinden sich in internationalen A-Lagen, also in zentralen Stadtlagen mit sehr guter Anbindung und Infrastruktur. Das hat stark dazu beigetragen, dass der Fonds auch in den letzten Jahren eine positive Wertentwicklung und stabile Renditen für seine Anleger:innen erzielen konnte.3
Weil beim hausInvest Lage- und Objektqualität seit jeher im Fokus stehen, sind die Leerstände niedrig und die Mieterträge stabil.
Das Herzstück der hausInvest Anlagestrategie
Der Omniturm in Frankfurt am Main, das 2Amsterdam in der niederländischen Hauptstadt, die Widok Towers in Warschau: Das hausInvest Fondsportfolio kann sich in Sachen Core-Immobilien mehr als sehen lassen. Seit vielen Jahren liegt der Fokus der hausInvest Anlagestrategie auf der überdurchschnittlichen Qualität von Immobilien, vor allem hinsichtlich der Ausstattung und der Lage.
Der Fokus auf Core-Immobilien hat dabei in erster Linie mit der hausInvest Anlagestrategie zu tun. Denn hochwertige Immobilien in Premiumlagen sind auch in schwächeren Phasen gefragt und sorgen so für stabile und planbare Mieteinnahmen, die sich schließlich positiv auf die Renditen der Anleger:innen auswirken.
Dabei geht es auch um ein ausgewogenes Verhältnis aus Mikro- und Makrolage. Das heißt: Nicht nur die Metropole, sondern auch die Lage innerhalb der Metropole spielt eine Rolle. Und für Core-Immobilien bewährt sich momentan vor allem eine exzellente Mikro-Lage. Ausschlaggebend dafür sind auch die Nachbarschaft sowie das Angebot an Geschäften, Gastronomien und anderen Dienstleistungen.
Steffen Sebastian, Professor für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg und stellvertretender Geschäftsführer des IREBS Instituts für Immobilienwirtschaft, fasst das so zusammen: „Lieber eine A-Lage in einer C-Stadt als eine C-Lage in einer A-Stadt“.
Deshalb bewertet hausInvest immer auch die jeweilige Lebenswelt einer Immobilie. Diese Strategie hat sich nicht nur in den letzten Jahren, sondern auch Jahrzehnten bewährt: Seit der Fondsauflage 1972 hat hausInvest jedes Jahr eine positive Wertentwicklung erwirtschaftet, aller Krisen zum Trotz. Doch bitte beachten: Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.
Fünf Jahrzehnte hausInvest – die Zahlen sprechen für sich
- Wertentwicklung in %
Immobilienfonds kaufen
Immobilienfonds sind eine gute Möglichkeit, um auf einen Schlag weltweit in viele verschiedene Immobilien zu investieren. Eine breite Streuung, zum Beispiel über Hotels auf Hawaii, Wohnhäuser in Frankfurt und Bürotürme in New York, bringt stabile Renditechancen und eine gute Risikobalance mit sich.
Doch nicht jeder Immobilienfonds eignet sich für jede Art von Anleger:in. Worauf es beim Kauf von Immobilienfonds zu achten gilt, erfahren Sie hier.
Vorteile von Core-Immobilien für Anleger:innen
- dauerhafte Ertragssicherheit
- geringes Verlustrisiko aufgrund ihrer Lage und Mieterstruktur
- Balance-Faktor im Anlageportfolio durch hohe Wertstabilität
Wie hat sich das Verständnis von Core-Immobilien gewandelt?
Lange Zeit galt im Immobiliengeschäft ein einfaches Mantra: Lage, Lage, Lage. Wer ein Objekt in bester Innenstadtlage besaß, konnte sich entspannt zurücklehnen. Doch diese Zeiten sind vorbei. „Lage ist wichtig, aber ist nicht mehr das einzige Kriterium", sagt Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst bei der Commerz Real AG. Was also ist hinzugekommen? Behrendt sieht heute drei weitere Faktoren, die über Erfolg oder Scheitern einer Immobilie entscheiden: Energieeffizienz, Flexibilität und aktive Bewirtschaftung.
Das Ergebnis dieser neuen Anforderungen ist eine wachsende Kluft zwischen zukunftsfähigen und veralteten Objekten. „Es entsteht definitiv eine Zweiklassengesellschaft", so Behrendt, „und die Schere wird immer weiter auseinandergehen."
Wie sieht die Zukunft von Core-Immobilien aus?
Die Ansprüche an Büroflächen sind gestiegen und das spielt Core-Immobilien in die Karten. Denn was Mieter:innen heute suchen, findet sich vor allem im Premium-Segment: flexible Flächen, moderne Ausstattung, zentrale Lagen mit guter Anbindung.
Hybrides Arbeiten hat diese Entwicklung beschleunigt. Wenn Mitarbeitende nicht mehr jeden Tag ins Büro kommen, muss sich der Weg auch lohnen. Die Erwartungen an Arbeitsumgebungen sind entsprechend gewachsen: Wie flexibel lassen sich Flächen nutzen? Wie steht es um Technologie und Energieeffizienz? Bietet das Gebäude mehr als nur Schreibtische? Für hochwertige Core-Immobilien ist das eine Chance.
Dass sich vor allem die energetische Aufwertung von Büroimmobilien auch finanziell auszahlt, belegen aktuelle Marktdaten: Laut CBRE erzielen nachhaltig zertifizierte Bürogebäude im Schnitt 6 % bis 8 % höhere Mieten als vergleichbare nicht zertifizierte Objekte und werden zudem 14 % bis 16 % höher bewertet.4 Die Schere dürfte sich weiter öffnen, denn das Angebot an energieeffizienten Flächen ist begrenzt. Eine aktuelle JLL-Analyse geht davon aus, dass die Nachfrage nach sogenannten „grünen“ bzw. Low-Carbon-Büroflächen das verfügbare Angebot bis 2030 sogar um bis zu 70 % übersteigen könnte, Tendenz steigend.5
Gleichzeitig zeigt eine CBRE-Umfrage unter Büromieter:innen, dass für 55% von ihnen eine Green-Zertifizierung bereits heute ein zentrales Kriterium bei der Standortwahl ist.6 Wer heute in energieeffiziente Qualität investiert, sichert sich einen wachsenden Wettbewerbsvorteil.
hausInvest verfolgt diesen Ansatz schon lange und sieht sich durch die Marktentwicklung bestätigt: Die Aufwertung der Bestandsimmobilien im hausInvest Portfolio nimmt eine zentrale Rolle im Fondsmanagement ein. Wo Lage und Qualität weitestgehend feste Eigenschaften einer Immobilie sind, lässt sich die technologische und energetische Ausstattung von Mietflächen noch beträchtlich optimieren. Dieses Potenzial hat hausInvest erkannt – und nutzt es auch.
2Amsterdam
Das 2Amsterdam ist die Referenzimmobilie schlechthin: Nicht nur die Lage, sondern vor allem die durchdachte Ausstattung und die digitale Vernetzung machen dieses Ensemble zu einem Vorzeigeobjekt im hausInvest Portfolio.
Dass es sich beim 2Amsterdam um eine neue Klasse von Core-Immobilien handelt, hat auch die Auszeichnung mit dem weltweit ersten SmartScore-Siegel gezeigt. Neben Lage steht jetzt vor allem die intelligente Nutzung und Optimierung von Flächen an der Tagesordnung.
Fazit: Core-Immobilien bleiben sinnvoll – heute mehr denn je
Hochwertige Immobilien in den gefragtesten Metropolen der Welt werden immer Bestand haben. Dieser Grundgedanke hat sich durch viele Marktzyklen bewährt und die hohe Nachfrage nach Top-Flächen bestätigt ihn auch heute. Doch Selbstläufer sind sie nicht. Was eine Core-Immobilie ausmacht, hat sich gewandelt: Neben der Lage entscheiden heute Energieeffizienz, Flexibilität und aktives Asset Management über den langfristigen Erfolg.
Für Anleger:innen lohnt sich daher ein genauer Blick auf den Betreiber: Wer setzt sich mit diesen Entwicklungen auseinander? Wer investiert in Energieeffizienz und intelligente Gebäudenutzung, wer verlässt sich allein auf die Adresse?
Die Spielregeln im Core-Segment haben sich verändert. Wer wie hausInvest weiß, worauf es heute ankommt, kann davon stark profitieren – sowohl heute als auch in den nächsten Jahrzehnten.
Häufige Fragen zu Core-Immobilien
1AssCompact (2023, 06. Juni). Mario Schüttauf: „Unterm Strich ist Lage herausfordernder geworden“. https://www.asscompact.de/nachrichten/mario-sch%C3%BCttauf-%E2%80%9Eunterm-strich-ist-lage-herausfordernder-geworden%E2%80%9C?page=0#main-content
2JLL (2026, 13. Januar). Jahresanalyse Münchner Büromarkt. Via t-online: https://muenchen.t-online.de/region/muenchen/id_101078630/muenchen-immobilien-markt-die-gefragtesten-viertel-fuer-bueromieten.html
3Berechnet nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschlag, Ausschüttung sofort wieder angelegt). Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.
4Cash Online (2023, 4. Dezember). Immobilienportfolios: Renditepotenzial durch ESG. https://www.cash-online.de/a/immobilienportfolios-renditepotenzial-durch-esg-665211/
5JLL (2024, 05. April). Pressemitteilung: Weltweite Angebotslücke an „grünen“ Büroflächen wächst dramatisch. https://www.jll.de/de/presse/Weltweite-Angebotsluecke-an-gruenen-Bueroflaechen-waechst-dramatisch
6CBRE (2024, 11. Oktober). Sustainability is a Key Factor in Making Office Space Decisions. https://www.cbre.com/insights/articles/sustainability-is-a-key-factor-in-making-office-space-decisions