Fondssparen für KinderWelche Rolle Sparplan und Junior Depot 2026 spielen

vonThomas Henrich
Lesezeit12 Min.
zuletzt aktualisiert24.04.2026
KategorieGrundlagen Geldanlage
Glasblasen hängen an Fäden vor einem geometrischen, grün getönten Dachfenster.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sparprodukte für Kinder sollten besonders zuverlässig sein, aber auch Gewinn bringen.
  • Fonds bewähren sich als rentable Anlage und bieten auch für die Kleinen eine gute Alternative zum Sparschwein.  
  • Eltern können den Fondssparplan bequem von zu Hause eröffnen. Die monatlichen Einzahlungen können erhöht, verringert oder auch ausgesetzt werden.  
  • Verwandte wie die Großeltern können Geldgeschenke zu Anlässen ebenfalls in den Fonds anlegen.  
  • Achten Sie bei der Auswahl des richtigen Anbieters auf Faktoren wie Historie, Mindestsparrate und ob Sie sich mit dem Investment identifizieren können.
  • Aktienfonds z.B. stellen höhere Renditen in Aussicht, sie riskieren die Vorsorge für Ihre Kinder aber auch stärker. Doch es gibt auch risikoarme Optionen wie Offene Immobilienfonds.  
  • Kinder profitieren von Steuervergünstigungen und Freibeträgen, wenn der Fonds auf ihren Namen läuft.  
  • Ein Junior Depot auf den Namen Ihres Kindes bietet neben steuerlichen Vorteilen auch pädagogischen Wert und ist bei Privatinsolvenz vor Pfändung geschützt.

Fondssparen für Kinder bietet Ihnen in Zeiten von Preissteigerungen und Wertverlust eine ideale Möglichkeit, um für die finanzielle Vorsorge Ihrer Kinder die Weichen zu stellen. Denn in Zeiten von Inflation und Wertverlust braucht es Alternativen zu klassischen Sparmethoden wie dem Sparschwein oder dem Sparbuch.

Daher setzen viele Eltern eher auf zeitgemäße Fondssparpläne für ihren Nachwuchs und kombinieren die Sparmentalität mit mehr Chancen auf Rendite. Dabei muss es nicht immer das Investment in spekulative Aktien sein: Viele Fonds bzw. Fondssparpläne bieten für Sie und Ihre Familie eine gute und vor allem wertstabile Alternative zum Sparbuch bei einer breiteren Risikostreuung.

Wie genau Fondssparpläne für Kinder funktionieren, wie es aktuell und auch in den kommenden Jahren um Geldanlagen in Fonds steht und welche Vorteile sich für Sie daraus ergeben, können Sie hier nachlesen.

Weshalb sich Kinder-Fondssparpläne für die finanzielle Vorsorge eignen

Bei einer Geldanlage für Kinder spielen vor allem drei Faktoren eine wichtige Rolle: Langfristigkeit, Wertstabilität und Rentabilität. Ein Fondsinvestment für Kinder per Sparplan eignet sich dabei besonders: In diesem Anlagesegment gibt es einige Fondsarten, die eine gute Balance zwischen diesen Aspekten schaffen. Zudem können Sie Fondssparpläne in der Regel individuell und flexibel an Ihre Bedürfnisse anpassen, zum Beispiel hinsichtlich der Sparrate als auch der zeitlichen Intervalle, in denen Sie investieren.

Da für einen Fondssparplan kein hoher Einmalbetrag vorausgesetzt wird, bietet ein Sparplan für Kinder auch gerade für jüngere Familien viele Vorteile. Bei manchen Fonds kann bereits ab 10 Euro monatlich angespart werden – ganz nach Ihren eigenen finanziellen Möglichkeiten.

Fonds bieten dabei in der Regel eine breite Streuung, da sich ein Fondsportfolio meist aus mehreren Vermögenswerten zusammensetzt – je nach Fonds handelt es sich dabei zum Beispiel um Immobilien, Aktien oder Wertpapiere. So können Sie in eine Vielzahl von Vermögenswerten investieren, ohne sich um jeden einzelnen kümmern zu müssen. Das bedeutet für Sie einerseits weniger Zeitaufwand, andererseits ein geringeres Anlagerisiko, da es sich über eine größere Zahl an Vermögenswerten verteilt.

Der langfristige Anlagezeitraum vieler Fonds sorgt zusätzlich dafür, dass kurzfristige Wertschwankungen, die am Markt auftreten können, über den langen Zeitraum meist gut ausgeglichen werden. Damit bieten viele Investmentfonds grundsätzlich eine höhere Wertstabilität als kurzfristige Investments und eignen sich deshalb besonders für einen kontinuierlichen, langfristigen Vermögensaufbau.

Weitere wichtige Vorteile rund ums Fondssparen im Überblick

Fondssparen punktet zudem mit einem klar definierten Einstieg: Es gibt keinen festen Startzeitpunkt: Sie können jederzeit beginnen. Hinzu kommt eine höhere Transparenz im Vergleich zu anderen Anlageprodukten wie etwa Versicherungslösungen zur Altersvorsorge.


Wie funktioniert ein Fondssparplan für Kinder?

Um einen Fondssparplan für Kinder abzuschließen, muss zunächst ein Fonds- oder Wertpapierdepot eröffnet werden. Hier gibt es meist explizite Junior Depots für die Kleinen. Das Depot kann aber auch auf Ihren Namen angelegt werden.  

Heutzutage kann der Depotantrag ganz einfach und bequem von zu Hause aus gestellt werden – online und direkt. Die Legitimation für das Fondsdepot können Sie entweder online – zum Beispiel mit Postident-Video – oder in einer Postfiliale mit dem Postident-Verfahren erledigen. Ihre erworbenen Fondsanteile werden über das Depot verwahrt und sind jederzeit einsehbar.  

Im Anschluss an die Depoteröffnung kann der Sparplan für den Fonds, für den Sie sich entschieden haben, eingerichtet werden. Sie legen selbst fest, wie viel Sie jeden Monat einzahlen möchten. Die Sparrate bei Fonds können Sie jederzeit anpassen, erhöhen oder aussetzen.

Omas und Opas, Onkel und Tanten können immer etwas Geld zum Vermögensaufbau beisteuern. So können Sparpläne um höhere Summen im Rahmen einmaliger Anlagen ergänzt werden.  

Fondssparen ist eine gute Alternative zum Sparbuch. Doch warum? Das erfahren Sie in unserem Video.

Das Video erklärt, warum Fondssparen eine Alternative zum Sparbuch ist, und zeigt Grundlagen, Vorteile, Risiken sowie die Rolle von Investmentfonds wie hausInvest.

Was ist beim Fondssparplan für Kinder zu beachten?

Die gängigsten Fonds sind:

  • Aktienfonds
  • ETFs (Exchange-Traded Funds)
  • Dachfonds
  • Rentenfonds
  • Mischfonds
  • Offene Immobilienfonds

Bei Investmentfonds unterscheidet man zwischen aktiv und passiv verwalteten Fonds. ETFs (bzw. ein ETF-Sparplan für Kinder) sind beispielsweise passiv gemanagt und damit auf den ersten Blick günstiger, was die Verwaltungsgebühren angeht. Bei einem aktiven Management ist ein professionelles Fondsmanagement für die Verwaltung – also den Kauf und Verkauf – der Vermögenswerte zuständig. Für diese Kompetenz werden meist etwas höhere Gebühren fällig.  

Entscheidend ist jedoch, was für eine Rendite sich am Ende für Sie ergibt. Mögliche Verluste kosten Sie in jedem Fall mehr. Sie sparen bei einem aktiven Management an Zeit und Lehrgeld, auch wenn das zumindest bei spekulativen Anlagen keine Erfolgsgarantie darstellt. Wenn die Aktienmärkte nach unten rauschen und Ihr Aktienfonds Verluste macht, muss das Fondsmanagement trotzdem bezahlt werden.

Daher gilt es eben auf ein Finanzprodukt mit weniger Risiken in Kombination mit einem aktiven Management zu setzen. Eines, das sich bereits bewiesen hat und jedes Jahr eine positive Rendite abliefern konnte.


Vermögensaufbau für die nächste Generation

Offene Immobilienfonds geben auch Anleger:innen ohne großem Budget oder Erfahrung die Möglichkeit, erfolgreich für die Zukunft ihrer Kinder zu sparen. Als Sachwert-Investment gelten Offene Immobilienfonds als krisenfest und besonders wertstabil. Hier erfahren Sie mehr.

Moderne Glasfassaden von zwei Hochhäusern mit reflektierenden Fenstern und geometrischen Mustern.

Sparplan für Kinder: Investmentfonds im direkten Vergleich

Rentierliches Sparen hat viele Gesichter. Beim Fondssparen für Kinder sollten Sie die oft kleinen, aber feinen Unterschiede sowie alle Vor- und Nachteile für sich abwägen, bevor Sie zu einer Entscheidung kommen. Die wichtigsten Pros und Contras finden Sie hier in der Übersicht: 

Art des InvestmentfondsAktienfonds
VorteileHöchste Renditechancen, aktiv gemanagt, Wertestreuung statt Einzelwerte
NachteileHohes Risiko
Art des InvestmentfondsOffene Immobilienfonds
VorteileSolide Renditechancen, aktiv gemanagt, breite Risikostreuung durch Diversifikation, überschaubares Risiko
NachteileBei Rückgabe von Anteilen gilt eine 24-monatige Mindesthaltedauer und zwölfmonatige Kündigungsfrist
Art des InvestmentfondsETFs
VorteileHohe Renditechancen, Wertestreuung statt Einzelwerte, verschiedene Risikoklassen möglich
NachteileHöheres Risiko, passives Management bedingt Finanz-Know How 
Art des InvestmentfondsDachfonds
VorteileGute Renditechancen, hoher Verwaltungsaufwand, besonders breite Streuung von Vermögenswerten
NachteileErhöhtes Risiko, erschwerte Übersicht über alle Anlagewerte
Art des InvestmentfondsRentenfonds
VorteileVerschiedene Risikoklassen möglich, sowohl aktive Rentenfonds als auch passive Renten-ETFs möglich
NachteileMittleres Risiko
Art des InvestmentfondsMischfonds
Vorteileverschiedene Risikoklassen möglich, aktiv gemanagt
NachteileRendite oft niedriger als der Marktdurchschnitt, erschwerte Übersicht über alle Anlagewerte

Häufige Fragen zum Thema Fondssparen

Das kommt immer auf Ihre finanziellen Möglichkeiten an. Ausgehend von einem langfristigen Anlagezeitraum kann auch schon mit 25 Euro monatlich später der Führerschein oder ähnliches finanziert werden. Gehen Sie Schritt für Schritt vor. Es ist genauso wichtig, über die alltäglichen Kosten hinaus Rücklagen für Notfälle – wie z.B. ein kaputtes Auto – bilden zu können. Alles, was darüber hinausgeht, sollte rentabel angelegt werden.  

Zudem ist es ausschlaggebend zu wissen, was die gewünschten Sparziele sind und wie lange der Sparhorizont ist. So lässt es sich ungefähr ausrechnen, über welchen Zeitraum man in welcher Höhe investieren sollte.  

Je länger Sie anlegen, desto besser. Bei einem langfristigen Anlagehorizont lässt sich ausreichend vom Zinseszinseffekt profitieren und mögliche Risiken können ausgeglichen werden. Falls machbar rate ich Ihnen daher zu einem langfristigen Anlagezeitraum von zehn Jahren oder mehr.

Wenn Sie sich für einen bestimmte Fondsanlage entschieden haben, geht es um die Anbietersuche. Achten Sie darauf, einen zu finden, dessen Produkte z.B. durch eine Rating Agentur wie Scope mit mindestens A bewertet sind.  

Bei der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Fonds und Anbieter sollten Sie zudem einen Blick auf die Historie werfen. War der Fonds in den letzten Jahren erfolgreich, lohnt sich das Fondssparen über diese Anlage vermutlich auch in Zukunft.  

Auch der Vergleich von Anbietern und Depotbanken – zum Beispiel hinsichtlich Ausgabeaufschlägen oder Depotgebühren – lohnt sich.

Zunächst einmal, Anlageprodukte (und damit auch die Fondssparpläne) können nicht auf den Namen eines noch ungeborenen Kindes angelegt werden. Weiter können nicht alle Anlageprodukte offiziell dem Nachwuchs zugeschrieben und damit als mündelsicher geltend gemacht werden.  

Die Anlage auf den Namen des Kindes zu übertragen, bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Sie haben steuerlich gesehen Vorteile, da Geldanlagen auf den Namen des Nachwuchses einem gewissen Steuerfreibetrag unterliegen.  

Es bedeutet aber auch, dass das Vermögen per Gesetz dem Kind ab dem 18. Lebensjahr frei zur Verfügung steht. Ab dann haben Sie als Eltern keinerlei Mitspracherecht mehr, wofür das Angesparte ausgegeben wird.  

Ab einer bestimmten Höhe des Vermögens kann es zudem sein, dass Ihr Kind nicht mehr kostenlos bei Ihnen mit krankenversichert werden kann. Es lohnt sich also, Punkte wie diese noch mal mit dem Steuerberater und der Krankenkasse zu besprechen.

Ja, auch für Enkel und Patenkinder ist es möglich, ein Depot und Fondssparplan zu eröffnen. Wichtig ist dabei, die Zustimmung der Eltern bzw. Sorgeberechtigten einzuholen.

Schritt für Schritt zu Ihrem Kinder-Fondssparplan

Die Auswahl des richtigen Fondssparplans, der zu Ihnen und Ihren Präferenzen passt, hängt im Wesentlichen von den folgenden Punkten ab:

  • Anlageziel: Werden Sie sich über Ihr Anlageziel bewusst, also worauf Sie mit dem Fondssparplan hinarbeiten wollen.
  • Anlagehorizont: Je nachdem, mit welchem Anlagezeitraum Sie sich wohlfühlen, eignen sich verschiedene Anlageprodukte für Sie. Wenn Sie Ihr Geld nicht gern fest aus der Hand geben, sollten Sie keine Geldanlage für 10 Jahre abschließen.
  • Erfahrung: Sind Sie noch eher unerfahren im Bereich Geldanlage, dann sollten Sie vor allem auf aktiv verwaltete und risikoarme Investments setzen. Bei mehr Erfahrung können Sie auch auf Anlagen setzen, die mehr Marktkenntnisse erfordern.
  • Risikotoleranz: Die Auswahl des Fondssparplans für Ihr Kind ist auch abhängig von Ihrer Risikotoleranz. Doch auch bei einer sehr hohen Toleranz sollte sich das Anlagerisiko in Grenzen halten, denn es geht immer noch um das Geld für Ihren Nachwuchs. Eine risikoärmere bzw. wertstabile Geldanlage ist hier eine gute Adresse.
  • Finanzielle Situation: Hierbei kommt es vor allem darauf an, Ihre eigene finanzielle Situation so realistisch wie möglich zu betrachten. So können Sie den Anlagebetrag bestimmen, mit dem Sie Ihren Fondssparplan besparen. Planen Sie hierbei lieber erstmal etwas vorsichtiger, denn Ihren Sparbetrag können Sie mit der Zeit immer noch weiter hochsetzen.

Der richtige Fondssparplan passt sich Ihrer finanziellen Situation an und lässt sich jederzeit ausbauen. Hilfreich können übrigens auch Fondssparplan-Vergleiche sein, zum Beispiel über Stiftung Warentest.

Besonders hilfreich ist es auch, wenn Ihr Fondssparplan jederzeit um weitere Einmalanlagen ergänzt werden kann und Sie Ihre regelmäßigen Einzahlungen erhöhen können. So können Sie den Anlagebetrag flexibel an Ihre aktuelle finanzielle Situation anpassen.


Junior Depot: Was Eltern wissen müssen

Was ist ein Junior Depot?

Für Geldanlagen wie Investmentfonds oder Einzelwerte wie Aktien benötigen Sie ein Wertpapier-Depot, in dem Ihre Fondsanteile oder Aktienwerte verwaltet werden. Soll die Geldanlage auf den Namen Ihres Kindes laufen, spricht man von einem Junior Depot – auch Kinderdepot oder Minderjährigendepot genannt. Darüber wird die Geldanlage Ihres Kindes verwahrt und ist jederzeit einsehbar.

Neben Einmalanlagen, die zum Beispiel als Geschenk in das Junior Depot eingebracht werden, sind auch regelmäßige Einzahlungen über einen Sparplan für Kinder möglich. So ein Sparplan funktioniert nicht viel anders als ein Sparkonto: Dafür zahlen Sie monatlich einen bestimmten, selbst festgelegten Betrag ein – im Idealfall über 18 Jahre hinweg. Jeder Betrag, ob einmalig oder regelmäßig, wird dabei im Junior Depot des Kindes verwahrt.

Welche Vorteile bietet ein Depot für Kinder?

Vorteil 1 von 5

Pädagogischer Wert

Ganz allgemein bedeutet ein Depotkonto einen frühen Einstieg in zeitgemäße Formen des Geldinvestierens. Das Kind wird an das Thema Börse und Finanzen herangeführt und lernt so die Grundzüge des Kapitalmarkts kennen. Gleichzeitig schafft das Depot ideale Voraussetzungen für die langfristige finanzielle Vorsorge für Ihr Kind. Damit lernt Ihr Nachwuchs den Stellenwert von langfristigem Geldsparen und Planen kennen. Gestärkt wird der pädagogische Effekt durch die Einrichtung eines Sparplans: Kleine, regelmäßige Einzahlungen, eventuell sogar als Rücklage aus dem Taschengeld, vermitteln wesentliche Lerneffekte – zum Beispiel, dass Selbstdisziplin sich lohnt.
Grüne, diagonale Streben und Lichtstreifen formen ein abstraktes, geometrisches Muster.
Vorteil 2 von 5

Langfristige Renditechancen

Neben dem pädagogischen Nutzen hat das Junior-Depot auch eine Reihe funktionaler Vorteile. Vor allem bieten Geldanlagen für Neugeborene bei positiver Wertentwicklung Chancen auf Rendite – erst recht in einem frühzeitig angelegten Junior-Depot, das automatisch auf eine längere Laufzeit ausgelegt ist, oftmals mindestens bis zum 18. Geburtstag. Damit spielen etwaige, kurzfristige Wertschwankungen meist keine große Rolle mehr. Beim Fondssparen nutzen Sie zusätzlich den sogenannten Durchschnittskosten-Effekt: Bei steigendem Kurs steigt der Wert der Anlage. Bei sinkendem Kurs werden mehr Anteile erworben – wenn der Kurs dann wieder steigt, steigt der Wert der Geldanlage entsprechend stärker.
Glaskuppel mit hängenden Glasblasen, die von Sonnenlicht beleuchtet werden.
Vorteil 3 von 5

Pfändungsschutz

Sollten Sie als Eltern einmal Privatinsolvenz anmelden müssen, so ist das Geld Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter auf einem Junior Depot vor einer Pfändung geschützt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass sich an alle Regeln gehalten und das eigene Geld nicht auf das Kinderkonto umgeschichtet wird.
Moderne Gebäude mit Balkonen und vertikalen Linien in gelb-grünem Farbton.
Vorteil 4 von 5

Einfache Eröffnung

Die Eröffnung eines Kinderdepots ist einfach und bei vielen Anbietern weitgehend online zu erledigen. Teilweise müssen Dokumente beziehungsweise beglaubigte Kopien vorgelegt werden; manche Institute bieten dazu aber auch den Postweg und eine Beglaubigung per Postident an.
Moderner Innenraum mit hohen Lamellenwänden und Deckenlichtern, zentraler Glasaufzug im Hintergrund.
Vorteil 5 von 5

Geringe Kosten

Die meisten Banken verlangen keine Verwaltungsgebühren für ein Junior-Depot. Sehr unterschiedlich sind allerdings die Gebühren für den Handel. Dabei schneiden Sparpläne meist am günstigsten ab; für andere Käufe oder Verkäufe werden verschiedene Gebühren, Provisionen oder Festpreise aufgerufen, die sich bei deutschen Instituten aktuell zwischen 2 und 10 Euro pro Vorgang bewegen. Darüber hinaus profitieren Sie von steuerlichen Vorteilen, die wir im Abschnitt Steuern und Freibeträge erläutern.
Eine moderne Treppe mit Glasgeländer und Holzstufen in einem Bürogebäude.

So eröffnen Sie ein Junior Depot

Die Eröffnung eines Depots für Kinder unterscheidet sich prinzipiell kaum von der Depoteröffnung für einen Erwachsenen. Bei den meisten Instituten, die ein Junior Depot anbieten, haben Sie die Möglichkeit, direkt online die Antragsstrecke auszufüllen und Ihr Depot zu eröffnen. Im gleichen Schritt können Sie auswählen, ob es sich bei Ihrer Anlage um eine Einmalanlage oder einen Sparplan handelt.

Danach sind in der Regel folgende Schritte notwendig: 

1. Ausdrucken und unterschreiben des ausgefüllten Antrags:

Unterschreiben müssen beide Eltern oder Sorgeberechtigten. Dazu brauchen Sie folgende Nachweise in Kopie:

  • als verheiratete Eltern: Ihre Heiratsurkunde
  • als nicht verheiratete Eltern oder alleinerziehender Elternteil: Beschluss über das gemeinsame Sorgerecht
  • als Eltern, die ohne EU-Pass in Deutschland leben: eine Kopie der Aufenthaltsgenehmigung
  • sowie eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes; wenn es 16 Jahre oder älter ist, zusätzlich eine Kopie des Personalausweises.

2. Versand: Diese Unterlagen senden Sie per Post an die entsprechende Adresse.

3. Identifizierung: Falls Sie selbst noch nicht Kund:in der Depotbank sind, können Sie in jeder Postfiliale mittels des PostIdent-Verfahrens Ihre Identität beglaubigen lassen. Dazu müssen beide Eltern oder Sorgeberechtigten persönlich und mit ihrem Personalausweis dort vorsprechen.


Verwaltung des Junior Depots: Das gibt es zu beachten

Eigentümer des Depots und des darin enthaltenen Kapitalwerts ist grundsätzlich das Kind; jeder einbezahlte Betrag bzw. Wertpapierkauf gilt als – unwiderrufliche – Schenkung. Bis zum 18. Geburtstag haben Sie als Eltern oder Sorgeberechtigte eine treuhänderische Verwaltung für das Depot Ihres Kindes inne. Danach kann das Kind frei über das enthaltene Geld verfügen.

Auch wenn die Steuervorteile noch so locken: Ein Depot im Namen des Kindes zu eröffnen, um sich selbst günstiges Geld zu verschaffen, ist keine gute Idee. Die treuhänderische Verwaltung bedeutet: Eltern dürfen das Geld nur zum Wohle des Kindes verwenden. Entnahmen aus dem Depot für eigene Zwecke sind ausdrücklich untersagt. Wenn das Finanzamt bei der Prüfung eine Veruntreuung des Vermögens durch die Eltern feststellt, drohen erhebliche Steuernachzahlungen.

Der Grundgedanke des Junior-Depots ist der langfristig verlässliche Vermögensaufbau für das Kind. Daher sind bei vielen Anbietern hochriskante Anlageklassen wie Zertifikate und Optionsscheine von der Aufnahme ausgeschlossen.

Falls Sie gesetzlich krankenversichert sind und Ihr Kind in die Familienversicherung eingeschlossen ist, darf es (Stand 2026) pro Monat nur maximal 565 Euro verdienen – also 6.780 Euro im Jahr. Liegt das Gesamteinkommen (inkl. Renditen) darüber, fallen bei einer gesetzlichen Kasse eigene Beiträge an.

Gelegentlich bin ich auch schon gefragt worden, ob man ein bestehendes Depot in ein Kinder-Depot umwandeln kann. Die Antwort ist ein klares Nein. Hier helfen nur eine Neueröffnung und gegebenenfalls der Transfer vorhandener Wertpapiere in das Depot des Kindes – unter Beachtung der genannten Beschränkungen der Anlageklassen.

Fondssparplan für Kinder: Steuern, Freibeträge & Co

Wenn Eltern Geld für das eigene Kind sparen, muss das Vermögen nicht zwangsläufig offiziell unter deren Namen angelegt werden. Stattdessen kann die von den Eltern abgeschlossene Geldanlage auch bereits vor dem 18. Lebensjahr des Kindes offiziell auf dessen Namen laufen. In diesem Fall profitiert es von Steuerbegünstigungen bzw. von einem Steuerfreibetrag.

Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn das Einkommen des Kindes nicht über dem derzeitigen jährlichen Grundfreibetrag von 12.348 Euro liegt (Stand 2026). Auch der Sparerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro sowie der Sonderausgaben-Pauschbetrag in Höhe von 36 Euro sind steuerfrei. So steht es um die allgemeinen Regelungen – zu Ihrer individuellen Situation und möglichen Steuervorteilen erkundigen Sie sich bitte immer bei Ihrem Steuerberater bzw. Ihrer Steuerberaterin.

Aber Vorsicht: Eltern verwalten zwar die Geldsummen, steuerlich gesehen ist jedoch das Kind der Besitzer. Benutzen Eltern das Geld für einen anderen Zweck, müssen die entsprechenden Steuern aus der Vergangenheit nachgezahlt werden!

Darüber hinaus kann das Sparen auf den Namen des Kindes auch Auswirkungen auf eine spätere BAföG-Bewilligung haben. Beträgt das Vermögen des Kindes während der Studienzeit über 15.000 Euro, ist der Bezug von BAföG nicht möglich.

Liegen die monatlichen Einnahmen des Kindes außerdem über 565 Euro (allgemein; 603 Euro Minijob; Stand 2026), kann Ihr Kind unter Umständen nicht über Ihre Krankenversicherung familienversichert bleiben. In diesem Fall muss sich Ihr Kind selbst versichern. Über diese Grenzen sollten sich Eltern beim Sparen für Kinder bereits von Beginn an bewusst sein und ggf. noch einmal mit dem Steuerberater oder der Krankenkasse Rücksprache halten.


Der hausInvest Sparplan für Kinder

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Ein Mann mit Brille in Anzug und Hemd steht lächelnd in einem hellen Raum.

hausInvest Ratgeber-Autor

Im Netz kursieren manchmal schwer verdauliche Definitionen aus unterschiedlichen Quellen. Grundlegendes Fachwissen, einfach und kompakt erklärt, ist hingegen selten anzutreffen. Mit meinen Beiträgen möchte ich Ihnen zunächst das Basiswissen vermitteln und Sie im Anschluss dazu einladen, gemeinsam darauf aufzubauen. Mein Wunsch ist es, Sie mit profundem Wissen auszustatten. Das Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ ist seit vielen Jahren etwas, wofür ich mich tatkräftig engagiere. Das Ziel ist es, dass Sie am Ende eigenständig die richtige finanzielle Entscheidung für Ihr Leben treffen können. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!
Thomas Henrich

1Berechnet nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschlag, Ausschüttung sofort wieder angelegt). Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.