Ein Sparplan für Kinder

Worauf Mamas und Papas heute setzen sollten

05.04.2022 5 Minuten Lesezeit

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Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Eine Familie – ein bärtiger Mann in einem schwarzen T-Shirt und Jeans, ein kleiner Junge in einem weißen T-Shirt und Shorts mit einem Pflanzenmuster, ein kleines Mädchen in einem khakifarbigen Kleid und eine Frau in einem weißen T-Shirt und Jeans – sitzen draußen auf der graufarbigen Holzveranda ihres Hauses und lächeln; im Hintergrund sind zwei weiße Stühle und eine Pflanze in einem Topf zu sehen.
Was ist zu beachten, wenn man in die Zukunft des eigenen Kindes investiert? Alles zu zeitgemäßen Anlagemethoden erfahren Sie hier.

Inhalt

  • Fondssparpläne sind clevere Alternativen zum Sparbuch, denn sie bieten Zuverlässigkeit und Renditechancen.
  • Je nach Bedürfnis können Sie zwischen Immobilienfonds-, ETF- oder Aktiensparplänen wählen.
  • Offene Immobilienfonds sind z.B. deutlich risikoärmer und planbarer. Aktien hingegen kommen mit größeren Renditepotenzialen, aber auch mit mehr Risiko daher.
  • Ein sogenanntes Juniordepot bringt steuerliche Vorteile mit sich.
  • Mit einem Fondssparplan können Sie jedenfalls langfristig für Ihre Kinder vorsorgen, ohne dass das Ersparte wie bei einem Sparbuch an Wert verliert. 

Das Sparbuch hat ausgedient, die neue Devise lautet bessere Chancen auf Rendite zu schaffen – am besten via Sparplan für Kinder. Schuld daran sind die steigende Inflationsrate und der dauerherrschende Nullzins. Eröffnete man früher zur Geburt das obligatorische Sparkonto bei der Hausbank, setzen vorausschauende Eltern heute auf cleverere alternative Anlagen.  Via Junior Sparplan lässt sich wie gewohnt in monatlichen Raten investieren. Mit dem passenden Finanzprodukt, abseits von veralteten Sparkonten und wild spekulativen Aktienfonds, geht das auch ohne vorprogrammierten Geldwertverlust. 

  • Aber worin genau unterscheidet sich ein Sparplan ansonsten vom klassischen Sparbuch?
  • Welcher Sparplan für Kinder ist der Richtige?
  • Wie hoch darf das Risiko sein?

Ich beantworte Ihnen gerne all Ihre Fragen und informiere Sie zu Ihren Möglichkeiten. 

„Kinder halten uns nicht von Wichtigerem ab. Sie sind das Wichtigste.“
C. S. Lewis

Regelmäßig Geld sparen mit einem Kindersparplan

Im Laufe ihres Lebens erhalten Kinder zahlreiche Geldgeschenke von Verwandten und Freunden zu diversen Anlässen wie zur Konfirmation oder Kommunion, zu Geburtstagen oder Weihnachten. Diese Beträge sollten sinnvoll angelegt und für spätere Wünsche zurückgelegt werden. Das herkömmliche Sparbuch ist dazu nicht mehr das richtige Mittel der Wahl. 

Setzen Sie besser auf einen Fondssparplan für Kinder. Ganz gleich, ob Sie als Eltern investieren, die Großeltern und andere Familienmitglieder etwas beisteuern, oder ob sich das Kind später sogar selbst an der Sparanlage beteiligen möchte, ein Kindersparplan dieser Art kann sich lohnen. 

Wie genau unterscheidet sich ein Sparplan für Kinder von dem altbekannten Sparbuch?

Wird für das Kind ein Sparkonto bei der Hausbank eröffnet, erhält es ein Sparbuch, über das alle Einzahlungen vermerkt werden. Der Zinssatz ist aktuell jedoch so niedrig (ca. bei 0,01%), dass die Inflationsrate das Zinsniveau übersteigt. Das Resultat ist, dass das Gesparte mit der Zeit an Wert verliert. 

Wenn Sie z.B. heute 10.000 Euro anlegen für Ihr Baby oder Kleinkind zur Seite, so entspricht das bei der aktuellen Inflationsrate einem Wert von gerade Mal knapp über 8.300 Euro, wenn Ihr Kind das Ersparte 18 Jahre später erhält. Das Geld wird an Kaufkraft verlieren. Somit ist das Sparkonto nicht mehr zeitgemäß und ist auch in den kommenden Jahren nicht sinnvoll für Ihren Sohn oder Ihre Tochter. Sie können es für Ihren Nachwuchs besser anlegen. 
Ein Sparplan bzw. Fondssparplan ist eine vertragliche Abmachung zur regelmäßigen Einzahlung. Diese liegt bei einem Sparbuch nicht vor. Per Sparplan – oft auch Junior Sparplan genannt – kann für die Kleinen in effizientere Kapitalanlagen investiert werden. Welche auch immer das sein mögen, hier wählen Sie ebenfalls selbst die Höhe der Sparrate und genießen die gleiche Flexibilität wie bei einem Sparkonto auch.  

Nun stelle ich Ihnen vor, welche Kapitalanlagen Sie genau besparen können und wozu ich Ihnen für Ihre Kinder rate.

Sparen via Sparplan: Welche Möglichkeiten gibt es für Ihre Kinder?

Beim Sparen via Kindersparplan gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zu investieren. Unterschieden wird in Sparpläne und in Fondssparen für Kinder. Bei ersterem kann es sich z.B. um Sparbuch- oder Tagesgeld-Sparpläne handeln. Ein Tagesgeld-Sparplan eignet sich jedoch eher für kurzfristige Sparziele, ein Tagesgeldkonto wirft in der Regel auch nicht viel mehr ab als ein Sparkonto. Fondssparpläne eignen sich hingegen für einen längeren Anlagezeitraum und bieten höhere Rendite-Chancen. Hier unterscheidet man wiederum zwischen Immobilienfonds-Sparen, ETF- und Aktien-Sparen. Lassen Sie mich Ihnen diese Varianten genauer erklären. 

Immobilienfonds-Sparen

Vor allem die Investition für Kinder in Offene Immobilienfonds via Sparplan stellt in Deutschland eine besonders beliebte Anlageform dar. Gerade unerfahrene Privatanleger:innen schätzen die einfache Abwicklung und die Stabilität durch den Sachwert von Immobilien. 

Der Vorteil bei dieser Investition in Betongold liegt in erster Linie in der Risikominimierung durch eine breite Streuung innerhalb des Fonds. Je breiter der Fonds gestreut ist, also in je mehr Immobilien in verschiedenen Ländern investiert wird, desto stabiler die Rendite.  

Auch Kleinanleger:innen können dabei an Wolkenkratzern, Shopping-Malls oder Hotels partizipieren. Vielleicht haben Sie schon einmal von sogenannten mündelsicheren Geldanlagen gehört. Als mündelsichere Geldanlagen gelten Finanzprodukte, die vom Gesetzgeber ausdrücklich als besonders sicher erklärt werden. Auch Offene Immobilienfonds können als mündelsicher anerkannt werden. Geschlossene Immobilienfonds eignen sich eher nicht zum Sparen für Kinder

ETF- und Aktien-Sparen

Noch höhere Renditen stellen bei guten Entwicklungsaussichten sogenannte

Noch höhere Renditen stellen bei guten Entwicklungsaussichten sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds). Sie bergen allerdings auch ein hohes Risiko

Übertroffen wird dies nur noch von Investitionen in Aktienfonds. Damit können Sie mehr gewinnen, Sie verspielen aber möglicherweise auch das Geld Ihres Nachwuchses.

Sollten Sie sich dennoch dazu entscheiden, empfiehlt sich die Investition über einen Junior Sparplan in Kombination mit einem langfristigen Anlagehorizont. So besteht zumindest die Möglichkeit, Volatilitäten (Schwankungen) auszugleichen. Ausreichend Finanz-Know-how sollte in jedem Fall vorhanden sein.

 (Exchange Traded Funds). Sie bergen allerdings auch ein hohes Risiko. Übertroffen wird dies nur noch von Investitionen in Aktienfonds. Damit können Sie mehr gewinnen, Sie verspielen aber möglicherweise auch das Geld Ihres Nachwuchses. 
Sollten Sie sich dennoch dazu entscheiden, empfiehlt sich die Investition über einen Junior Sparplan in Kombination mit einem langfristigen Anlagehorizont. So besteht zumindest die Möglichkeit, Volatilitäten (Schwankungen) auszugleichen. Ausreichend Finanz-Know-how sollte in jedem Fall vorhanden sein.  

Sollten Sie auf Fondssparpläne mit ETFs oder Aktien setzen, kombinieren Sie sie mit einem Immobilienfonds-Sparplan für einen besseren Rendite-Risiko-Ausgleich. Es geht schließlich um die finanzielle Zukunft Ihrer Liebsten und nicht um einen Einsatz im Wettbüro. 

Die Vor- und Nachteile eines Kindersparplans

Lassen Sie uns noch einmal genauer auf die Vorteile und Nachteile eines Sparplans für Kinder schauen. In Kombination mit der passenden Geldanlage dürfen Sie sich als Anleger über viel Flexibilität und Rendite-Chancen freuen. 
Sollte der Sparplan auf den Namen Ihres Kindes laufen, bringt das auch steuerliche Vorteile für die Familie mit sich. Erträge auf einem Junior Depot (das es für einen Fondssparplan braucht) unterliegen bis zu 9.168 Euro dem steuerlichen Grundfreibetrag für Kinder ohne Einkommen. Übersteigen die Kapitalerträge diese Summe, greift der reguläre Sparerpauschbetrag von 801 Euro im Jahr (für Ledige). Hinzu kommt eine jährliche Sonderausgabenpauschale von 36 Euro. Zusammengenommen beläuft sich die steuerfreie Einkommensgrenze beim Sparen im Namen des Kindes somit auf 10.005 Euro. 

Ist vorab klar, dass diese Summe nicht überschritten wird, ist mein nächster Tipp an Sie:  

Das gilt es darüber hinaus zu beachten:

  1. Übersteigt das Vermögen eine gewisse Höhe, kann es sein, dass Ihr Kind nicht mehr kostenlos bei Ihnen mit krankenversichert werden kann. Des Weiteren kann die Höhe der Einzahlungen und der Anlagezeitraum maßgeblich Einfluss auf eine spätere BAföG-Bewilligung haben. Es lohnt sich also, noch einmal mit dem Steuerberater und der Krankenkasse zu sprechen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.
  2. Sollten Sie als Eltern einmal Privatinsolvenz anmelden müssen, so ist das Geld Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter auf einem Kinderkonto oder Junior Depot vor einer Pfändung geschützt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass sich an alle Regeln gehalten und das eigene Geld nicht auf das Kinderkonto umgeschichtet wird. Der Steuerberater kann Sie ebenfalls dazu ausführlich informieren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie lange ist der richtige Anlagezeitraum für einen Sparplan für Kinder?

Je früher Sie anlegen, desto besser. Wann auch immer Sie mich fragen, meine Antwort wird lauten: „Der ideale Zeitpunkt für den Anlageeinstieg ist immer genau jetzt.“ Und genau da setzt auch der Fondssparplan an. Bei einem Investment gibt es keinen festen Einstiegszeitpunkt. Sie können jederzeit starten. Schon kleine Sparraten können sich lohnen.  
Wenn Sie keine Zeit mehr verlieren möchten und sich bereits für die Investition in einen Offenen Immobilienfonds entschieden haben, können Sie bei hausInvest direkt ein Depot eröffnen und Ihren Sparplan abschließen. 
Das geht bei uns ganz einfach mit nur einem Online-Antrag. Je länger der Anlagezeitraum, desto mehr können Sie bzw. Ihr Kind vom Zinseszinseffekt profitieren und mögliche Wertschwankungen ausgeglichen werden. 
Fondssparen ist eine gute Alternative zum Sparbuch. Doch warum? Das erfahren Sie in unserem Video.

Weitere Tipps für den richtigen Sparplan für Ihr Kind

Als weiteren Tipp möchte ich Ihnen mit an die Hand geben: Überlegen Sie sich vorab, wie lange Sie investieren möchten, ob Sie eine gewisse Summe zu einem bestimmten Zeitpunkt erzielen möchten und was das eigentliche Sparziel ist (Führerschein, Ausbildung, Weltreise etc.). 

Parallel dazu ist es wichtig, einen Blick auf Ihre aktuelle Finanzsituation zu werfen. Um Anlageziel und Finanzsituation unter einen Hut zu bekommen, sollten Sie auf einen Sparplan setzen, den Sie jederzeit Ihren Bedürfnissen anpassen können.  

Eine flexible und jederzeit anpassbare Sparrate ist ein absolutes Muss. Es gibt Sparpläne für Kinder, über die können Sie bereits ab 10 Euro monatlich sparen. Bei anderen ist das erst ab 50 Euro monatlich möglich. Doch gerade zu Beginn der Anlage gibt das das Konto nicht immer her. 

Zudem ist es wichtig einen Sparplan zu wählen, der jederzeit um eine Einmalanlage ergänzt werden kann, sollte z.B. zur Kommunion oder Konfirmation eine größere Summe zusammenkommen. 
Bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Geldanlage in Kombination mit einem entsprechenden Sparplan kann die Performance der gewählten Kapitalanlage in den letzten Jahren helfen. War das Finanzprodukt, über das investiert wird, über Jahrzehnte hinweg erfolgreich, stellt dies einen besonders guten Ausgangspunkt dar. 

Seit 50 Jahren sind wir mit hausInvest jedes Jahr im Plus* – das ist der Erfolg, den unser Offenee Immobilienfonds vorzuweisen hat. Dazu gehört mehr als ein glückliches Händchen für Immobilien. Unabhängig von Ölkrisen in den Siebzigern, Weltwirtschaftskrise in den Achtzigern, Börsencrashs und aktuellen politischen Entwicklungen hat sich hausInvest in jeder Situation als stabiles Investment bewährt. Und dabei so manchem Kind von der Wiege bis zur Volljährigkeit ein beruhigendes finanzielles Polster geboten. 

Meine Zusammenfassung zum Kindersparplan für Sie

Beim Geldsparen für Ihre Kinder sollten Sie vom alten Klassiker, dem Sparbuch, unbedingt Abstand nehmen. Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten zwischen dem Nullzins-Sparkonto und der risikoreichen Investition in diverse Aktien. 

Starten Sie mit Ihren eigenen Sparzielen und setzen Sie auf ein dazu geeignetes Finanzprodukt mit breiter Risikostreuung. Mit einem Fondssparplan sind Sie besonders flexibel und können Schritt für Schritt vorgehen – ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten. 

Über den Autor

Porträtbild von hausInvest Ratgeberautor Thomas Henrich
Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Im Netz kursieren manchmal schwer verdauliche Definitionen aus unterschiedlichen Quellen. Grundlegendes Fachwissen, einfach und kompakt erklärt, ist hingegen selten anzutreffen. Mit meinen Beiträgen möchte ich Ihnen zunächst das Basiswissen vermitteln und Sie im Anschluss dazu einladen, gemeinsam darauf aufzubauen. Dabei bediene ich mich vieler anschaulicher Beispiele aus meiner über 20-jährigen Erfahrung im Commerzbank Konzern und erkläre komplexe Sachverhalte mithilfe von Grafiken und Vergleichen.

Mein Wunsch ist es, Sie mit profundem Wissen auszustatten. Das Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ ist seit vielen Jahren etwas, wofür ich mich tatkräftig engagiere. Das Ziel ist es, dass Sie am Ende eigenständig die richtige finanzielle Entscheidung für Ihr Leben treffen können.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!