Fonds kaufen Sie haben die Wahl

12.12.2023 8 Minuten Lesezeit

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Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Mann in einem blau-karierten Hemd blickt lächelnd auf seinen Laptop und hat dabei eine Kreditkarte in der Hand.

Inhalt

Investmentfonds sollten in keinem Wertpapier-Portfolio fehlen. Denn: In Zeiten von Inflation und spürbarer Unsicherheit auf den Finanzmärkten wollen Anleger:innen dem drohenden Wertverlust ihres Vermögens vorbeugen und deshalb mit kalkulierbarem Risiko investieren.

Dank dem aktiven Fondsmanagement und einer breiten (Risiko-)Streuung haben Sie mit Investmentfonds die Chance auf einen kontinuierlichen und langfristigen Vermögensaufbau – ob als Altersvorsorge oder als finanzielles Polster für den Nachwuchs.

Bevor Sie jedoch Ihren Plan in die Tat umsetzen, gilt es ein paar Fragen zu beantworten: Was sind Fonds? Welcher Fonds passt zu mir? Wie kann ich einen Fonds bewerten und welche Risiken muss ich einschätzen können?

Im folgenden Artikel will ich mit Ihnen diese und weitere Fragen beantworten und Sie auf Ihrem Weg zum Kauf eines Fonds begleiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Investmentfonds sind Geldanlagen, die das Geld mehrerer Anleger:innen sammeln (Fondsvermögen) und in einen oder mehrere Vermögenswerte investieren.
  • Mit Offenen Investmentfonds haben Anleger:innen jederzeit die Möglichkeit, Fondsanteile zu kaufen oder zu verkaufen – oft auch schon zu kleinen Beträgen.

  • Bei Geschlossenen Investmentfonds wird nur eine bestimmte Anzahl an Fondsanteilen vergeben. Die Einstiegssummen liegen dabei meist deutlich höher und die Fonds sind meist mit höheren Risiken verbunden.

  • Je nachdem, in welche Art von Vermögenswert ein Fonds investiert, handelt es sich um verschiedene Fondstypen, z.B. um Aktienfonds, Immobilienfonds oder auch (bei verschiedenen Typen von Vermögenswerten) um Mischfonds.

  • Welche Art von Fonds sich für Sie eignet, ist unter anderem abhängig von Ihrer persönlichen Risikotoleranz, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Renditeerwartung.

  • Verschaffen Sie sich vor dem Fondskauf einen Überblick über alle wichtigen Eckdaten, wie z.B. anfallende Gebühren und Kosten, die Art des Fondsmanagements, Anlagezeitraum und Risikoklasse.

Was sind eigentlich Fonds?

Von einem Fonds spricht man, wenn für einen gemeinsamen Zweck Geld gesammelt wird – von Banken, Spendern, staatlichen Stellen etc. Geht es dabei um reine Geldanlagen, handelt es sich um einen Investmentfonds.

Ein Fonds bietet damit sowohl für erfahrene Anleger:innen als auch für Einsteiger:innen eine attraktive alternative Geldanlage zu einzelnen Aktien und anderen Anlagemöglichkeiten.

ETFs: Eine Fondsklasse für sich

In den vergangenen Jahren hat besonders eine Art von Investmentfonds an großer Beliebtheit gewonnen: Der ETF. Bei den sogenannten Exchange-Traded Funds handelt es sich um Fonds, die Börsenindizes nachbilden, wie beispielsweise den DAX oder den Dow Jones.

Die Wertentwicklung von ETFs richtet sich nach der Wertentwicklung des jeweiligen Börsenindex, weshalb sie kein aktives Fondsmanagement benötigen. Damit zeichnen sich ETFs häufig durch niedrigere laufende Kosten aus als aktiv verwaltete Investmentfonds.

Je nach Börsenindex kann es sich bei ETFs um Fonds mit besonderem Themenschwerpunkt handeln, zum Beispiel Krypto- oder Clean-Energy-ETFs. Je spezifischer der Index, desto kleiner der entsprechende Markt – und desto mehr kann der Fonds Kursschwankungen unterworfen werden. Bei ETFs gibt es dann kein Fondsmanagement, das aktiv gegensteuert.

ETFs gehören formal zu den Investmentfonds, haben sich jedoch – dank wachsender Beliebtheit und stetig wachsendem Produktangebot – in letzter Zeit zu einer Fondsklasse für sich entwickelt. In diesem Artikel lassen wir das Fondsprodukt ETF deshalb erst einmal außen vor – und widmen uns vor allem aktiv verwalteten Investmentfonds.

In der Regel investieren sehr viele Anleger:innen einen Teil ihres Kapitals und professionelle Fondsmanager:innen verwalten diese Fonds. Sie investieren das angelegte Geld in unterschiedliche Wertanlagen (z. B. Aktien, Renten – also festverzinsliche Wertpapiere - , Immobilienbeteiligungen). Vor allem noch unerfahrenen Anleger:innen wird damit der Einstieg leicht gemacht.

Investmentfonds werden gesetzlich streng reguliert und unterliegen verschiedenen, vorgeschriebenen Kontrollmechanismen – so wird verhindert, dass das Fondsmanagement etwa zum Nachteil der Anleger:innen handelt.

Die Zahl der Einzelinvestitionen variiert je nach Fonds beträchtlich, häufig wird in eine Vielzahl an Aktien oder Immobilien investiert. Dadurch wird eine Streuung des Risikos erreicht. Der Vorteil einer solchen Diversifikation liegt auf der Hand: Für den Fall, dass sich einzelne Anlagen weniger gut entwickeln, können die entstehenden Risiken aufgefangen werden, die Gesamtentwicklung wird nur anteilig belastet.

Wissenswert:

  • Bei Fonds handelt es sich um ein Sondervermögen, das vom Vermögen der investierenden Gesellschaft getrennt ist. Damit sind die Anleger:innen selbst bei einem Bankrott der investierenden Gesellschaft geschützt.
  • Im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten wie Tagesgeld, Sparbuch etc. gibt es bei der Geldanlage in Fonds die Chance auf eine deutlich höhere Rendite. Dabei entsteht allerdings auch ein Verlustrisiko, das jedoch geringer ausfällt als beim direkten Aktienkauf.
  • Fonds können – wie Aktien – je nach Belieben gekauft und verkauft werden.

Verschiedene Fondstypen

Bei ersten Recherchen werden Sie es gemerkt haben: DEN Fonds gibt es nicht. Aber wie unterscheiden sich die einzelnen Fondstypen? Was sind Immobilienfonds? Was habe ich als Anleger:in unter offenen und geschlossenen Fonds zu verstehen?

Bei allen Fondstypen, die ich Ihnen unten kurz erläutern werde, wird grundsätzlich zwischen offenen und geschlossenen Fonds unterschieden. Bei einem Investment in einem offenen Investment-Fonds können Sie jederzeit Anteile kaufen oder verkaufen, in dem sie sie an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Zudem kann der Fonds meist beliebig viel Anlegergeld aufnehmen.

Bei geschlossenen Fonds ist das nicht möglich: Ist eine vorher festgelegte Anlagesumme erreicht, „schließt“ der Fonds. Zudem ist der Mindestbetrag hoch und beim Scheitern eines Projekts besteht die Gefahr eine Totalausfalls. Mit einem Satz: Nichts für Neulinge.

Fondstypen

Als Aktienfonds wird eine größere Anzahl von Aktien bezeichnet, die in einem Fonds, gleichsam einem Aktien-Portfolio, zusammengefasst sind. Sie können – müssen aber nicht – regionale oder branchenorientierte Schwerpunkte haben und werden von einem professionellen Management ge- und verkauft, nicht von Ihnen als Anleger:in selbst.

Um Garantiefonds geht es, wenn den Anleger:innen am Ende einer festgelegten Laufzeit oder nach Ablauf einer Anlageperiode die Rückzahlung eines Mindestbetrages garantiert wird. Das kann das investierte Kapital sein oder aber ein festgelegter Prozentsatz dieses Kapitals. Diese Garantie ist allerdings auch meist mit einem Preis verbunden, der die zu erwartenden Rendite schmälert.

Bei Immobilienfonds wird das Kapital mehrerer Anleger:innen in Immobilien investiert. Als Anleger:in erwerben Sie also nicht eine einzelne Immobilie, sondern partizipieren an mehreren Objekten. Demnach können Sie mit überschaubarem Aufwand an der Entwicklung des Immobilienmarkts partizipieren. Auch hier ist es wichtig, zwischen geschlossenen und offenen Immobilienfonds zu unterscheiden.

Mehr zu Offenen Immobilienfonds erfahren Sie unter dem zugehörigen Artikel.

Das Kapital von Anleger:innen kann vom Fondsmanagement auch in Unternehmens- oder Staatsanleihen investiert werden. Die regelmäßigen Zinszahlungen, die daraus an die Anleger:innen fließen, werden als Renten bezeichnet. Solche Rentenfonds haben ganz unterschiedliche Laufzeiten und Zinssätze, und auch die Risikostufen bewegen sich zwischen hoch (wenn ein Unternehmen dringend Kapital braucht) bis niedrig. Für Einsteiger:innen empfehlen sich Rentenfonds mit einer niedrigen Risikostufe.

Wird das Kapital der Anleger:innen in unterschiedliche Anlageklassen – Rohstoffe, Immobilien, Rentenpapiere etc. – gleichzeitig investiert, spricht man von Mischfonds. Auch hier sorgt das Mischungsverhältnis, je nach enthaltenen Anlageklassen, für ein höheres oder niedrigeres Risiko.

Dachfonds sammeln normale Fonds “unter einem Dach” – das Kapital der Anleger:innen wird in Fonds anderer Gesellschaften (Zielfonds) investiert. Damit ergibt sich eine breitere Streuung als bei der Investition in einen einzelnen Fonds. Auch hier gibt es unterschiedliche Risikogewichtungen.

Beim Fondssparen können Sie meist auch schon mit kleinen Beträgen - ab 10 Euro – in einen der Fonds investieren. Entscheiden Sie selbst, in welchem Rhythmus und welche Summe Sie einzahlen wollen, ob Sie unterbrechen wollen oder ganz aufhören möchten. Ideal für die Erfüllung kleiner oder größerer Wünsche bei Bedingungen, die Sie selbst bestimmen.

Welcher Fonds passt zu mir?

Sie haben sich als Anleger:in mit den unterschiedlichen Fondstypen nun etwas vertraut gemacht. Bei der Entscheidung für einen Fonds spielen aber auch Faktoren wie Risiko, Anlagedauer und Rendite eine wichtige Rolle. Damit Sie für sich den passenden Fondstyp finden, seien Sie ehrlich mit sich selbst und stellen Sie sich drei grundsätzliche Fragen:

Halten Sie das Risiko aus?

Stellen Sie sich vor, Sie haben in einen Aktienfonds investiert, aber der Kurs sinkt ganz plötzlich. Wie werden Sie reagieren? Die Anteile schnell verkaufen, nur um den Kopf wieder frei zu haben? Dann sollten Sie sich für einen Fonds entscheiden, der Sicherheit und ein geringeres Risiko bietet, wenngleich die Rendite niedriger ausfällt.

Steht für Sie die Rendite im Vordergrund?

Sie kennen sich und wissen, dass auch das Auf und Ab eines Kurses Ihnen keine schlaflosen Nächte verursachen wird? Und auch ein Verlust Sie nicht um Ihre gute Laune bringt? Wenn Sie hier „ja“ sagen, sollten Sie Fonds mit einer höheren Rendite in die engere Auswahl nehmen.

Wie lang und mit welchem Ziel möchten Sie Ihr Geld anlegen?

Bei dieser Frage hilft Ihnen eine Einschätzung Ihres persönlichen Anlagehorizontes weiter:

Verfügen Sie über einen kurzfristigen Anlagehorizont, möchten Sie Ihr Geld vielleicht nicht länger als ein bis drei Jahre aus der Hand geben. Bei Geldanlagen mit einer entsprechend kurzen Laufzeit verzichten Sie jedoch auf eine attraktive Rendite (bei geringem Risiko) – oder Sie greifen zu riskanteren Anlagen, um auch in kurzer Zeit lohnende Gewinne erzielen zu können.

Mit einem mittelfristigen Anlagehorizont fühlen Sie sich mit einer Laufzeit von drei bis zehn Jahren wohl. Damit stehen Ihnen schon deutlich mehr Anlageprodukte zur Auswahl, die Ihnen vielleicht bei der Finanzierung der nächsten großen Reise oder einer größeren Anschaffung helfen. Empfehlenswert ist, auf möglichst risikoarme Anlageprodukte als Basis zu setzen – und eventuell durch etwas risiko- und renditereichere Investments zu ergänzen.

Anleger:innen mit langfristigem Anlagehorizont legen ihr Geld für 10 Jahre oder mehr an, z.B. für die Altersvorsorge oder das Eigenheim. Über diesen Zeitraum können die meisten Kursschwankungen erfolgreich ausgeglichen und attraktive Gewinne erwirtschaftet werden. Auch hier bieten sich risikoarme Investments an, um einen Teil des Geldes möglichst gut abzusichern. Soll es nicht nur der stetige, langfristige Vermögensaufbau sein, können auch hier renditereichere Anlagen für zusätzliche Gewinnchancen genutzt werden.

Die drei Fragen nach Sicherheit, Rendite und Liquidität sind im sogenannten Investmentdreieck abgebildet. Es hilft Ihnen dabei, sich als Anleger:in selbst einzuschätzen – Ihr Sicherheitsbedürfnis, Ihre Risikobereitschaft und die zeitliche Dimension Ihrer geplanten Geldanlage.

Sicherheit, Rendite und Liquidität stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander, denn mit keiner Investition können alle drei zu gleichem Recht kommen:

  • eine höhere Rendite wirkt sich eher negativ auf die Sicherheit sowie die Liquidität aus
  • eine höhere Liquidität bedingt Abstriche in puncto Sicherheit und Rendite
  • eine höhere Sicherheit geht mit geringeren Renditen und geringerer Liquidität einher
Das Dreieck der Vermögensanlage
Sicherheit
Rentabilität
Liquidität
Offene Immobilienfonds im Dreieck der Vermögensanlage

Offene Immobilienfonds gelten als risikoarme Anlagemöglichkeit, da sie durch Stabilität von Sachwerten trumpfen können.

Geschlossene Immobilienfonds im Dreieck der Vermögensanlage

Bei Geschlossenen Immobilienfonds sind – im Vergleich zu Offenen Immobilienfonds - sowohl die Rendite-Chancen als auch das Risiko höher zu bewerten. Kapital ist zudem langfristig gebunden.

ETFs / Aktien im Dreieck der Vermögensanlage

Hier steht vor allem die Rendite im Vordergrund. Rendite wird jedoch immer mit Sicherheit bezahlt. Vor allem Aktien sind daher etwas für erfahrene, risikofreudige Anleger. 

Was muss ich beim Kauf eines Fonds beachten?

Auf Ihrem Weg zum Kauf eines Fonds haben Sie die Fondstypen kennengelernt und sind sich über Ihre Ziele und Erwartungen klarer geworden. Wann aber können Sie als Anleger:in mit einer langfristigen positiven Rendite rechnen? Oder anders gefragt: Wann ist ein Fonds erfolgreich?

Über den Erfolg eines Fonds entscheiden sowohl externe als auch interne Faktoren. Die äußeren Faktoren betreffen den Markt allgemein, denn der Erfolg eines Fonds bemisst sich hauptsächlich durch die erwirtschaftete Rendite. Sie wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, besonders von dem Potenzial des Wirtschaftssektors, in dem der Fonds agiert.

Unterliegt der Aktienmarkt gerade starken Schwankungen, sieht es mit der Rendite bei Aktienfonds schlechter aus. Immobilienfonds z.B. setzen auf die Kapitalanlage Immobilien, die als stabile Anlageklasse gesehen wird.

Zu den inneren Faktoren zählt vor allen Dingen die Verwaltung des angelegten Kapitals, denn über die Vermögenswerte des Fonds entscheiden die Fondsmanager:innen. Für den Erfolg eines Fonds spielt also ein kompetentes und weitsichtiges Management eine große Rolle.

Welche Kosten kommen beim Kauf eines Fonds auf mich zu?

Wenn Sie Ihr Geld in einen Fonds investieren wollen, müssen Sie mit einem einmaligen Ausgabeaufschlag von bis zu 7% rechnen. Dabei handelt es sich um ein Entgelt, das der Deckung der Vertriebs- und Beratungsleistungen dient und sich von Fonds zu Fonds unterscheidet.

Darüber hinaus spielt die sogenannte TER (Total Expense Ratio) eine Rolle: Gebühren für Management, Betriebskosten, die fixe Verwaltungsvergütung sowie die Depotbankgebühr.

Doch die Kosten schwanken stark von Fonds zu Fonds und teils auch davon, wie Sie investieren: Einen Fondssparplan erhalten Sie ohne Ausgabeaufschlag und auch sind Anlagen, die Sie digital abschließen, günstiger als mit Beratung in der Bankfiliale.

Wenn Sie sich für einen bestimmten Fonds interessieren, sollten Sie sich möglichst umfassend informieren. Worauf kommt es an? Was sollten Sie wissen, bevor Sie sich für einen Fonds entscheiden?

  • Recherchieren Sie die Fondsmanager:innen und ihre Visionen. Wie agieren sie, von welchen Vorstellungen werden sie geleitet?
  • Informieren Sie sich über das Unternehmen, das hinter dem Fonds steht. Wie lange führt es den Fonds schon? Welche Anlagestrategie steckt dahinter?
  • Je nach persönlicher Risikobereitschaft: Welche Branche interessiert Sie oder passt zu Ihnen? Es empfiehlt sich – im Sinne der Diversifikation – den Blick auf eine gewisse Anzahl von Märkten lenken.
  • Tages- oder Wochenzeitungen mit fundiertem Wirtschaftsteil sind eine gut erreichbare Informationsquelle und helfen Ihnen, sich ein aktuelles Bild von der Wirtschaftslage zu machen.
  • Schließlich gibt es sogenannte Investmentclubs, wo Kenner der Börse Sie bei Ihren Fragen beraten.

Auch für Fonds gilt – je mehr Sie darüber wissen, desto mehr Spaß werden Sie bei der Beschäftigung mit Ihrer Geldanlage haben. Machen Sie sich also zuerst klar, wo Ihre Fragen liegen, wo Sie sich unsicher sind. Und entscheiden Sie dann.

Währung meint die Währung der im Fonds enthaltenden Wertpapiere. Hier sollten Anleger:innen beachten, dass bei ausländischen Währungen neben möglichen Kursschwankungen auch noch ein Währungsrisiko besteht. So kann bei einem Fonds mit in US-Dollar gehandelten Aktien bei sinkendem Dollarkurs auch der Wert der im Fonds enthaltenen Aktien nachgeben.

Sachwerte: Dazu zählen Immobilien und Rohstoffe, es kann aber auch ein Oldtimer sein. Sachwerte haben einen physischen Wert, unabhängig vom Börsen- oder Währungsmarkt.

Wenn Sie Ihr Portfolio ein zu einem gewissen Grad vor Inflation und krisenbedingten Kursschwankungen schützen und gleichzeitig weiter diversifizieren wollen, empfiehlt sich ein Fonds, der in Sachwerte, z. B. Immobilien, investiert.

Von thesaurierenden Fonds ist die Rede, wenn die Gewinne eines Fonds automatisch reinvestiert werden.

Stückelung: Die Stückelung beschreibt die kleinstmögliche Einheit, die gehandelt werden kann. Da man meist nur einen ganzen Anteil eines Fonds kaufen kann, beläuft sich die Kennzahl oft auf 1.


Marktsegment meint den Teilbereich eines Marktes. Hier: das Kennzeichen zum Marktsegment, in dem das Wertpapier gehandelt wird. Fonds werden in der Regel im Open Market gehandelt.

Der Emittent ist die Fondgesellschaft, die hinter dem Fonds steht und ihn verwaltet.

Das Fondsmanagement gibt Auskunft über die Fondsmanager.

Profi-Tipp: Der Beta-Faktor

Der Beta-Faktor ist eine oft verwendete Kennzahl bei der Bewertung von Geldanlagen. Er gibt als geschätzter Wert Aufschluss über das Fondsrisiko im Verhältnis zum Risiko des Referenzindexes. Das bedeutet: Wie verhält sich z. B. eine Aktie, in die Sie als Anleger:in investieren möchte, zum Gesamtmarkt? Sind die Wertschwankungen ungefähr gleich oder entwickelt sich die Aktie gerade günstiger oder ungünstiger als der Gesamtmarkt?

Mit anderen Worten: Je höher der Wert des Beta-Faktors ist, desto höher ist auch das Risiko des Fonds verglichen mit dem Risiko des Referenzindexes. Der Beta-Faktor gilt damit als wichtiger Anhaltspunkt zur Bewertung eines Fonds.

Einen Fonds kaufen - Wahl ohne Qual?

Fondstypen, Risiken und Ziele, Erfolgsfaktoren eines Fonds: Über vieles haben Sie nun mehr Klarheit gewonnen. Aber welcher Fonds soll es für Sie sein? Konkrete Produktempfehlungen können und wollen wir nicht aussprechen. Aber wir zeigen Ihnen gern zwei unserer hauseigenen und sehr beliebten Fonds, die in Sachwerte investieren. 

klimaVest: Ihr direktes Investment in die europäische Energiewende

Für die erfahrenen Anleger:innen, die ihr Geld jenseits der klassischen (Aktien-) Fonds investieren wollen, bieten wir den Fonds klimaVest an: klimaVest ist ein Impact Fonds, der in Sachwerte im Bereich Erneuerbare Energien investiert, wie z.B. Windkraft- oder Solaranlagen. Mit über 25 Wind- und Solarparks in ganz Europa bietet er Anleger:innen börsenunabhängige Stabilität – und die Chance, sich schon heute an der Energieversorgung von morgen zu beteiligen.

Hier gibt es allerdings eine Einstiegsgrenze von 10.000 € sowie weitere Anlagebedingungen, die Sie bitte der klimaVest Website entnehmen.
Und das ist klimaVest im Überblick:

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  • Zielrendite von 3,0 – 4,0 % p.a.
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  • Mehr als 10.000 Anleger:innen
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hausInvest: Das Fundament Ihres Portfolios

Unser zweiter Tipp überzeugt Anleger:innen seit 50 Jahren: hausInvest, unser Offener Immobilienfonds.

Durch eine verlässliche Rendite, ein durchdachtes Anlagekonzept, Wertstabilität, geringe Schwankungen und ein starkes Risikoprofil (eingestuft in die sicherste Risikoklasse 1) hat hausInvest seit 1972 das Vertrauen vieler Anleger:innen gewonnen – und bestätigt.

Die Fakten:

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  1. Der Omniturm in Frankfurt
  2. Der Bürokomplex 100 Pearl Street in New York City

  3. Das Luxus-Resort Alohilani auf Hawaii

Mit unseren Investments setzen wir auch auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Die ESG-Kriterien – Environment, Social, Governance – sind für hausInvest keine leeren Begriffe, sondern gewinnen Realität durch z. B. einen klimaneutralen Immobilienbetrieb oder die Förderung von bezahlbarem Wohnraum.

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Fazit

In diesem Artikel habe ich Ihnen einige Fragen beantworten und Sie auf Ihrem Weg zum Kauf eines Fonds hoffentlich ein entscheidendes Stück weiterbringen können.

Ein Fonds macht sich in jedem Portfolio gut – und nun kommt es darauf an, wie Sie sich die Fragen nach Ihrer Risikotoleranz, Ihrem Sicherheitsbedürfnis und Ihren Zeitvorstellungen beantwortet haben:

  • Ein Aktienfonds – hohe Rendite und die Herausforderung des Risikos?
  • Stabilität in der Rendite – Ihre Wahl fällt auf einen Offenen Immobilienfonds?

Wenn Sie sicher sind, was Sie wollen und in welchem Fonds Sie Ihr Kapital überzeugend angelegt sehen, dann steht Ihrem Investment nichts mehr im Weg.
Denn: Der perfekte Zeitpunkt für eine Investition liegt nicht in ferner Zukunft, sondern direkt vor Ihnen – Zeit ist bekanntlich Geld.

Für den Kauf Ihres ersten Fonds wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Über den Autor

Porträtbild von hausInvest Ratgeberautor Thomas Henrich
Thomas Henrich
hausInvest Ratgeber-Autor
Im Netz kursieren manchmal schwer verdauliche Definitionen aus unterschiedlichen Quellen. Grundlegendes Fachwissen, einfach und kompakt erklärt, ist hingegen selten anzutreffen. Mit meinen Beiträgen möchte ich Ihnen zunächst das Basiswissen vermitteln und Sie im Anschluss dazu einladen, gemeinsam darauf aufzubauen. Dabei bediene ich mich vieler anschaulicher Beispiele aus meiner über 20-jährigen Erfahrung im Commerzbank Konzern und erkläre komplexe Sachverhalte mithilfe von Grafiken und Vergleichen.

Mein Wunsch ist es, Sie mit profundem Wissen auszustatten. Das Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ ist seit vielen Jahren etwas, wofür ich mich tatkräftig engagiere. Das Ziel ist es, dass Sie am Ende eigenständig die richtige finanzielle Entscheidung für Ihr Leben treffen können.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!