Fondssparen 8 praktische Tipps für erfolgreiches Fondssparen
28.03.2025 • 11 Minuten Lesezeit
Inhalt
Das Wichtigste in Kürze:
- Beim Fondssparen investieren Anleger:innen in regelmäßigen Abständen eine festgelegte Summe in einen ausgewählten Fonds.
- Für Einsteiger:innen empfehlen sich Fonds mit aktivem Management. Damit werden Ihre Investitionen von Fondsgesellschaften verwaltet, die sich für Sie um die qualitative und sinnvolle Anlage Ihres Vermögens kümmern.
- Fondssparen ist über einen Sparplan schon mit geringen Beträgen ab 10 Euro monatlich möglich.
- Je länger angelegt wird, desto höher sind die zu erwartenden Gewinne.
- Sie profitieren dabei unter anderem vom Zinseszinseffekt, der fondsspezifischen Streuung und sowie der Flexibilität des Sparplans.
- Insbesondere mit Blick auf den längerfristigen Vermögensaufbau lohnt sich der Abschluss eines Fondssparplans, zum Beispiel für die Altersvorsorge oder als finanzielles Polster für Ihren Nachwuchs.
Fondssparen erfolgreich zum Vermögenszuwachs? Leider sind sich die wenigsten Sparer:innen bewusst, wie das geht und nehmen in Kauf, dass ihr Geld vor dem Hintergrund der aktuellen Inflation an Wert verliert. Mit der richtigen Geldanlage können Sie jedoch Ihr Erspartes vor dem Wertverlust bewahren.
Die Rede ist vom Sparen mithilfe von Fonds, genauer gesagt Investmentfonds wie Aktien- oder Immobilienfonds: Damit haben Sie trotz Inflation die Chance, bei überschaubarem Risiko zu Ihrem kontinuierlichen Vermögensaufbau beizutragen. Vor allem wer mittel- bis langfristig Geld bei Seite legen möchte – z.B. für die Altersvorsorge – ist damit auf der richtigen Spur.
Fondssparen ist eine gute Alternative zum Sparbuch. Doch warum? Das erfahren Sie in unserem Video.
Was ist Fondssparen und was ist ein Fondssparplan?
Fondssparen bezeichnet eine Form der Geldanlage in einen Investmentfonds, z.B. ETFs, Aktien- oder Immobilienfonds. Dabei legen Sie Ihr Kapital über einen sogenannten Fondssparplan an und investieren – statt einer einmaligen großen Summe – regelmäßig einen geringeren Sparbetrag. So können Sie auch schon mit kleineren Anlagebeträgen Ihren Vermögensaufbau vorantreiben. Dabei ist das Anlagerisiko begrenzt.
Ein Fondssparplan und das Fondssparen sind also zwei Begriffe, die oft in einem Atemzug genannt werden. Doch es gibt einen feinen Unterschied: Fondssparen bezeichnet im Grunde den Prozess, regelmäßig in Investmentfonds zu investieren, um langfristig Kapital aufzubauen. Der Fondssparplan hingegen ist das konkrete Produkt, das Ihnen dabei hilft. Er legt fest, wie viel Sie monatlich investieren und in welche Fonds Ihr Geld fließt. Mit einem Fondssparplan profitieren Sie von der Flexibilität und der Möglichkeit, auch mit kleineren Beträgen systematisch Vermögen zu schaffen.
Klassische Spareinlagen wie Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld haben durch die Erhöhung des Leitzinses in den letzten Jahren tatsächlich wieder an Attraktivität gewonnen. Mit den aktuellen Leitzinssenkungen sinken die Sparzinsen wieder – und in Kombination mit der hohen Inflation bleibt der Realzins (also die Zinsen verrechnet mit der Inflationsrate) weiterhin im Null- oder sogar Negativbereich. Fondssparpläne bieten Ihnen jedoch eine Möglichkeit, diese Entwicklungen langfristig auszugleichen.
Welche Vorteile das Fondssparen bereithält, wird am Beispiel von hausInvest deutlich: Als Offener Immobilienfonds investiert hausInvest in börsenunabhängige Sachwerte, die in Krisenzeiten als wertstabile Anlage gelten und Ihr Erspartes so vor Wertverlust schützen können. Gleichzeitig sind die Mieteinnahmen der hausInvest Immobilien an die Inflation gebunden. So stellt der Fonds sicher, dass mit den Preissteigerungen langfristig auch ein Anstieg der Erträge einhergeht. So kann die Inflation teilweise abgefedert werden – was sich für Sie als Anleger:in wiederum in höhere Renditen übersetzt.
Aktienfondssparplan
Mit einem Aktienfondssparplan zahlen Sie regelmäßig Beträge in einen bestimmten Aktienfonds ein. Der Fonds verteilt das verfügbare Fondskapital auf unterschiedliche Aktien. Welche Aktien für ein Investment infrage kommen, wird vom Fondsmanagement festgelegt. Dabei kann sich ein Aktienfonds auch auf einen bestimmten Teilbereich konzentrieren, beispielsweise auf Börsenunternehmen mit Schwerpunkt Grüne Energie.
ETF-Sparplan (Exchange-Traded-Funds)
Mit einem ETF-Sparplan zahlen Sie Ihre Sparbeträge in einen ETF (Exchange-Traded Fund) ein. Dabei handelt es sich um einen börsengehandelten Indexfonds. ETFs sind in der Regel passive Fonds, da sie in ihrem Portfolio einen Börsenindex nachbilden und daher kein aktives Management erfordern. Deshalb können die Kosten meist recht niedrig gehalten werden.
Dachfonds
Mit einem Dachfondssparplan investieren Sie Ihre Sparrate in einen Dachfonds, der sein Fondsvermögen wiederum in andere Fonds investiert – die sogenannten Zielfonds. So wird Ihr Erspartes noch weiter gestreut als bei einem Investment in einen einzelnen Fonds.
Dabei kann der Dachfonds seine Investmentstrategie auch auf bestimmte Regionen, Branchen oder Themen ausrichten, zum Beispiel im Falle eines Aktiendachfonds. Die Kosten für Dachfondssparpläne liegen dabei meist etwas höher.
Rentenfonds
Rentenfonds investieren in verzinsliche Wertpapiere (Anleihen). Dabei kann es sich zum Beispiel um Unternehmens- oder auch Staatsanleihen handeln.
Je nach Art der Anleihe sind diese Fonds unterschiedlichen Risiken ausgesetzt: Europäische Staatsanleihen gelten beispielsweise als wenig risikobehaftet und sind damit auch für Einsteiger:innen geeignet. Manche anderen Staats- oder Unternehmensanleihen wiederum gehen mit größeren Risiken einher und sind deshalb eher etwas für erfahrene Anleger:innen.
Mischfonds
Bei einem Mischfonds besteht das Fondsportfolio nicht nur aus einer, sondern gleich aus mehreren Anlageklassen. Das Fondsmanagement kann dabei also nicht nur beispielsweise in Aktien investieren, sondern darüber hinaus auch in Immobilien, Edelmetalle oder Anleihen.
Je breiter das Fondsvermögen gestreut wird, desto schwieriger kann es für Anleger:innen werden, das Anlagerisiko richtig einzuschätzen. Die gekonnte Streuung über eine gutbalancierte Auswahl an Vermögenswerten bietet jedoch oft einen guten Risikoschutz.
Immobilienfondssparplan
Ein Immobilienfondssparplan eröffnet Ihnen eine Sparanlage in verschiedene Immobilien. Als Sachwert verfügen Immobilien – anders als reine Wertpapiere – über einen materiellen Eigenwert; damit ist ein vollständiger Wertverlust fast immer ausgeschlossen. Abhängig vom Fondsmanagement können Immobilienfonds in unterschiedliche Arten von Immobilien investieren, beispielsweise Büro-, Wohn- oder Hotelimmobilien. Grundsätzlich wird zwischen Offenen und Geschlossenen Immobilienfonds unterschieden: Während Offene Immobilienfonds (dem Namen nach) für alle Anleger:innen offen zugänglich sind, sind Geschlossene Fonds eher für erfahrene Anleger:innen geeignet; häufig sind diese auch nicht für Fondssparpläne geeignet.
Der Offene Immobilienfonds hausInvest investiert in eine breite Auswahl an Immobilien mit verschiedensten Nutzungsarten, Lagen und Mieterstrukturen. So kann die fondsspezifische Streuung gezielt erweitert und das Anlagerisiko gesenkt werden.
Ihre Vorteile beim Fondssparplan
Beim Fondssparen über einen Sparplan profitieren Sie z.B. durch:
Den Zinsenzinseffekt
Obwohl Sie bei Anlagen in Investmentfonds keine Zinsen, sondern Erträge erhalten, dürfen Sie sich dennoch über den Zinseszinseffekt freuen. Dieser ist ein essenzieller Bestandteil beim Vermögensaufbau. Zinsen beziehungsweise Erträge, die Sie als Anleger:in auf Ihr Vermögen erhalten, werden diesem gutgeschrieben.
Auf dieses verzinste Vermögen erhalten Sie in der nächsten Zinsperiode erneut Zinsen, wobei sowohl das ursprüngliche Vermögen als auch die vorherigen Zinsen verzinst werden. Durch diesen Effekt wächst Ihr Vermögen schnell und kontinuierlich an. Beachten Sie, dass bei ausschüttenden Fonds die Dividenden reinvestiert werden müssen, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.
Den Cost-Average-Effekt
Im Gegensatz zu einer einmaligen Geldanlage legen Sie bei einem Investment per Fondssparplan diszipliniert und kontinuierlich an. Der monatliche Betrag ist dabei von Beginn an festgelegt. Dadurch profitieren Sie als Anleger:in vom sogenannten Cost-Average-Effekt, auf deutsch: Durchschnittskosteneffekt.
Dieser ermöglicht es, Marktschwankungen vorteilhaft auszunutzen: Während für Ihren festgelegten Betrag in Zeiten steigender Kurse weniger Fondsanteile erworben werden, erhöht sich die Anzahl der erworbenen Anteile bei fallenden Kursen. Das sorgt für einen günstigen Durchschnittspreis. Dieser nimmt Ihnen außerdem die Suche nach dem idealen Einstiegszeitpunkt ab.
Fondssparen: So funktioniert's Schritt für Schritt
Legen Sie als erstes den Betrag fest, den Sie zunächst monatlich zum Fondssparen einsetzen möchten – ganz nach Ihrer individuellen Finanzsituation. Im Idealfall ist es der Betrag, der am Monatsende abzüglich Ihrer alltäglichen Kosten und Notfallreserven übrigbleibt. Entscheiden Sie sich dann, ob Sie Ihr Geld in einen passiv oder aktiv gemanagten Fondssparplan stecken möchten.
Bei Aktienfonds handelt es sich meistens um aktiv von Fondsmanager:innen verwaltete Anlageprodukte. Das hat folgenden Vorteil: Anleger:innen mit weniger Know-How und Erfahrun, können die Entscheidung, in welche Aktien der Fonds investiert, getrost in die professionellen Hände abgeben. Die Kosten für ein aktives Management bei Aktienfonds sind dafür deutlich höher als bei einem ETF-Fonds, da hier “nur” eins zu eins nachgebaut wird, was der jeweilige Index vorrechnet.
Ein Offener Immobilienfonds lebt ebenfalls davon, dass er aktiv verwaltet wird. Eine breite Streuung über verschiedene Märkte und Immobilienarten wie Gewerbe-Objekte, Shopping-Center, Hotels etc. sind das A und O für den Erfolg beziehungsweiseeine solide Chance auf Renditen. Die Fondsmanager:innen sind Immobilienprofis, die mit ihrer Fachkenntnis direkt in die Wertschöpfungskette eingreifen und Mehrwert erwirtschaften. Sie beschäftigen sich tagtäglich mit der Materie und wissen am besten, was sich für Sie als Anleger:in lohnen kann.
Der Anteilspreis wird bei diesen Fonds anhand des Wertes der Immobilien durch unabhängige Gutachter:innen festgelegt. Sie können auch in passiv gemanagte Immobilien-ETFs investieren. Aber dort wird der Anteilspreis über die Börse ermittelt, was ihn wiederum für stärkere Schwankungen anfällig macht.
Bei Immobilienfonds handelt es sich um Investmentfonds, die ausgegeben werden und auch Privatanleger:innen an Immobilien teilhaben lassen, die sie allein nicht erwerben könnten.
Einfach gesagt, wird das Geld vieler Anleger:innen von einer Fondsgesellschaft verwaltet. Deren Fonds- und Assetmanager:innen übernehmen den Erwerb, die Verwaltung, die Vermietung und den Verkauf der Fondsimmobilien. Als Anleger:in erhalten Sie über Ihre Beteiligung Anteilsscheine – und so Rendite, die durch die Arbeit der Fonds- und Immobilienprofis erwirtschaftet wird. Mehr zum Thema Immobilienfonds finden Sie hier.
Tipp 1: Fondssparplan mit aktivem Management
Gerade als Anfänger:in lohnt es sich für Sie, auf ein Modell mit aktivem Management zu setzen.
Tipp 2: Fondssparplan mit gutem Rating
Wenn Sie sich für einen Investmentfonds entschieden haben, geht es um die Anbietersuche. Achten Sie darauf, einen Anbieter zu finden, dessen Produkte durch eine seriöse Rating-Agentur wie Scope mit mindestens A bewertet sind. Im nächsten Schritt gilt es, ein Depot zu eröffnen. Achten Sie darauf, dass der Depotanbieter den Fonds Ihrer Wahl im Angebot hat. Dort können Sie dann in Ihren Investmentfonds investieren beziehungsweise Ihren individuellen Sparplan einrichten.
Zusammengefasst: In 5 Schritten zum Fondssparen per Sparplan
- Höhe der Sparrate festlegen
- Zwischen aktivem und passivem Management wählen
- Anbieter auswählen
- Online-Depot eröffnen
- Fondssparplan anlegen
Ihre Gewinnchancen mit einem Fondssparplan
Grundsätzlich können Sie bei einem Fondssparplan mit höheren Erträgen rechnen als bei konventionellen Sparanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten. Welche Rendite Sie von Ihrem Fondssparplan erwarten können, hängt jedoch von unterschiedlichen Faktoren ab – zum Beispiel von der Art des Fonds, Ihrem Anlagezeitpunkt oder dem Markt, in den Sie investieren.
Den größten Einfluss auf die Höhe Ihrer Rendite hat die Art des Investmentfonds, in den Sie investieren: Ein Aktienfonds beispielsweise kann Ihnen mit einer durchschnittlichen Rendite von jährlich 5% in der Regel größere Gewinne bescheren als zum Beispiel ein Offener Immobilienfonds.
Doch eine hohe Rendite hat auch ihren Preis, denn meist müssen Sie dafür auch größere Risiken oder längere Laufzeiten eingehen. Im Falle von Aktienfonds treten häufiger Kursschwankungen ein, die das Risiko eines Wertverlustes deutlich erhöhen können. Offene Immobilienfonds hingegen verzeichnen deutlich seltener Kursschwankungen. Damit liegen ihre Renditen zwar niedriger, sie entwickeln sich jedoch meist umso stabiler.
Die Rendite Ihrer Geldanlage hängt also eng mit Risiko und Liquidität zusammen. Wie diese drei Elemente aufeinander einwirken, verdeutlicht das magische Dreieck der Vermögensanlage:
Jede Geldanlage positioniert sich im Verhältnis von Rendite, Sicherheit und Liquidität – alle drei Eigenschaften können nicht erfüllt werden. Je stärker eine Geldanlage auf Rendite setzt, desto mehr Sicherheit und Liquidität wird dafür aufgegeben. Eine höhere Rendite bedeutet also stets ein höheres Risiko beziehungsweise eine längere Bindung Ihres angelegten Geldes.
So viel kostet ein Fondssparplan
Auch hinsichtlich der Kosten kommt es auf die Art des von Ihnen ausgewählten Investmentfonds an. Eine wichtige Entscheidung wird zwischen aktiven und passiven Investmentfonds getroffen: Während aktive Fonds von einem eigenen Fondsmanagement aktiv verwaltet werden, richten sich passive Fonds nach der jeweiligen Marktentwicklung. Sie bilden in ihrer Wertentwicklung sogenannte Börsenindizes nach und unterliegen damit keinem aktiven Management. Deshalb fallen die Kosten für passive Fonds meist deutlich geringer aus und liegen häufig bei unter 1% jährlich.
Über das Fondsmanagement hinaus spielen auch Depotgebühren, Ausgabeaufschläge und Verwaltungskosten eine entscheidende Rolle:
Haben Sie sich für einen aktiv verwalteten Investmentfonds entschieden, werden hier sogenannte Management- oder Verwaltungskosten fällig. Damit wird das aktive Fondsmanagement finanziert, das – je nach Marktentwicklung – neue Investments tätigt, Fondskapital umverteilt oder Vermögenswerte verkauft.
Darüber hinaus wird beim Kauf von Fondsanteilen der sogenannte Ausgabeaufschlag erhoben, der die Beratungs- und Serviceleistung deckt. Die Höhe des Ausgabeaufschlags bestimmt die Bank oder die Institution, bei dem Sie den Fonds erwerben. Meist variiert der Ausgabeaufschlag zwischen 0% und 7% des Kaufpreises. Mit etwas Recherche haben Sie also auch die Chance auf einen Fondssparplan ohne Ausgabeaufschlag und können so noch zusätzlich Geld sparen.
Je nachdem, bei welchem Depotanbieter Sie Ihr Anlagedepot eröffnen, können außerdem unterschiedlich hohe Depotkosten anfallen. In vielen Fällen lohnt sich der Vergleich verschiedener Depotanbieter: Häufig werben Anbieter mit zeitweise reduzierten Gebühren für die Depotführung oder mit geringeren Ausgabeaufschlägen.
Die Vor- und Nachteile von Fondssparen im Überblick
Vorteile | Nachteile |
---|---|
Flexibler Vermögensaufbau | Nicht besonders gut für den kurzfristigen Anlagezeitraum geeignet |
z.B. bei Offenen Immobilienfonds: Rendite bei überschaubarem Risiko / breite Risikostreuung | Ggf. gibt es Halte- und Kündigungsfristen, die berücksichtigt werden müssen |
Individuelle Anlagedauer, keine feste Laufzeit | Ggf. fallen Zusatzkosten an wie der Ausgabeaufschlag und Depotführungsentgelt |
Kein fester Einstiegszeitpunkt | Werte von Wertpapieren und Immobilien können schwanken |
Individuelle Spareinlagen per Fondssparplan | Fonds können ausgesetzt oder aufgelöst werden |
Für jede:n Anleger:in gibt es ein passendes Anlageprodukt | Restwährungsrisiko |
Auch für Laien / Profitieren vom Fachwissen (aktiv gemanagte Fonds) | Verlust des eingesetzten Anlagebetrages |
Möglichkeit, Kapital zu streuen | Kapital meist länger gebunden |
Gesetzlicher Schutz durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) | Sehr große Anzahl z.T. ähnlicher Fonds erschwert Auswahl |
Mehr Transparenz im Vergleich zu z.B. Versicherungsprodukten zur Altersvorsorge | Kein zusätzlicher Versicherungsschutz |
Tipp 3: Erst Überblick über Fondssparpläne verschaffen
Fondssparen im Risikoprofil: Auf diese Sparpläne sollte man setzen
Welcher Fondssparplan für Sie geeignet ist, kommt auf Ihre Risikobereitschaft an. Ein Aktienfonds-Sparplan verspricht höhere Renditechancen, kann jedoch im Worst Case zum Totalverlust führen. Durch seine geringe Volatilität und hohe Stabilität ist ein Offener Immobilienfonds wesentlich sicherer, wenn auch die Renditechancen etwas geringer sind.
Ein grundsätzliches Risiko besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilscheinrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds. Sie als Investor/in sind jedoch über das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) geschützt.
Je mehr Erfahrungen Sie haben, umso besser können Sie Ihre Risiken einschätzen. Daher empfehlen sich risikoärmere Fondssparpläne vor allem für Neu-Anleger:innen. Vor allem Offene Immobilienfonds haben sich dabei als vergleichsweise risikoarm bewährt. Was genau Offene Immobilienfonds sind und wie sie funktionieren, erfahren Sie in folgendem Artikel.
Tipp 4: Risikobereitschaft festlegen
Überlegen Sie sich im Vorfeld genau, welche Risiken Sie eingehen möchten. Wenn Sie bereit sind, ein höheres Risiko zu tragen, empfehlen sich für Sie Anlageformen wie z.B. ein Aktienfonds. Ist Ihnen Stabilität und Sicherheit wichtig, eignen sich für Sie Anlageformen wie Offene Immobilienfonds.
Fondssparen
Ergebnisse aus der Vergangenheit und Trends 2023
Tipp 5: Blicken Sie in die Historie eines Fonds
Bei der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Fonds sollten Sie einen Blick auf die Historie werfen. Geld sinnvoll anlegen lautet die Devise. War der Fonds in den letzten Jahren erfolgreich, lohnt sich das Fondssparen über diese Anlage vermutlich auch in naher Zukunft.
Der Fondssparplan: So lohnt sich Fondssparen langfristig
Wie schon erwähnt, kann Fondssparen entweder über ein einmaliges Investment oder – in Form eines Sparplans – über regelmäßige (meist monatliche) Beiträge erfolgen. Es müssen also nicht immer gleich die großen Summen sein. Bereits ab 10 Euro kann monatlich investiert und mit der Zeit die Sparrate flexibel aufgestockt werden. Auch das zeitweise Aussetzen der Sparrate ist möglich sowie eine zusätzliche Einmalanlage, sollten Sie einmal eine größere Summe einzahlen wollen.
Auch das zeitweise Aussetzen der Sparrate ist möglich sowie eine zusätzliche Einmalanlage, sollten Sie einmal eine größere Summe einzahlen wollen. Jüngere Anleger:innen können auf einen langen Anlagehorizont setzen und es so wieder wettmachen, dass nicht gleich 10.000€ auf einmal in den Fondssparplan eingezahlt werden. Mit regelmäßigen Einzahlungen über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte werden Sie auch Ihren Vermögensaufbau erfolgreich vorantreiben.
So funktioniert ein Fondssparplan
Ein Fondssparplan ist ein Sparvertrag mit regelmäßiger Einzahlung in einen Investmentfonds. Anteilsscheine eines Fonds können über eine Fondsgesellschaft erworben werden. Dazu muss ein Fondsdepot eröffnet und der Fondssparplan individuell eingerichtet werden. Dabei legen die Anleger:innen ihre regelmäßige Sparrate (z. B. 100 Euro) sowie ihre Anlageintervalle (z. B. monatlich) fest.
Häufige Fragen zum Thema Fondssparen und Fondssparplan
Wann sollte man einen Fondssparplan kaufen und verkaufen?
Der beste Zeitpunkt, um einen Fondssparplan zu kaufen, ist genau jetzt. Wenn der Fonds nach Ihrem Kauf steigt, erhöht sich der Wert Ihrer Anteile. Fällt der Fonds wiederum, erwerben Sie mit Ihrer nächsten Sparrate mehr Anteile als mit Ihrer ersten. Der Cost-Average-Effekt kommt Ihnen hier zugute.
Wann man verkaufen sollte, hängt immer davon ab, welches Anlageziel Sie mit Ihrem Fondssparplan erreichen möchten.
Tipp 6: Anlageziele definieren
Machen Sie sich zunächst Gedanken über Ihr Anlageziel. Wofür sparen Sie genau? Wie lange wollen Sie sparen? Was ist Ihr Zielbetrag? Daraus ergibt sich Ihre Strategie, wann Sie Ihr Geld abziehen können. Falls Sie kein konkretes Ziel verfolgen, empfiehlt sich: Je länger Sie anlegen, desto höher der zu erwartende Gewinn. Um verschiedene Szenarien zu testen, nutzen Sie gerne unseren Sparplanrechner.
Was kostet ein Fondssparplan?
Preise für börsengehandelte Wertpapiere können täglich schwanken. Bei Offenen Immobilienfonds geht es stabiler zu, da der Wert von keinem Kurs abhängt, sondern von einem unabhängigen Gutachter gestellt wird. Es kommt also darauf an, um welche Art von Investmentfonds es sich überhaupt handelt.
Zusätzlich können weitere Gebühren wie Verwaltungskosten, Vertriebskosten, ein Ausgabeaufschlag und die Bestandsprovision zu Buche schlagen. Zuletzt sollten Sie auf die Kosten für das Depot achten. Diese variieren je nach Anbieter. Wichtig ist, dass nach Abzug der Kosten Rendite übrig bleibt.
Tipp 7: Kosten durch Total Expense Ratio (TER) bestimmen
Einen Richtwert kann Ihnen der sogenannte Total Expense Ratio (TER) geben. Dieser muss für jeden Fonds öffentlich einzusehen sein. Zu dessen Ermittlung werden alle Kosten, die innerhalb eines Jahres anfallen, ins Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvolumen gesetzt.
Was sollte man beim Fondssparen beachten?
Setzen Sie auf einen seriösen Anbieter, der auch in den letzten Jahren nachweislich erfolgreich agierte. Im besten Fall ist der Anbieter zertifiziert durch eine Rating-Agentur wie Scope. Vergleichen Sie Anbieter und Depotbanken, z.B. was einen möglichen Ausgabeaufschlag oder die Höhe der zusätzlich anfallenden Depotkosten angeht.
Nehmen Sie auch einen Fondssparplan-Vergleich vor, z.B. über Stiftung Warentest. Überlegen Sie vorab, ob Sie in einen ausschüttenden oder thesaurierenden Fonds investieren möchten. Bei einem ausschüttenden Fonds werden die Dividenden unmittelbar ausgezahlt. Um vom Zinseszinseffekt zu profitieren, müssen Sie diese reinvestieren - so oft Sie eben möchten. Bei thesaurierenden Fonds geschieht das automatisch.
Achten Sie zu guter Letzt darauf, die Gewinne richtig zu versteuern. Hier profitieren Sie allerdings von einem Freibetrag, der Ihre Erträge zum Teil vor der sogenannten Abgeltungssteuer schützt.
Seit 2023 gelten folgende Freibeträge, die auch im Jahr 2024 unverändert blieben:
Für Alleinstehende: jährlicher Freibetrag = 1.000 Euro
Für Ehepaare: jährlicher Freibetrag = 2.000 Euro
Der Freistellungsauftrag muss rechtzeitig bei der depotführenden Bank bzw. dem Anbieter angemeldet werden.
Tipp 8: Kombinieren Sie Fondssparpläne mit weiteren Fonds und Einmalanlagen
Fondssparpläne können im Laufe der Zeit auch mit anderen kombiniert oder um eine einmalige Geldanlage aufgestockt werden. So holen Sie – wenn die Finanzlage es zu einem späteren Zeitpunkt einmal hergibt – das Maximum für sich heraus.
Wann gibt es beim Fondssparen eine staatliche Förderung?
Beim Fondssparen besteht die Möglichkeit einer staatlichen Förderung – in Form einer sogenannten Arbeitnehmersparzulage. Diese Zulage erhalten Sie als Arbeitnehmer:in, wenn das zu versteuernde Einkommen die gesetzlichen Grenzen nicht überschreitet. Diese liegen beim Fondssparen derzeit bei 20.000€ für Alleinstehende und bei 40.000€ für Zusammenveranlagte.
Die gesetzlichen Grenzen beziehen sich auf das zu versteuernde Einkommen aus dem Kalenderjahr, für das die staatliche Förderung beantragt wird. Erfüllen Sie als Arbeitnehmer die Voraussetzung bezüglich der Einkommensgrenzen, erhalten Sie vom Staat 20% der von Ihnen in den Fondssparplan eingezahlten Summe als Förderung. Verheiratete können hier mit maximal 160€ und Alleinstehende mit maximal 80€ gefördert werden.
Hierfür müssen Sie zunächst einen Sparvertrag in Form eines Fondssparplans abschließen, der eine Mindestlaufzeit von sechs Jahren und eine direkt anschließende Ruhephase von einem weiteren Jahr besitzt. Anhand Ihrer Einkommenssteuererklärung erfolgt die Beantragung der Arbeitnehmersparzulage jährlich beim Finanzamt. Am Ende der Laufzeit von sieben Jahren erhalten Sie dann die Geldsumme der staatlichen Förderung. Dabei ist die Arbeitnehmersparzulage steuer- und sozialversicherungsfrei.
Wie erhält man vermögenswirksame Leistungen zum Fondssparen?
Ähnlich verhält es sich mit Vermögenswirksamen Leistungen (VL). Zunächst muss ein Fondssparplan eingerichtet werden. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Fonds „VL-fähig” sind (Offene Immobilienfonds sind es beispielsweise nicht). Bei Verheirateten können beide Ehepartner:innen einen Sparplan erstellen – und so die vermögenswirksamen Leistungen doppelt erhalten.
Der Erhalt von VL ist im Arbeits- beziehungsweise Tarifvertrag festgelegt. Arbeitgeber:innen monatlich bis zu 40€ in einen Fondssparplan ein – zusätzlich zum Bruttogehalt. Wird weniger als der Höchstbetrag von 40€ gezahlt, können Sie den Differenzbetrag selbst übernehmen, indem er direkt von Ihrem Gehalt abgezogen wird. Die Einzahlung erfolgt sechs Jahre lang, im siebten Jahr ruht der Sparplan. Danach steht das Vermögen zur freien Verfügung.
Ist ein Fondssparplan sinnvoll?
Ein Fondssparplan ist vor allem dann sinnvoll, wenn Ihnen regelmäßig kleinere Beträge für eine Geldanlage zur Verfügung stehen. Ihre Sparrate können Sie individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen oder auch durch Einmalzahlungen ergänzen. Mit einem Fondssparplan profitieren Sie vom Zinseszinseffekt, der für einen kontinuierlichen Zuwachs Ihres Vermögens sorgt.
Wie viel Geld muss man mindestens in einen Fondssparplan investieren?
Wie viel Geld Sie in einen Fondssparplan investieren, bleibt Ihnen überlassen. Manche Fondssparpläne, wie zum Beispiel der Fondssparplan des Offenen Immobilienfonds hausInvest, bietet monatliche Sparraten ab 10€ an. Bei vielen Investmentfonds können Sie Ihre Sparrate flexibel anpassen, sollte Ihnen einmal mehr oder weniger Geld zur Verfügung stehen. Zusätzlich können Sie Ihre monatliche Sparrate auch durch größere Einmalzahlungen ergänzen.
Wie lange sollte man in einen Fondssparplan investieren?
Der geeignete Anlagezeitraum unterscheidet sich meist je nach Art des Investmentfonds, in den investiert wird. Bei den meisten Fonds wird jedoch ein langfristiger Sparplan mit mindestens 5 Jahren Laufzeit empfohlen, bis Kosten wie der Ausgabeaufschlag ausgeglichen sind und sich die ersten Gewinne einstellen. Eine längere Laufzeit ist auch aufgrund des Zinseszinseffekts empfehlenswert: Je mehr Sie mit Ihrem Sparplan investieren, desto mehr Zinsen und Zinseszinsen erhalten Sie auf Ihr Vermögen. Eine längere Laufzeit Ihres Fondssparplans zahlt sich also aus.
Auf welchen Fondssparplan sollte man setzen?
Es lohnt sich fast immer, einen Teil in Offene Immobilienfonds anzulegen. Nicht ohne Grund gelten sie als besonders risikoarm und sind damit auch für Neu-Anleger:innen und Unerfahrene besser geeignet als riskantere Aktienfonds.
Allerdings kommt es wie bereits erwähnt immer auf Sie individuell an. Auf Ihr Anlageziel, Ihre Risikobereitschaft, Ihr Anlagebudget und wie lange Sie anlegen möchten (Anlagehorizont).
Fondssparen: Eine Renditechance, die Sie sich nicht entgehen lassen dürfen
In Zeiten steigender Inflation sollten Sie Ihr Erspartes rentabel anlegen, um einen allzu großen Wertverlust zu vermeiden. Ein Fondssparplan sollte sich zumindest als Beimischung in jedem gut strukturierten Depot wiederfinden. Sie können übrigens auch auf mehrere Fondssparpläne setzen oder einen Sparplan mit einer Einmalanlage kombinieren.
Das ist das Schöne am Fondssparen: Sie können ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen anlegen und Ihr Kapital vor der Inflation in Sicherheit bringen.
Wann sich ein Fondssparplan für Sie lohnt:
- Sie möchten langfristig Vermögen aufbauen, z.B. für die Altersvorsorge oder die Absicherung Ihrer Kinder.
- Sie können regelmäßig kleinere Beträge (ab 10€ monatlich) zurücklegen.
- Sie suchen eine flexible Anlagemöglichkeit mit der Option, Sparraten anzupassen oder auszusetzen.
- Sie möchten von potenziell höheren Renditen profitieren als bei klassischen Sparkonten.
- Sie haben einen langen Anlagehorizont und können kurzfristige Marktschwankungen aussitzen.
- Sie wünschen eine breite Streuung Ihres Anlagerisikos über verschiedene Branchen und Regionen.
Wann sich ein Fondssparplan nicht für Sie lohnt:
- Sie benötigen kurzfristig Zugriff auf Ihr gesamtes Kapital.
- Sie können Wertschwankungen psychisch schlecht verkraften und neigen dazu, bei Kursrückgängen panisch zu verkaufen.
- Sie suchen eine Anlageform mit garantiertem Kapitalerhalt.
- Sie verfügen nicht über ausreichende finanzielle Reserven für Notfälle neben dem Fondssparplan.
- Sie möchten Ihr Geld für weniger als 5-7 Jahre anlegen.
- Sie scheuen den Aufwand, sich mit der Fondsauswahl und dem Marktgeschehen auseinanderzusetzen.
Über den Autor
Im Netz kursieren manchmal schwer verdauliche Definitionen aus unterschiedlichen Quellen. Grundlegendes Fachwissen, einfach und kompakt erklärt, ist hingegen selten anzutreffen. Mit meinen Beiträgen möchte ich Ihnen zunächst das Basiswissen vermitteln und Sie im Anschluss dazu einladen, gemeinsam darauf aufzubauen. Dabei bediene ich mich vieler anschaulicher Beispiele aus meiner über 20-jährigen Erfahrung im Commerzbank Konzern und erkläre komplexe Sachverhalte mithilfe von Grafiken und Vergleichen.
Mein Wunsch ist es, Sie mit profundem Wissen auszustatten. Das Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ ist seit vielen Jahren etwas, wofür ich mich tatkräftig engagiere. Das Ziel ist es, dass Sie am Ende eigenständig die richtige finanzielle Entscheidung für Ihr Leben treffen können.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!